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Autor Thema: Stabilisierung von Carnallit ?  (Gelesen 6867 mal)

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Offline giantcrystal

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Stabilisierung von Carnallit ?
« am: 11 Mar 05, 22:02 »
Hallo zusammen

Wir hatten heute bei dem Mistwetter das Glück, in einer Kaligrube bei 25 Grad Wärme und annähernd O % Feuchtigkeit etwas sammeln zu dürfen. Gefunden haben wir recht schöne Carnallitkristalle bis 4 cm in größeren Stufen. Sehen recht prächtig aus...haben aber, wie viele Salze, den Haken, das sie an der feuchten Luft Wasser ziehen und sich mit der Zeit in Flüssigkeit auflösen ;-(

Nun die Frage : Kennt irgendjemand ein Mittel, um Carnallitkristalle langfristig zu stabilisieren, ohne diese gleich in ein Einweckglas zu stecken. Wie schaut es zum Beispiel mit Lackieren per Eintauchen oder Besprühen aus. Oder gibt es noch andere Möglichkeiten ?

Danke, Glück Auf und ein schönes Wochenende wünscht

Thomas

Offline wolfilain

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Re: Stabilisierung von Carnallit ?
« Antwort #1 am: 12 Mar 05, 00:41 »
perimorphose Lack nach Carnallit   :D

:P
naja lackieren würd ich es auch
erst mal trocknen, aber nur auf wohnraum-temperatur/feuchtigkeit
nur kann ich dir nicht genau sagen was ich nehmen würde da bei mir das zerfalls freudigste sylvin ist und das
im grunde bei der normalen raumluft mit zb Haarspray schon stabil ist

Offline McSchuerf

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Re: Stabilisierung von Carnallit ?
« Antwort #2 am: 12 Mar 05, 07:05 »
Zapponlack evtl.. :)

Offline popeye

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Re: Stabilisierung von Carnallit ?
« Antwort #3 am: 12 Mar 05, 09:44 »
Hallo Thomas,
schau doch mal aufhttp://www.gsf.de/Aktuelles/Hensel_5_Info.pdf, dort ist dem Problem der Carnillit-Löslichkeit aus bergmännischer Sicht ein ausführliches Referat gewidmet (interessant v.a. ab Seite 11 des PDF Artikels:
Kurzfassung:Um die Anlösung des Carnillits zu verhindern werden die aufgelassenen Schächte mit gesättigter Mg-Chlorid Lösung gefüllt.Ich weiß, hilft Dir jetzt nicht so unmittelbar weiter,der Sammler wird die Stufe wohl im Trockenen,d.h. unter Glas aufbewahren müssen,weil Carnillit (und da wiederum der Mg Anteil  unter Zimmerbedingungen so hygroskopisch ist, daß er sich auch umgekehrt aus der Lösung durch Verdunstung nicht wieder trocknen läßthttp://www.immr.tu-clausthal.de/~mrms/dmg96_2.html
Die Umhüllung muß halt dicht sein, ob Du das mit Lack o.Ä. (Eingießen in kunstharz.. ;D...HAHAHAHA) dicht genug hinkriegst weiß ich nicht, nur wenns dann doch anlöst schauts noch besch.... aus  wie unter Glas.
Finde ich.

Grüße
Tobias

Offline Godot

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Re: Stabilisierung von Carnallit ?
« Antwort #4 am: 12 Mar 05, 18:41 »
Hallo,

wie es sich genau mit Carnallit verhält weiß ich nicht, aber ich kann meinen Senf mal generell zur Konservierung von hygroskopischen Gegenständen abgeben.

Die beste Möglichkeit, etwas hygroskopisches zu konservieren ist, zu vermeiden, daß Wasser heran kommt. Logisch. Wie bewerkstellige ich das?
1. Dichte Abschottung: Einmachglas, Glashaube (kein Acryl! das lässt Wasserdampf durch), umgedrehtes Aquarium entsprechender Größe, da allerdings die Silikonnähte mit Lack wasserdampfdicht machen.
2. vorhandenes Wasser z.B. aus Luftfeuchtigkeit usw. über ein wassersammelndes Gel aus der Umgebung entfernen. Diese Gele gibt es in Kugelform in allen möglichen Verpackungen, z.B. von Fotoapparaten, Computerzubehör, feinmechanischem Gerät, sogar bei Turnschuhen hab ich sie schon gesehen. Sie sind da meist in ein kleines Briefchen eingepackt. Durch Erhitzen geben sie das gespeicherte Wasser wieder ab und sind dann um so schärfer darauf, Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft zu bekommen. Ein kleines Gläschen von diesen Gelkügelchen mit dem Mineral unter die Haube und das Ganze bleibt nett trocken. Wenn man dann noch etwas Kobaltpapier als Feuchtigkeitsindikator dazu packt und das Gel regelmäßig neu glüht, kann kaum noch was passieren. Wo bekommt man so ein Gel? Im Fotoladen.

schöne Grüße

Tobias

Offline McSchuerf

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Re: Stabilisierung von Carnallit ?
« Antwort #5 am: 13 Mar 05, 16:51 »
Ja, die Kügelchen kennt man auch unter der Bezeichnung 'Silika Gel' und diese können auch in das Kunststoffkästchen gelegt werden, worauf dann das betreffende hygroskopische Mineral, z.B. der Kopeiskit (ein kaliumfreier Kremersit) 'gebettet' wird.

..Manchmal reicht es aber auch schon aus, das Kunststoffkästchen, das eigentlich schon luftundurchlässig verschlossen ist, zusätzlich mit Klebeband abzudichten.

So behält z.B. auch mein selbst gefundener Chalkanthit aus Lavrion seit 1998 seine frische tiefblaue Farbe! (siehe Fotos im Lexikon). :)

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 13 Mar 05, 16:53 von McSchuerf »

Offline Frank de Wit

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Re: Stabilisierung von Carnallit ?
« Antwort #6 am: 14 Mar 05, 07:40 »
O ja...
und einige bilder sind hier von dieser Carnalit  ;D
http://www.strahlen.org/forum/viewtopic.php?t=132

Offline McSchuerf

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Re: Stabilisierung von Carnallit ?
« Antwort #7 am: 14 Mar 05, 20:06 »
Phänomenal!! Glückwunsch mal wieder an FdW zu den tollen Bildern und Riesenfunden!! :D ;D

Gruß Peter, der auch mal strahlen.org herzlich grüßen möchte!.. :)

Offline Philip Blümner

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Re: Stabilisierung von Carnallit ?
« Antwort #8 am: 14 Mar 05, 20:16 »
Jetzt mal abgesehen vom Carnallit....was für Riesenhalite!! OMG

Offline Frank de Wit

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Re: Stabilisierung von Carnallit ?
« Antwort #9 am: 14 Mar 05, 20:56 »
Ich bin noch nicht fertig mit die tekst uzw
aber die bilder sind schon hier:
http://www.strahlen.org/vp/de/merkers/
 ;D

 

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