Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals

MIM - Mineral Museum Beirut - viel money, money, money

<< < (4/5) > >>

Jochen1Knochen:
Hallo!


--- Zitat von: Collector am 06 Aug 14, 19:01 ---Mich würde mal interessieren, wie so mancher "normale" Mineraliensammler über solch eine Darbietung denkt.

--- Ende Zitat ---


http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CCAQqQIwAA&url=http%3A%2F%2Fwww.sueddeutsche.de%2Fpolitik%2Fis-extremisten-in-libanon-ploetzlich-waren-sie-da-1.2078188&ei=_sjjU_2BLobmyQPfsYGwCQ&usg=AFQjCNEw3Byj5eiAUlWLS1JpGrtUVIK6VQ&sig2=DQx9AdjCfW0doGmbQStgHQ&bvm=bv.72676100,d.bGQ

Die holen sich das schon weg!
Genau wie in Ägypten,wo sie die Museen geplündert hatten und dann kommts wieder in Privatsammlungen und ist vernünftig gelagert und gesichert. 8)
Gruß Jens

UlrichW:
Hi Leute,


--- Zitat ---Die holen sich das schon weg!
Genau wie in Ägypten,wo sie die Museen geplündert hatten und dann kommts wieder in Privatsammlungen und ist vernünftig gelagert und gesichert.
--- Ende Zitat ---

Genau darin liegt meines Erachtens das Problem. Man macht sich ja eigentlich keine Gedanken um das Museum an sich, würde es nicht wie die Museen in Ägypten, Objekte beinhalten, die als ein Erbe der Menschheit betrachtet werden müssen. Ok, Beirut hat es verdient wieder in die Normalität zu gelangen, aber um Beirut herum tobt der Religionswahn. Und religiöse wie politische Fanatiker haben selten das Bedürfniss Objekte des "Feindes" als schützenswert zu betrachten. Einfach gesagt, repräsentiert das MIM-Museum den Reichtum und Lebensstil der westlichen Welt. Und wer voller Haß, Maschinengewehrsalven abfeuernd durch die Strassen rennt, hat wenig Freude an der welt größten Legrandit-Stufe.
Im günstigsten Fall werden die Sachen geraubt um sie zu Geld zu machen. Dann verschwinden sie für immer, denn erstens müssen sie "abkühlen", werden also in irgendwelchen Kisten irgendwo im Dreck gelagert. Das ist für deren Qualität sicher nicht förderlich. Sind sie dann kalt, verden sie angeboten. Der Käufer kann sie aber nicht herzeigen, denn dann würde er bekennen, das er die marodierenden Mörderbanden unterstützt hat. Also, futsch ist futsch..auf Nimmerwiedersehen.

Der Gründer des MIM-Museeums hätte sich eher für einen Standort in einem frei zugänglichen Land mit stabiler politischer Situation entscheiden sollen, so sehe ich diese Stufen in Gefahr.

Übrigens, was passiert wenn der Gründer stirbt?

Hoffen wir das Beste!
Ulrich

Collector:


--- Zitat ---Genau darin liegt meines Erachtens das Problem. Man macht sich ja eigentlich keine Gedanken um das Museum an sich, würde es nicht wie die Museen in Ägypten, Objekte beinhalten, die als ein Erbe der Menschheit betrachtet werden müssen. Ok, Beirut hat es verdient wieder in die Normalität zu gelangen, aber um Beirut herum tobt der Religionswahn. Und religiöse wie politische Fanatiker haben selten das Bedürfniss Objekte des "Feindes" als schützenswert zu betrachten. Einfach gesagt, repräsentiert das MIM-Museum den Reichtum und Lebensstil der westlichen Welt. Und wer voller Haß, Maschinengewehrsalven abfeuernd durch die Strassen rennt, hat wenig Freude an der welt größten Legrandit-Stufe.
Im günstigsten Fall werden die Sachen geraubt um sie zu Geld zu machen. Dann verschwinden sie für immer, denn erstens müssen sie "abkühlen", werden also in irgendwelchen Kisten irgendwo im Dreck gelagert. Das ist für deren Qualität sicher nicht förderlich. Sind sie dann kalt, verden sie angeboten. Der Käufer kann sie aber nicht herzeigen, denn dann würde er bekennen, das er die marodierenden Mörderbanden unterstützt hat. Also, futsch ist futsch..auf Nimmerwiedersehen.

Der Gründer des MIM-Museeums hätte sich eher für einen Standort in einem frei zugänglichen Land mit stabiler politischer Situation entscheiden sollen, so sehe ich diese Stufen in Gefahr.

Übrigens, was passiert wenn der Gründer stirbt?



--- Ende Zitat ---

Kurze Zwischenbemerkung:
Ich bin fasziniert über alle Kommentare zu meiner eigentlich ganz simplen Frage, was "normale" Mineraliensammler zu der Darbietung dieser Schausammlung in Beirut meinen. 

Meine Frage hat, wie deutlich ersichtlich, nichts mit dem "Sammlerneid" der Deutschen zu tun (lieber Woelsendorfer) noch mit jeglicher anderen Unterstellung zu diesem Projekt.  Und - lieber  Thomas - ich kann bei der Initiative des Museums- und Sammlungsfinanziers überhaupt kein nachvollziehbares vernünftiges Engagement erkennen - lediglich eine Selbstdarstellung und ein Denkmal für seine Finanzomnipotenz oder die Errichtung eine goldenen Kalbes, welches er auf seine Kosten von den Fürsten der Zunft (siehe Bilder der Show) umtanzen und beteuern lässt. ("There' s no business, like show business ....").

Allen Respekt jedem Mineralieninvestor, der frei mit Multimillionen US$ die weltbesten und weltgrößten Stufen und Kristalle per App ordern kann und diese Stufen dann in seinem Heimattempel in architektonisch ansprechender Umgebung ausstellt.

Mir gehts wesentlich um die Frage, ob Beirut wohl der beste Standort für die Sammlung der weltbesten Stufen (engl "Paramount-Collection") ist, angesichts der Ungewissheit der gegenwärtigen und zukünftigen politischen Geschehnisse im Nahen Osten.

Bei allem Respekt: Wenn schon "Paramount"-stufen, dann wäre es wohl sicherer, diese irgendwo in L.A., Denver, Tokyo oder Paris zur Schau zu stellen. Oder anstelle des Mammut-Aufwands, solch ein Museum in einem Hot-Spot im Nahen Osten zu errichten,  diese "Paramount"-Mineralstufen den bereits existierenden renommiertesten Museen in einem politisch stabilen Land zur Verfügung zu stellen.

Mit neidfreiem Gruß
collector






michael berghäuser:


Das gibt es zu seiner Motivation :

"
“mim” is a private museum in Lebanon, located on the Saint-Joseph University Campus in Beirut. More than 1500 minerals are exhibited there, representing more than 300 different species from over 60 countries.
Mr. Salim Edde has built up this collection since 1997. There you can discover pieces originating from a number of renowned collections --both old and more recent-- as well as from the major mining discoveries of our era. It is now considered to be one of the world's paramount private collections for the variety and quality of its minerals.
A didactic circuit, accompanied by screens showing films and scientific applications of mineralogy, will reveal a world of unsuspected marvels--priceless both from an aesthetic and scientific point of view.
"

LG

Michael

giantcrystal:
Hallo aus Mittelfranken

Was die Lage des Museums in Beirut anbelangt :

Nun, Herr Eddé ist Libanese, da ist es nur zu verständlich, das er die Hauptstadt seines Heimatlandes als Standort für sein Museum gewählt hat.

Natürlich wäre ein anderer Standort auch nicht schlecht. Aber zum einen gibt es bereits bedeutende mineralogische Sammlungen in vielen Hauptstädten der Welt : Paris, London, Wien, Prag um nur einige zu nennen.

Zum anderen muss man sich fragen, welcher Platz für ein solches Museum wirklich "sicher" (was immer das auch heißen soll...) ist. Man stelle sich einmal vor, ein bedeutender amerikanischer Mäzen wäre im Jahr 1998 auf die Idee gekommen, ein großes mineralogisches Museum mit Weltklasse - Stufen im Foyer des World Trade Centers einzurichten...

Warum also nicht Beirut, eine Stadt die ja auch als Paris des Ostens bezeichnet wird ?

Glück Auf

Thomas

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln