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Oberfranken
Jochen1Knochen:
Hallo!
Ich bin mir jetzt nicht so sicher,worauf das ganze hinausläuft.Wenn Micha jetzt nur die Fluoritgruben bearbeiten möchte gehören diese dennoch zu den Erzgruben zugehörig.Ich hatte ja bereits angemerkt,daß sich eben der Bedarf an Rohstoffen über die Jahre ändert und Gruben auch nur umbenannt werden,wenn die Förderung eine andere Mineralart beinhaltet.Hierbei muß dementsprechend geschichtlich viel aufgearbeitet werden,da man ansonsten vieles doppelt ins Lexikon einbringt.Hierzu gehört in erster Linie auch die Markierung der Gruben in das Kartensystem des GPS des Lexikons.Da kann man dann am ehehsten erkennen,ob Gleichheiten vorliegen.
Ansonsten hatte ich bereits nach dem zuständigen Bergamt gefragt,um hier überhaupt ein Revier zusammenfassen zu können.
Was haltet ihr denn davon,die Gruben dieser Gegend dem zuständigen Bergamt in Naila unterzuordnen.Dieses königliche Bergamt wurde 1797 von Naila nach Untersteben verlegt und war auch zuständig für das Bergrevier Geroldsgrün und für das Bergrevier Lichtenberg.
Die Bezeichnung wurde zu dieser Zeit in Bergamt Lichtenberg-Lauenstein zu Steben geändert.
Macht was draus,aber eine Zusammenfassung wäre bestimmt nicht schlecht.
Gruß Jens
heli:
Summa summarum.
Wenn man den Pfad einer Einteilung nach politischen Gegebenheiten verlässt kommt es zu Problemen.
Immer dann wenn man Gebirgs-/Bergzüge (wir hatten da in Österreich mal die Diskussion über die Hohen Tauern - die fangen im Lungau an und haben in Südtirol das andere Ende) oder Regionen / Reviere usw. einfügt kommt es zu massiven Zuordnungsproblemen. Und dies sogar unabhängig von der Diskussion über die Begrenzung / Umfang / historische Entwicklung.
Kluftknacker:
--- Zitat von: Jochen1Knochen am 25 Sep 13, 21:30 ---Was haltet ihr denn davon,die Gruben dieser Gegend dem zuständigen Bergamt in Naila unterzuordnen.Dieses königliche Bergamt wurde 1797 von Naila nach Untersteben verlegt und war auch zuständig für das Bergrevier Geroldsgrün und für das Bergrevier Lichtenberg.
Die Bezeichnung wurde zu dieser Zeit in Bergamt Lichtenberg-Lauenstein zu Steben geändert.
--- Ende Zitat ---
nicht sinnvoll, da die hier von woelsendorfer extrahierten Gruben zu jung sind (und eher dem Bergamt in Bayreuth zugeordnet werden müssen). Das ist für komplett Nordbayern zuständig; da müssten auch alle Lokalitäten in/um Stockheim d'runtergesetzt werden und dann wird es langsam problematisch, da unübersichtlich. Insofern muss ich Heli Recht geben.
Kluftknacker
Manfred Früchtl:
Hallo
Helmut und Peter, das sehe ich auch so.
Die anderen Daten, zB: zeitliche Einordnung des Flußspatabbaus u.s.w., soll in Ausführliche Beschreibung untergebracht werden.
Gruß Manfred
Manfred Früchtl:
Hallo Micha
Das mit der Benennung Oberfränkisches Revier kann ich so nicht akzeptieren.
Da denke ich und meine Sammlerfreude, dass damit der Bergbau in Oberfranken gemeint ist. Du meinst aber den Bergbau auf Fluorit ab 1936, obwohl der Bergbau gerade in diesem eng begrenzten Raum um Lichtenberg, Naila und Issigau gesichert auf das 14. Jahrhundert zurück geht.
Oberfranken ist groß und hat viele Bergbau Reviere, Oberfränkisches Revier wäre für mich auch der Bergbau (z.B Uran) im Fichtelgebirge oder der Goldbergbau im Landkreis Bayreuth, Goldkronach, usw.
Es gibt jetzt die Grube Issigau, Rückersberg, Neu Beschert Glück und Kemlas doppelt. Alle diese Gänge gibt es seit dem Mittelalter so etwa ab dem 14. Jahrhundert und es wurde dort Cu und Fe abgebaut, Fluorit war taubes Gestein. Ab 1936 hat dann, so wie Du richtig darstellst der Bergbau auf Fluorit in diesen Stollen begonnen. Vorher wusste man mit Fluorit von da noch nichts anzufangen.
--- Zitat --- An die Frankenwälder Querzone sind Mineralgänge gebunden, die in den Jahren 1936—1969 bergbaulich neu erschlossen wurden. Es konnte eine ältere Mineralabfolge mit Siderit, Calcit, Fluorit und eine jüngere Abfolge mit Baryt, Fluorit, Siderit und Quarz ausgeschieden werden.
--- Ende Zitat ---
Du schreibst richtigerweise diese Aussage, aber deshalb gibt es doch nicht plötzlich ein Oberfränkisches Revier, das habe ich noch von keinen Lokalsammler und auf Börsen in Oberfranken gehört. Auch im Internet findet man das nur seit kurzem Im Atlas.
Wie soll also ein Sammler den der Flußspat nur soweit interessiert als, dass es den auch, unter vielen anderen Mineralien, im Raum Lichtenberg gibt, die richtige Fundortbeschreibung finden.
Soll er, um sein gefundenes Stück zuordnen zu können " Bayern / Oberfranken / Hof, Landkreis / Lichtenberg / Dorschenmühle / Alt und Neu Bescheert Glück" aufrufen. Hier sind dann die Mineralien von 1400 bis 1935 zu finden, oder soll er " Bayern / Oberfranken / Hof, Landkreis / Oberfränkisches Revier / Lichtenberg / Grube Neu Beschert Glück" aufrufen weil ab 1936 hier Fluorit abgebaut wurde.
Es wurden ja nur alte Bergbau nach Fluorit nachgerissen.
Das hier könnte Dich Interessiert ; http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45497, aber auch hier keine Nennung Oberfränkisches Revier
Du machst eine sehr gute Arbeit mit Deinen Beschreibungen. Ich wusste auch, dass da noch viele andere Gruben/Stollen da sein müsste aber ich hatte keine guten Informationen dazu. Zum Beispiel weiß ich die ungefähre Lage des Stollens "Schönes Bauernmädel" auf einem Privatgrundstück. Zu dem hatten sich mal Sammler Zutritt geschaffen und viele Cu-Sekundär Mineralien rausgeholt, was zumindest für einen ein rechtliches Nachspiel hatte. Du müsstest also noch Cu zum Fe ergänzen.
Das was Du unter Oberfränkisches Revier beschreibst liegt alles im Landkreis Hof, und das nur im nördlichen Teil davon (bayerisches Vogtland), also nur ein kleiner Teil von Oberfranken.
Oberfranken ist aber schon in der Fundstellenbeschreibung drin!! Es kann also wieder rausgenommen werden.
Viele Grüße, ein bayerischer Lokalsammler
Manfred
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