@slugslayer
Ebenbürtig - genau so grosse Kristalle wie in Naica. ( siehe: Rekorde im Mineralreich )
@wegwerfit
Nicht gesprengt - aufgemeisselt ! Sammler dürfen in Spanien nicht sprengen.
@uwe
In Spanien gibts seit einigen Jahren eine sehr vernünftige Sammlermentalität, die darauf zielt, Schätze der Natur zu erhalten und unseren Nachfahren ein unzerstörtes Erbe zu hinterlassen. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass gerade private Sammler und Sammlervereinigungen es sich zum Ziel gesetzt haben, einmalige Funde zu dokumentieren, nicht auszubeuten und sie sofort zu schützen.
Es gibt, gerade in Spanien, einem Land mit alter Bergbautradition, noch extrem viele Möglichkeiten, Mineralien auf Halden, in aufgelassenen und aktiven Steinbrüchen und tw. in alten Stolllen zu suchen und zu finden, dass die wirklich einmaligen Vorkommen nicht angetastet werden müssen. Wer will sich auch einen 2,5 m langen Gips in die Vitrine stellen ?
Die Freude ist vielmehr das Entdecken, Aufspüren, das gemeinsame Erlebnis, etwas einmaliges gefunden zu haben und zu dokumentieren.
Ich bin gerade von einer mineralogischen Tour in der Sierra Guadarrama nahe Madrid zurückgekommen - man kanns glauben oder nicht, aber - die alten Fundstellen, die ich vor nunmehr fast 30 Jahren schon kannte, gibts immer noch und es können immer noch aussergewöhnlich gute Funde gemacht werden. Sicher, auch spanische Sammler nehmen eine Stufe mit - aber die Betonung liegt auf einer Stufe, nicht auf Ausbeutung, Gier und kommerziellem Interesse.
Ich konnte in nur zwei Tagen an frei zugänglichen Fundstellen Andalusite bis 10 cm, Staurolithe, Cordierit und Sillimanit in Handgrösse, ganze Halden mit schön kristallisiertem Magnesit, zahlreiche dicht besetzte Matildit-Stufen, Unmengen Almandine in Matrix und sogar Orthoklase bis 15 cm finden - aber ich habe sie liegen gelassen, dort, wo sie seit Jahren liegen und hoffentlich liegen bleiben.
Ich glaube, bei uns in Deutschland würde micht mal mehr ein Krümel vorhanden sein.
Interessant ist es, dass es in Spanien ausgezeichnete Fundstellenführer , selbst nach Provinzen gibt, sodass im Grunde genommen jeder bis auf den Meter an die Funde ran kommen könnte. Tatsache aber ist, dass die Sammler, wie oben gesagt, nur das mitnehmen, was sie für ihre eigene Sammlung haben möchten und den Rest liegen lassen.
Tatsache ist aber auch, dass die bei uns bekannten Fundstellen (z.Bsp. für Aragonite aus Minglanilla und Fluorit aus Berbes) zumeist von nicht-spanischen, raffgierigen, aufs kommerzielle Versessenen ausgebeutet werden. Manche verbringen ihren Urlaub damit, ihre Wohnwagen und Anhänger mit Tonnen von Mineralien zu füllen, um sie dann auf den deutschen und französischen Börsen zu verscherbeln. Diese Mentalität steht in krassem Gegensatz zu dem, was man als Sammeln bezeichnet.
Ich finde es gut, dass es solche Initiativen wie bei der Gips-Geode gibt !
In diesem Sinne
gruss
collector