Arbeitsmittel / Means for work > Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto
Gutes Ausgangsmaterial aber Stack macht Mist
Embarak:
Danke. Das hatte ich gesucht. :D
EdgarM:
Hallo zusammen,
erstmal vielen vieln Dank für die konstruktiven Hinweise. Ich habe jetzt schon einige Zeit rumprobiert und bin von einem Objektiv zum anderen gesprungen, zuletzt eben das Mikroskopobjektiv. Dann die Steuerungssoftware geschrieben und so weiter - da ist wohl Betriebsblindheit bei mir aufgekommen.
Ich nehme mal die Auflistung von Amir zum Antworten, weil die alle Probleme sehr schön anspricht.
1. am Anfang eine spiralförmige Bewegung des Bildausschnittes. Das ist aber eigentlich nicht so schlimm.
Ja, der Hubtisch hat am Anfang dieses Problem, der sprialförmigen Verschiebung. Gehe ich ein paar Schritte über den Punkt hinaus, läuft es recht glatt.
2. viel zu viele Bilder, die Schrittweite ist viel zu gering, jedes 5. Bild reicht
Werde ich drann denken - weniger ist wohl mehr in dem Fall.
3. die Kamera belichtet anscheinend automatisch (die Bilder sind unterschiedlich hell).
Nein, fotografiere im manuellen Modus. Ursache könnten die Taschenlampen sein, die sowieso keine Verwendung mehr finden werden.
4. die JPGs sind verrauscht
Möglicherweise zu starke Kompremierung.
5. ich sehe viele Hotpixel
6. es ist sehr viel Staub auf dem Sensor
Ich auch... ;) Lösung: Schwarz und Weissbildabzug an den einzelnen Aufnahmen.
7. die Blende ist ziemlich zu oder das Objektiv auf dem Balgen zu weit weg=kleine Blende (man sieht den Staub auf dem Sensor deutlich)
Das Objektiv ist wohl zu weit weg von der Kamera. 23 cm. Verschieden Distanzstücke sind unterwegs, damit ich da variieren kann.
8. man sieht purple fringing (mögliche Lösung siehe Punkt 11)
9. man sieht axiale/longitudinale CA (mögliche Lösung siehe Punkt 11)
10. man sieht ein kringeliges Bokeh/Beugungsringe (mögliche Lösung siehe Punkt 11)
11. die Beleuchtung ist nicht ausreichend diffus oder (worst case) punktförmig.
Ich habe mit Pergamentpapier, Diffuservorsätzen und allem möglichen rumprobiert. Folge war immer zu wenig Licht, was die ISO Zahl oder die Belichtungszeit erhöht hat. Nur im Punktförmigen Strahl der Taschenlampen war genug Licht für 0,8 Sekunden Belichtung bei 250 ISO.
Lösungsansatz. Ich habe noch eine Astrokamera. QSI 583ws. Ist zwar eine schwarz weiss Kamera, ist aber um ein vielfaches Lichtempfindlicher, als die Canon. Auch hat sie keinen Mechanischen Shutter, so dass das mögliche Problem mit den Erschütterungen dann auch beseitigt wäre. Der Chip der QSI-Kamera kann bis auf -15 Grad gekühlt werden, was das Bildrauschen verringert. Trotzdem werden wegen Vignettierung und auch Staub, Schwarz bzw. Weissbildabzug nötig sein. Muss dann nur 3 Aufnahmen (für jeden Farbkanal eine) machen, aber wenn ich wieder zuhause bin, habe ich erstmal genug Zeit dafür.
So, muss arbeiten.
Danke nochmal und lieben Gruß, Edgar
aca:
Dunkel ist doch gut :-)
Hängt natürlich von der Kamera ab, aber ich mache alles mit ISO 100 und zwischen 1 und 10 Sekunden Belichtungszeit, ideal sind etwa 2-3s. Mit 2s Spiegelvorauslösung gibt es dann auch keine Verwacklungsunschärfe, weil die Kamera etc. ausschwingt. Wenn die Belichtungszeit ungewünscht kürzer als 1 Sekunde ist, dunkle ich weiter ab, auf keinen Fall stelle ich das ISO hoch.
Die Alternativen:
1. Blitzen (kompliziertes Setup)
2. Etwa ISO 1000 und 10 mal die gleiche Aufnahme und dann davon mit ImageMagick den Mittelwert rechnen, dann ist das Rauschen weg (manche Kameras können auch Mehrfachbelichtungen intern mitteln).
Ist eher was für Phlegmatiker. ;D
Gruß
Amir
Harald Schillhammer:
Amir, das funktioniert aber nur wenn du einen völlig vibrationsfreien Arbeitsplatz hast. Ich kann von sowas nur träumen - nicht wegen des Rauschens (meine Kameras schaffen locker rauschfreie ISO 1600 und mehr), sondern weil für manche Situationen einfach sehr wenig aber gut gestreutes Licht besser wäre, am besten natürliches Nordlicht.
Das Setup beim Blitzen ist übrigens nicht wirklich kompliziert. Ich arbeite bei sehr starken Vergößerungen oft mit 2 Nikon Makroblitzen und die Ergebnisse sind hervorragend. Das einzig blöde ist, dass man manchmal sehr viele Probeaufnahmen machen muss bis die Ausleuchtung einigermaßen passt.
lg
aca:
Mein Arbeitsplatz ist auch nicht vibrationsfrei, davon kann ich auch nur träumen.
Wenn eine U-Bahn oder ein Lastwagen vorbeifährt, kann ich das deutlich spüren und wenn ich an meinem Fototisch vorbei laufe, wackeln die Lampen, denn der Holztisch steht auf einem schwingenden Rigips-Boden.
Meine sehr flexible Beleuchtung mit Blitzen nachzubauen, wäre mir zu kompliziert (2 Lampen sind mir zu wenig, ich benutze das gleiche Setup für Handstücke und Makro/Mikro).
Welche Kamara ist denn bei ISO1600 "rauschfrei"?
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