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Autor Thema: Pegmatit mit Schörl oder???  (Gelesen 8261 mal)

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Offline Lisa010

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Pegmatit mit Schörl oder???
« am: 19 Oct 14, 19:31 »
Hallo an alle,
habe diesen Stein auch in Amerika bei Penig gefunden.
Ich denke das ist Pegmatit mit Schörl oder ??
Es kann natürlich sein, dass die schwarze Schicht Biotit ist, aber im Mutterstein könnte Schörl und Glimmer zu sehen sein.
Freue mich auf Eure Antworten.
Viele Grüße
Kathrin

Offline wolfi

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #1 am: 19 Oct 14, 19:39 »
Servus,
mir scheint es, weder noch. Das Foto lässt mehr auf Hämatit schließen.
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline Jochen1Knochen

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #2 am: 19 Oct 14, 19:49 »
Hallo!
Das scheint Fremdmaterial zu sein!
Granit mit ..?. -von jemandem abgeschottert.
Gruß Jens

Offline alexis buhridorakes

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #3 am: 19 Oct 14, 19:51 »
Hallo Kathrin,
sieht für mich schon wie Quarz mit Schörl aus.Wenn du das Stück mal noch von einer Seitenansicht zeigen könntest,wäre es deutlicher definierbar.

Axel.

Offline Lisa010

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #4 am: 19 Oct 14, 20:05 »
Anbei ein neues Bild in einer anderen Perspektive. Vielleicht kann man da mehr erkennen.
Kathrin

Offline waldi

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #5 am: 19 Oct 14, 20:26 »
Hallo Kathrin
Mach mal eine Strichprobe. Wenn Du keine Strichtafel hast, reibe das Stück an einen Porzellan- Tellerfuß. Sollte sich keine Farbe zeigen, (rot oder schwarz ec.), ist es Turmalin.
mfg waldi

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #6 am: 20 Oct 14, 20:03 »
Denke auch an Hämatit.

Offline Lisa010

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #7 am: 21 Oct 14, 17:41 »
Hallo,
ich danke euch für die interessanten Antworten.
Meine Strichtafel zeigt schwarz an, also kein Turmalin.
Woran erkenne ich Hämatit?
Viele Grüße
Kathrin

Offline guefz

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #8 am: 21 Oct 14, 18:11 »
Hämatit hätte einen rostroten Strich.

Günter

Offline Lisa010

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #9 am: 21 Oct 14, 21:25 »
 Herzlichen Dank :) :) :)

Offline harzgeist

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #10 am: 21 Oct 14, 23:31 »
Hallo Kathrin,

jetzt wird die Sache aber richtig spannend, könnte eine harte Nuss werden!

Erst mal eine Frage an alle: Kann jemand etwas dazu sagen, ob es sich um einen echten "Amerikaner" oder doch um Fremdmaterial handelt (wozu ich tendiere)?

Nun zu Deiner Frage, wie man Hämatit erkennt. So allgemein kann man das bei Hämatit gar nicht beantworten, weil es vom Hämatit viele Abarten ("Varietäten") gibt, die komplett (!!) unterschiedlich aussehen und deshalb auch mit vielen Bergmannsbezeichnungen belegt wurden - Hämatit ist das wichtigste Eisenerz. Da gibt es den "Roten Glaskopf", der bildet traubige Aggregate mit feinkrstallinem Aufbau und meist schaliger innerer Struktur (wie eine Zwiebel). "Eisenrahm" besteht aus feinsten schuppenförmigen Kristallen ist erdig-schmierig und färbt stark ab, täuscht so ein weiches Mineral vor, obwohl natürlich die einzelnen winzigen Schüppchen die für Hämatit einheitliche relativ hohe Härte haben. Es gibt dann noch den "Blutstein", "Roteisenstein" und weitere Bezeichnungen.
Im Falle Deines Fundstückes würde es sich um tafelig bzw. plattig kristallisierten Hämatit handeln, mit der Bezeichnung "Eisenglanz" oder auch Specularit. Bei besonders dünnen Schuppen, die sich wie Flitter Stein ablösen lassen und wie feines schwarz-silbriges Konfetti in der Umgebung 'rumglitzern, wird manchmal auch die Bezeichnung "Eisenglimmer" verwendet.
WÜRDE...!  Denn bei allen Varietäten des Hämatites ist der ROTE Strich ein gemeinsames Kennzeichen.

Du berichtest nun aber von einem SCHWARZEN Strich. Das würde dann Hämatit (den ich auch zu erkennen glaubte) ausschließen - und auch alle Silikate!  Ein schwarzer Strich deutet eher auf ein sulfidisches (oder arsenidisches) Erz hin. Der Haken dabei ist nur, dass die meist hydrothermaler Herkunft sind und dann durch ein sog. Salband (meist eine dünne Quarzschicht) vom Muttergestein getrennt sein sollten. Eine Skarnbildung ist wegen des Nebengesteins auszuschließen. Pneumatolytische Minerale können zwar direkt im Gestein (das passen könnte) auftreten, allerdings fällt mir das nichts passendes ein. Molybdänit, Wolframit, Arsenopyrit kann man vom Foto her ausschließen.

Deshalb möchte ich Dich bitten, doch noch mal die Strichfarbe zu überprüfen. Sei nicht böse - Es sieht eben für mich doch zu sehr nach Hämatit aus. Eventuell solltest Du den Strich auf dem Porzellan etwas verreiben, damit wirklich die Farbe des Mineral-PULVERS sichtbar wird. Dazu eignet sich z.B. ein Stück Plastik oder einfach mit der Fläche des Fingernagels  - sollte dann aber nicht rot lackiert sein  ;D ;D   Die Strichfarbe vom Hämatit ist übrigens nicht knallrot, sondern eher rost-rot.

Ganz wichtig wäre auch, eine Information über die Härte zu bekommen und zu wissen ob das Mineral spröde ist oder eher mild. Beides kannst Du mit einer Nadel testen. Wähle dazu eine einzelne größere Kristallfläche, wie z.B. auf dem 2. Bild am linken Rand zu sehen, überprüfe, ob die Nadel einen  Kratzer hinterlässt. Ist der Rand des Kratzers zackig ausgebrochen oder eher eine glatte Vertiefung, lösen sich dabei eventuell Teile in auffälliger Weise oder Form ab ? Um das zu beobachten solltest Du eine Lupe benutzen!

Hilfreich wäre eventuell auch noch ein Detailfoto. Bei so stark glänzenden Sachen geht das am besten bei bedecktem Himmel im Freien.

Viele Grüße
Thomas

Offline Lisa010

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #11 am: 22 Oct 14, 20:03 »
Hallo Thomas,
bin ganz aufgeregt. Freue mich über deine Fragen.
Ich hab noch mal die Strichfarbe geprüft, könnte auch braun sein aber was rötliches kann ich nicht erkennen. Bin aber leider kein Fachmann.
Der Nadeltest hat einen Kratzer mit glatter Vertiefung hinterlassen.
Alles deutet auf Hämatit hin, dünne kleine schwarze Schüppchen, die sich leicht ablösen lassen.
Habe Bilder angehängt, vielleicht kannst du da mehr erkennen.
Bin schon auf deine Antworten gespannt.
Viele Grüße
Kathrin
« Letzte Änderung: 22 Oct 14, 22:26 von slugslayer »

Offline Jochen1Knochen

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #12 am: 22 Oct 14, 21:21 »
Hallo!
Granit mit Biotit,aber die schwarze Schicht ist schwer zu erkennen.Biotit ist dabei,aber da kann auch Schörl dabei sein.
Wie groß ist denn überhaupt das Stück?Wenn das ein größeres Stück ist,dann ist es Fremdmaterial,wenn das aber nur ein Mini ist,dann kann es vom Saalband eines dortigen Pegmatits sein.Deshalb sind Größenangaben auch manchmal wichtig!Man kann vom Foto her die Körnigkeit des Materials nicht schätzen.
Gruß Jens

Offline Lisa010

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #13 am: 22 Oct 14, 22:02 »
Hallo,
ja du hast ja recht, die Maßangaben sind wichtig.
Gewicht: ca. 400g
Maße: ca. 8 x 7 x 5 cm

Viele Grüße
Kathrin

Offline harzgeist

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Re: Pegmatit mit Schörl oder???
« Antwort #14 am: 23 Oct 14, 00:19 »
Hallo,

nach der Größe wollte ich auch gerade fragen. Könnte vom Fo (kenne ich zwar nicht aus eigener Anschauung) also noch passen. Ja, Biotit ist sicher dabei: die kleinen schmalen Kristallpakete zwischen den Feldspäten. Der schwarze Bereich im 1. Bild rechts unterhalb der Diagonale könnte durchaus Schörl sein, ist aber leider kaum was in dem Bereich erkennbar, man sieht nur helle Lichtreflxe und daneben ein schwarzes Nichts  :(  Gerichtetes Licht -wie am Schattenwurf deutlich sichtbar- sollte bei stark reflektierenden Objekten deshalb unbedingt vermieden werden.
Aber bei dem interessierenden Mineral geht es offensichtlich weder um Biotit noch um Schörl und auch nicht um Hämatit. Die Strichfarbe ich SCHWARZ oder wenigstens dunkel braun (grau). Bin auch schon am Überlegen, ob und wie ??? bei der Strichprobe eventuell was falsch zu machen ist. Ich fasse mal zusammen, das gesuchte Mineral hat:

- eine schwarze Farbe
- Halbmetallglanz(?)
- schwarzen/braunen Strich
- Härte unter ca. 5-6
-sehr gute Spaltbarkeit in nur einer Richtung (vermutlich)

Kathrin, könntest Du noch mal den Eindruck beschreiben, den Du bei der Nadelprobe hattest. Klar, das ist immer subjektiv, aber irgendwie müssen wir ja weiter kommen - und Du Erfahrung sammeln!  Also Du hast die Probe doch an einem einzigen Kristallfläche vorgenommen, also NICHT über mehrere Kristalle gekratzt !? Ist die Nadel mehr "soft" darüber geglitten und hat trotzdem eine Spur hinterlassen oder war es mehr ein Kratze, das man vielleicht sogar hören konnte? Ist die hinterlassene Rille glänzend oder rauh ? Kannst Du neben der Spur irgend welchen Abrieb/Splitter oder eventuell seitlich eine Wulst erkennen ? Hast Du an ser Spur selbst oder am Abrieb irgend eine Farbveränderung (evtl in Richtung grau oder braun) wahrgenommen?
Vorteilhaft wäre es, wenn Du diesen diesen Test auch mit andern Mineralen, die Du kennst durchführen könntest, um ein Vergleichsergebnis mitteilen zu können.

Als nächsten Test löse mal eine möglichst dünne, aber große Schuppe/Plättchen ab und lege es auf eine weiche, weiße  Unterlage (z.B. Scheibblock). Betrachte es mit der Lupe und drücke WÄHREND DESSEN mit der Nadelspitze erst vorsichtig, dann stärker mittig darauf und beobachte, was passiert. Bricht es sofort? lässt es sich verformen ohne gleich zu brechen? Wenn ja, federt es elastisch zurück oder lässt es sich biegen wie ein Stück Alufolie? Wie sehen die Bruchstücke aus? Glatter Bruch oder Aufspaltung in weitere noch dünnere Plättchen? Kann man evtl. gleiche, sich (öfter) wiederholende Winkel der entstehenden Scherben feststellen? Wie verhalten sich die Bruchstücke im Moment des Bruches? Springen sie weg oder bleiben sie neben der Nadelspitze liegen?
Auch hier kannst Du gerne mal ein paar Vergleichstests mit bekannten Mineralen (z.B. Glimmer, Gips usw.) machen.

Thomas


 

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