Hallo...
"Salzhase" hat recht,was die Salzförderung im Mansfeldischen betrifft.
Beim Abteufen des "Wolfschachtes"(später "Fortschrittschacht I"),in Volkstedt bei Luth. Eisleben,wurde in ca. 430m Tiefe "...als Erstmaligkeit bei Kupferschieferschächten das in späteren Jahren noch eine Rolle spielende karnalitische Kaliflöz'Staßfurt' an."*1
Beim Abteufen des "Dittrichschachtes"(später"Fortschrittschacht II"),in Unterrißdorf bei Luth. Eisleben,traf man bei ca. 321m und 358mm Tiefe auf das Kalilager.Hier durfte aber das Salz,aus steuerrechtl. Gründen,nicht abgebaut werden.Deshalb teufte man nur wenige Meter neben dem "Dittrichschacht" den "Kalischacht" namens "Wachler" ab(geteuft ab 14.01.1913).Von dort führte eine Seilbahn,für das Kalisalz, über den "Wolfschacht" bis zur Kalifabrik am Friedrichsberg(nordwestl. Wimmelburg bei Luth. Eisleben?),wohl über die Oberhütte?Genauere Angaben zum Verlauf liegen mir nicht vor.
Ein weiter Salzschacht der "Mansfeld"war "Johannashall" bei Kloschwitz.Das ist oberhalb des südl. Saaleufers bei Wettin.
Wen es interessiert,noch was dazu:Zwischen der Luth. Eisleben und "Wansleben am See"(heißt heute noch so!)liegt der trockengelegte "Salzige See".Südlich,ungefähr die Mitte des See's liegt "Röblingen am See".Dort gab es 2 Schächte der Firma "Soas".Der östl. (Maschinenhaus steht noch)kam wohl nie zur Produktion.Der innerörtl. ist in Vergessenheit geraten.Zwischen Röblingen und Erdeborn liegt "Adlerkali".Eine ganz kleine Siedlung,in der sich der Schacht befand.
*1:"Wichtige Kupferschiefer-Schächte in der Mansfelder Mulde" von Dr. Günter Jankowski 1987 2. Auflage URANIA-Verlag
MfG