Mich würde mal interessieren, wie eure Meinung zu Folgendem ist:
Als ich noch jung (und schön) war, gab es nur "Mineralien-Tauschtage", bis dann die ersten Geschäfte im wahrsten Sinne des Wortes unter dem Tisch mit Bargeld abliefen. Man möge es mir verzeihen, aber angefangen hat das mit polnischen Schwefel-Baryt-Stufen. Egal, Schwamm drüber.
Die Tauschtage sind bei mir dennoch in guter Erinnerung geblieben, nicht nur (oder vielleicht doch auch deshalb?), weil man als "Ling" auch mal ein Stüfchen ohne Bares ergattern konnte, wenn der Gegenüber erkannte, dass man nicht nur ne Eintagsfliege mit sich rumschleppt, sondern echt interessiert war. Mir hat ein Steiger vom Sauberg eine Quarzstufe geschenkt mit den Worten: "Ich find schu a wiedr mol wos...". Und die ersten Micro-Mount-Tauschtage waren auch noch so beschaffen, dass da überhaupt keine Preise kursierten, jeder sich hinter die Kisten des anderen hockte und man sich Geschichten ums Sammeln erzählte. Dabei kam es vor, dass auch mal drei Stüfchen gegen eines die Besitzer wechselten.
Im Verlaufe von einigen Sammel-Jahren hat sich einiges an Material angesammelt, was nicht in die Sammlung kam, aber zu schade zum Entsorgen war. In Anbetracht der vielen bunten Schaustufen mute ich es mir nun bloß nicht mehr zu, mit diesen kleinen Nettigkeiten auf Börse zu gehen. Ich trag da mehr Frust davon, als was es mir Spaß macht...
Ist denn wirklich diese Idee tot?
Könnte man nich so etwas erst mal in bescheidenem Rahmen (wer Lust hat, nich: wer Geschäfte machen will...) versuchen?
Einen kostenlosen Raum hätte ich, mit Grill + (etwas) Flüssignahrung zur geistigen Anregung? In der Freiberger Ecke - gemeinsamer Besuch Himmelfahrt? gemeinsame Exkursion???
Ich bin echt auf eure Meinungen gespannt, bisher kannte ich nur ablehnende Meinungen (allerdings von Börsen-Veranstaltern geäußert). Ich glaube noch immer an das Gute im (Sammler-)Menschen...
Micha