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Wettbewerb bester Eigenfund 2013

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Harzsammler:
Hallo,

die ersten beiden Septemberwochen 2013 lieferten in einem Steinbruch (er baut im Unteren Muschelkalk) in Nordthüringen Coelestin in XX bis 3cm.

Für mich kam dieses Vorkommen sehr überraschend, da ich in all den Steinbrüchen der Region in den letzten 25 Jahren kein einziges Mal Coelestin finden konnte.
Das Vorkommen beschränkte sich nicht nur auf eine nur 15 cm hohe Schicht über der Terebratelbank beta sondern war auch nur auf ein Areal von ca. 20x20 Meter begrenzt. Nach zwei Wochen war das Vorkommen schon wieder erloschen.

In diesen zwei Wochen besuchte ich natürlich jeden Abend die Fundstelle und konnte insgesamt 43 Stufen bergen.

Grüße,
Michael

P.S.
Da der Fund als Ganzes, und nicht nur eine Stufe für mich etwas Besonderes darstellt, konnte ich mich bei den Fotos nicht nur auf eine Stufe beschränken.

gnoisi:
Hallo,
auch von mir ein Beitrag zum Eigenfund des Jahres, der mir mit 2 Freunden während einer Grabungstour durch Marokko im November 2013 gelang. Im Hohen Atlas, Provinz Marrakesch, südwestlich von Sidi Rahal haben wir in schwer zugänglicher Region in einer Erosionsrinne kupfervererzte Kieselhölzer ausgegraben. Aufgefallen ist uns dieses Vorkommen zunächst durch grünliche "Brocken", die ein paar Zentimeter aus der Böschung herausragten. Durch Graben haben wir dann einen etwa 1,2 m langen Stamm in Segmenten frei gelegt, der außen grünlich und bläulich mit Malachit bzw. wenig Azurit mineralisiert war. Die relativ hohe Dichte war ein weiterer Hinweis auf die Kupfervererzung.
Die folgenden Fotos zeigen die Fundsituation (Erosionsrinne) und ein frei gelegtes Stammsegment, das nach dem Schneiden und Polieren den gezeigten Querschnitt ergab.
Die kupfervererzten Kieselhölzer liegen in gering mächtigen Vulkanoklastiten, die obertriassichen bis unterjurassischen (Rhaetium bis Hettangium) Vulkaniten zwischengeschaltet sind. Die primäre Verwerzung besteht aus Bornit. Es handelt sich um Gymnospermenhölzer des Dadoxylon-Typs. Da die liegenden Tuffe intensiv von ebenfalls kupfervererzten Wurzeln durchzogen waren, könnte es sich an der Fundstelle um In-Situ-Verhältnisse handeln.
Viele Grüße
Marian

bogeyman:
Servus,

ich möchte auch einen Beitrag zu diesem schönen Thema beitragen.

Das Jahr 2013 war für mich bisher das beste Jahr in meiner Strahlerlaufbahn.
Ich habe schöne Touren mit guten Freunden gemacht, habe neue Gebiete kennen gelernt und die Natur genießen können.

Die Funde waren dementsprechend sehr gut, wir haben sehr schöne Mineralien gefunden. Es gab sehr schöne Kluftmineralien, Korund, große Bergkristalle, etc..

Dementsprechen schwierig war es für mich, ein geeignetes Stück für dieses Thema zu suchen.

Ich habe mich für einen Fensterquarz aus dem unteren Wallis entschieden,nicht weil es der beste Kristall aus dem Jahr 2013 ist, sondern weil die Tour ein herrlicher Abschluss der Saison 2013 war.

Ein recht spontaner Besuch bei einem guten Freund sorgte für diese schöne Abschlusstour.

Wir fuhren zu Dritt an einem frühen Sonntag morgen die gut 220 Km bis ins Unterwallis.
Das Ziel war ein Steinbruch, der für seine Fensterquarze und Zepterquarze bekannt ist.
In vergangenen Tagen wurden in diesem Gebiet bis zu 30 cm große Fensterquarze gefunden.

Mit solchen Funden im Kopf begannen wir die Suche im näheren Bruchgelände.
Da Schnee lag und es über Nacht gefroren hatte, war die Arbeit an einer vielversprechenden Stelle wegen häufigem Steinschlag unmöglich.
Wir verteilten uns in der Umgebung und jeder begann mit der Suche.

Die Fensterquarze kommen in unregelmäßigen Hohlräumen und Taschen vor, die sich kaum durch Anzeichen bemerkbar machen.

Ich begann die Arbeit an einer interessanten Stelle und musste, um den weiteren Verlauf der lehmigen Kluftfüllung zu verfolgen, zuerst größere Felsmassen bewegen. Nach gut einer Stunde harter Arbeit erschienen in einer kleinen, lehmgefüllten Tasche die ersten Quarzkristalle.
Der Kluftlehm ist sehr klebrig und fest, sodass ich alles verdächtige im Rucksack verstaute. Nach ein paar Minuten kamen 2 größere "Lehmklumpen" zum Vorschein. Bei genauer Betrachtung zeichneten sich auch hier sehr schöne Fensterquarze ab.

Leider war die Tasche nach kurzer Zeit bereits vollständig ausgeräumt und die Suche in der näheren Umgebung begann von Neuem.

Zum Ende des Tages fand mein Freund noch einen herrlichen Zepterquarz auf Matrix.

So schnell wie er begonnen hatte, verging auch dieser schöne Tag und wir traten die Heimreise an.

Gefunden wurden an diesem Tag: kleine Fensterquarze, Calcit und Zepterquarze.

Es war ein herrlicher Tag mit einem guten Freund und einem neuen Bekannten, der mir lange in Erinnerung bleiben wird.

Der gezeigte Fensterquarz ist knapp 5 cm hoch.

Viele Grüße




Egger:
Hallo, vom 18. - 20.05.2013 waren wir im Raum Osnabrück unterwegs. Unser erstes Ziel war der Steinbruch Ueffeln. Leider war das Wetter nicht so toll, die Funde dafür umso besser. Wir konnten in dem Matsch einige schöne Quarze bergen. Am 2. Tag waren wir in der Tongrube Wehrendorf wo einige schöne Kieselgeoden gefunden wurden. Im Anschluss waren wir noch im Steinbruch Piesberg wo wir schöne Karbon-Pflanzen gefunden haben. Am 3. Tag haben wir die Heimreise angetreten, sind aber noch nach Osnabrück in das Museum am Schölerberg gefahren. Dort fand eine Sonderausstellung der VFMG-BG Osnabrück statt. Es waren eine Menge schöner Fossilien und Mineralien aus dem Osnabrücker Land zu sehen. Mein bester Eigenfund 2013 ist ein kleines Quarzstüfchen aus Ueffeln. Die Stufe ist ca. 4 mal 3cm groß.
Gruß Christian

stoanklopfer:
Im vergangenen Jahr führten mich meine Suchfahrten mehrere Male zur Fluorit-Mine in Nanshanxia in der chinesischen Provinz Fujian. Neben vielen kleinen Fluos fand ich in einem großen Block einen Hohlraum, der völlig mit braunem, klebrigem Lehm ausgefüllt war. Da ein Reinigungsversuch vor Ort erfolglos war, nahm ich das gute Stück mit nachhause. Nach langem Einweichen und vielen Bürstduchgängen kam diese Druse zum Vorschein: Chalcedon mit winzigen Quarzkristallen überzogen, und als Krönung der Fluorit mit über 1 cm Kantenlänge und einem violetten Phantom im Zentrum der Druse! Funddatum ist der 20. April 2013.


Gruß Volkmar

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