Servus,
bei Erbendorf in der Oberpfalz gibt es ein Vorkommen von Blei und Zink sowie untergeordnet Kupfer, welches schon vor Jahrhunderten abgebaut wurde. An Mineralien gibt es dort vor allem interessante Sekundärmineralien, bereits Schmeltzer beschreibt in seinen "Mineralfundstellen Bayern" von dort "prächtige Cerussite". Die gibt es dort auch tatsächlich bis gut 5 mm, daneben Pyromorphit, Wulfenit, Anglesit, Schwefel, Hemimorphit, Greenockit (nur pulvrig), Smithsonit, Linarit und Azurit sowie Akanthit. Die Lieratur erwähnt auch noch Proustit und Pyrargyrit.
Nun habe ich mir ein älteres Stück mal wieder angeschaut, welches in einer kleinen Quarzdruse Cerussit xx, Linarit xx und Malachit xx enthält. Im Quarz eingesprengt ist auch Kuperkies. Im Lauf der Jahre sind auf den Bruchflächen des derben Kupferkieses nadelig-blättrige blauschwarze Kristallbüschel - sehr winzig - gewachsen. Von der Farbe und vom Glanz her könnte Covellin passen, von der Ausbildung aber vielleicht auch Akanthit. Mir ist bislang nicht bekannt, dass Covellin eine Neubildung in Sammlungen sein könnte. Was meint Ihr?
Fotos sind mir leider nicht möglich.
Servus + Glück auf
Wolfi