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Wettbewerb bester Eigenfund 2013
Steinjäger:
Hallo!
Am 4. September 2013 schaute ich auf dem Rückweg von einer anderen Fundstelle noch am westlichen Tagebau der Grube Fortuna bei Oberbiel, Lahn-Dillkreis, Hessen (heute ein sehenswertes Besucherbergwerk) vorbei. Im Waldboden am Rande des Tagebaues hatte der Regen ein Stück Brauneisenstein an einer Ecke freigelegt das "verdächtig" aussah. Ohne jeglichen Werkzeugeinsatz konnte ich daraufhin die unten abgebildete Stufe bergen. Eine Nachsuche zusammen mit einem Kollegen einige Tage später brachte noch ein paar weitere recht hübsche Stücke. Dieser unerwartete Überraschungsfund war eines meiner schönsten Fundstücke des Jahres 2013.
Gruß und Glück auf!
Uwe
Brodi69:
Hallo
Im August 2012 habe ich mit Schülern einer Sonderschule eine Mineralienexkursion ins Graubünden geführt. Das Zielgebiet war und ist eines meiner bevorzugten Strahlergebiete, in das mich mein in diesem Jahr verstorbener Strahlerfreund eingeführt hatte. So habe ich anlässlich dieser Exkursion ihm eine kleine Gedenkstätte errichtet. Im Anschluss daran habe ich mit den Kindern begonnen, neue Klüfte auszumachen. Ein Murmeltier hatte einen Versuch gestartet, einen Bau zu graben. Im Aushub lagen Splitter und einzelne Spitzen. Welch eine Freude für die Kinder, welch ein Erfolg für das Klassenlager, alle, aber restlos alle hatten Kristalle und waren zufrieden. Damals habe ich nur zwei Stück behalten, die mir aber sagten, da muss noch mehr sein.
Im Oktober 2012 bin ich mit einem guten Freund wieder dorthin. Als erstes bei der Gedenkstätte vorbei, ein Räucherstäbchen für meinen verstorbenen Freund und dann 100 m weiter zur vermeintlichen Kluft. An diesem Tag haben wir nach mehrstündiger Arbeit meine grösste je gefundene Kluft geöffnet. Doch der Schnee kam früh im Jahr 2012 und blieb lange im Frühjahr 2013.
Im Juni 2013 habe ich mit vielen Helfern die Kluft 10 Tage bearbeitet. Im August dann nochmals ein paar Tage wobei das mir mein bester Eigenfund gelang. Nicht der Grösste, nicht der Klarste aber im Aufbau und der Einzigartigkeit herausragend. Hier also mein bester Eigenfund 2013, ein Quarz-Doppelender mit Chloriteinschlüssen, genau mittig auf Matrix.
Grüessli
Christian
Brodi69:
noch zwei Fotos:
Axinit:
Servus allerseits,
diesmal möchte ich mich auch mit einem – zumindest für unsere Gegend – nicht alltäglichen Fund – beteiligen.
Südlich von Grenoble, um den Ort Vizille, in den bewaldeten Ausläufern des Belledonne-Massivs zwischen den Gemeinden Vaulnaveys-le-Haut und Vizille gibt es zahlreiche Relikte des Altbergbaues auf Eisen, Blei und Zink. Die Mineralisation ist an hydrothermale Quarz/Siderit-Gänge gebunden, die hier den Glimmerschiefer durchschlagen. Je nach Örtlichkeit können diese Gänge ausser den Gangarten auch beibrechende Buntmetallerze wie Bleiglanz und Zinkblende sowie sehr untergeordnet Bournonit und Chalkopyrit enthalten. Die letzte aktive Bergbauperiode endete um 1920, vielfach sind die noch vorhandenen Bergbau-Spuren auch älter. Im Herbst und Winter, wenn die alpinen Fundstellen metertief im Schnee versunken sind, stellt dieses ehemalige Revier ein leicht erreichbares und meist schneefreies Betätigungsfeld dar.
Die meisten Sammler interessieren sich hauptsächlich für die dort vorkommenden Quarzkristalle (Dauphiné-Habitus und die seltenen Zwillinge des La Gardette-Typs), während Erze und deren Sekundärminerale eher ein Schattendasein fristen. Vor einigen Jahren gelang einem Sammlerkollegen und mir in einem Stollen der ehemaligen Konzession Pierre Plate, der Fund des seltenen Polymorphs Brochantit 2M2.
Im Frühjahr letzten Jahres entdeckte ich auf dem Haldenmaterial in der Nähe eines Stollenmundlochs der ehemaligen Grube Montjean (Pb/Zn) , gleichfalls Konzession Pierre Plate, blaue und grüne Krusten auf dem tauben Material. Eine genaue Nachsuche erbrachte einige wenige Handstücke mit intensiv blauen, mit dem blossen Auge erkennbaren Kristallen, ein für die Örtlichkeit eher ungewöhnlicher Fund eines sekundären Cu-Minerals.
Da sich der Ursprung der Fundstücke nicht zweifelsfrei klären liess (Fremdmaterial ?), beschlossen mein Sammlerfreund Mickael und ich den Stollen zu erkunden. Einer Befahrung im Mai 2013 wurde nach ungefähr 80 m durch einen Blindschacht, den wir nicht überwinden konnten, ein Ende gesetzt. Die Suche nach dem blauen Mineral gestaltete sich sehr mühsam, obwohl die Stollenwand vor dem Blindschacht intensive blaue Ausblühungen zeigte. Schliesslich gelang es doch, aus einer Weitung einige wenige kleine Belege des gesuchten blauen Minerals, teilweise auf Bleiglanz sitzend, zu bergen.
Härtetest und Säuretest machten das Vorliegen von Azurit wenig wahrscheinlich. Eine Bestimmung von Zellparametern und Atompositionen (S-XRD) sowie eine EDX-Analyse ergaben eindeutig das Vorliegen von Linarit, ein erstmaliger Fund dieses Minerals in unserer Gegend.
GA
Harald
Lausitz:
Hallo, auch wenn ich nur Geröllachate und Hölzer aus dem miozänen Flußsystem der Elbe sammle, möcht ich mir hier trotzdem beteiligen. Diesen Rhyolitkern mit immerhin ca 6cm DM fand ich am 28.12.13 im Kieswerk Lauta, als ich im abgelagerten Überkorn noch ein wenig "nachsuchte". Also was andere Sammler für mich liegen gelassen haben. Ausgewitterte Rhyolitkerne sind in den Lausitzer Kiesen,vor allem in dieser Größe,recht selten!
Noch kurz als Erklärung: Bei diesen Bildungen handelt es sich um Kugelfüllungen ( meist achatisch) die beim Flusstransport völlig freigewittert wurden. Die Herkuft ist nicht geklärt.
Gruß aus der Niederlausitz
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