Vortrag: „Geraer Entdecker und ihre Entdeckungen aus der Urzeit“
am 19. Januar 2014, 15.00 Uhr im Museum für Naturkunde Gera (Nicolaiberg 3, 07545 Gera)
Am Sonntag, dem 19. Januar, behandelt 15.00 Uhr ein Vortrag im Museum für Naturkunde Gera die bedeutenden Fossiliensammler Geras und ihre hervorragenden Entdeckungen im geologischen Untergrund. Anhand vieler Abbildungen präsentiert Museumspädagoge Frank Hrouda die Sammel- und Forschungstätigkeit einer ganzen Reihe von Geraer Persönlichkeiten, die sich den Fossilien ihrer Heimat gewidmet haben. 1858 begann der damalige Erbprinz und spätere Fürst Heinrich XIV. von Reuß j. L. mit dem Sammeln von Fossilien. Er begründete auf Schloss Osterstein die Geologische Landessammlung, in der wichtige geologische Funde aus dem Fürstenstaat Reuß j. L. zusammengetragen wurden. Später übergab er sie als Schulsammlung dem Fürstlichen Gymnasium Rutheneum. Dort wurde die Sammlung unter Aufsicht von Karl Theodor Liebe und später Karl Gustav Löscher verwaltet und erheblich erweitert. Letzterer war als ausgezeichneter Kenner von Knochenresten eiszeitlicher Tiere verantwortlich für die Bergung der Knochen des berühmten "Pohlitzer“ Wollhaarnashorns. 1920 wurde die Landessammlung dann dem damaligen Städtischen Museum übergeben. In der Zwischenzeit gelangten durch Schenkung und Ankauf zahlreiche Privatsammlungen in die große Landessammlung. Darunter befinden sich u. a. die Kollektionen des Pastors Friedrich Eduard Mackroth, des Regierungs- und Staatsrats Ernst Friedrich Dinger und des Verwalters des Städtischen Museums Robert Eisel. Auch im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts wurden Fossilien in Gera und Umgebung gesammelt. Populärster Fossiliensammler dieser Zeit ist Rudolf Hundt. All diesen engagierten Bürgern verdankt das Museum für Naturkunde Gera bedeutende Sammlungsbestände und die Stadt Gera den Ruf als überregional wichtiger Fossilfundort.
Nach dem Vortrag führt ein Rundgang durch die Sonderausstellung „440.000.000 Jahre Leben“ zu den Originalfossilien.