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Wettbewerb bester Eigenfund 2014
Sebastian:
Mein bester Eigenfund stammt aus dem Steinbruch Bögl. Es hadelt sich um eine kleinere Stufe mit grünlichem
Fluorit und lila Strahlungshöfen von weggelöstem Uraninit. (Beschrieben im Lapis-Artikel über den Steinbruch)
Die Stufe ist unbeschädigt, nur die Kanten sind parkettiert und sehen aus wie weggebrochen.
Die Stufe konnte aus einem kleineren Gang auf der untersten Sohle geborgen werden.
Gruß Sebastian
raritätenjäger:
Hallo,
sehr viele Eigenfunde habe ich dieses Jahr wieder mal nicht gemacht. Eine Sache, die mehr der Historie wegen interessant war, war eine Befahrung der Grube Weintraube bei Lerbach im Harz (Nachexkursion der VFMG-Sommertagung im September). Die Strossenbaue auf dem unteren Stollen sind schon eine beeindruckende Kulisse. Das Besuchen solcher Lokalitäten ist für mich gar nicht mehr unbedingt mit der Hoffnung verbunden, dort etwas zu sammeln, sondern mehr einen unmittelbaren Bezug zu haben zu den klassischen Stücken in der Sammlung. Man ist dort gewesen und hat sich angesehen, wo all die schönen Dinge zu früheren Zeiten mal hergekommen sind. Sieht die geologischen und bergbaulichen Verhältnisse vor Ort und bekommt somit eine engere Beziehung zu seinem Sammlungsmaterial.
Gefunden habe ich dennoch etwas. Obwohl, ehrlicherweise war es gar nicht ich, sondern ein älterer Herr, der ebenfalls an der Exkursion teilnahm. Ich bin dennoch so frei, den Fund hier ins Rennen zu schicken. Ein schönes Hämatitgangstück, das hatte ich mir schon erhofft, zugegeben. Auf die Idee ist aber sicher auch schon der ein oder andere Mineralienfreund gekommen, der die Grube besichtigen konnte. Hämatitbrocken zum Zugreifen, freilich, aber alles rotbraune Masse, keine Zeichnung, nix. Ja, drei oder vier Brocken liegen herum, schön gemasert mit Eisenglanzflittern und braunem Siderit eingeschlossen, schöne Gangstücke. Nachteil: Durchmesser 40 cm und zentnerschwer. Schon ist der Sammler am schimpfen: alles, was taugt ist riesengroß und der Rest das Mitnehmen nicht wert. Eine leise Stimme hinter mir: "Dann nehmen Sie doch den hier, schenk ich Ihnen, mir ist das zu groß, ich kann damit nichts anfangen". Die Kopflampe beleuchtet ein abwechslungsreiches Gangmaterial aus Hämatit, Jaspis, Quarz und Siderit. 12 cm breit, hübsche Kabinettgröße. Mein Gangstück, was ich erhofft habe. Vielen Dank auch an dieser Stelle für den mir unbekannten Finder.
Gruß
Andreas
gsiberger:
Hallo!
Nun auch noch mein bester Eigenfund 2014, das "Otto Normal"-Mineral Calcit
Nachdem ich ohne große Erwartungen Anfang Juli zu meiner ersten selbst entdeckten Fundstelle in Vorarlberg aufbrach, wurde ich im Laufe des Tages noch äußerst positiv überrascht! Die Fundstelle lieferte in der Vergangenheit sehr komplexe Zwillinge und vielflächige Kristalle, die in Vorarlberg sehr selten sind. Sie erinnern mich immer an die Stücke aus Landelies in Belgien.
Nachdem ich über längere Zeit mit schwerer Arbeit einen schmalen Riss verfolgte, weitete er sich plötzlich zu einem handbreiten Spalt. Die vielflächigen Kristalle wurden immer größer und größer, bis zu Ausmaßen wie sie an dieser Fundstelle nicht bekannt waren - obwohl ich in den letzten 10 Jahren öfters dort war und mittlerweile zwischen 5 und 10 m³ Felsen bewegt habe. Noch einmal überrascht war ich zu Hause beim Waschen - und zwar von der starken Qualität der Kristalle: sehr klar und durchscheinend, mit hochglänzenden Kristallflächen. So etwas konnte davor nicht annähernd geborgen werden!
Es ist dort sehr schwierig, schöne Stufen zu bergen, da die Kristalle nicht besonders fest auf der Matrix sitzen. Umso mehr freute ich mich über drei perfekte Handstufen mit mehreren aufgewachsenen Kristallen.
Das Foto zeigt die beste Stufe des Fundes, die mit zu den besten Calciten aus Vorarlberg bzw. Österreich gehört. Der Fund hat mich wirklich sehr gefreut, vor allem weil mich die Fundstelle nach 10 Jahren noch so überrascht hat!
Fundort ist Buch/Vorarlberg/Österreich
Schöne Grüße,
Johannes
bogeyman:
Hallo,
auch ich möchte mich wieder beteiligen.
Das Sammeljahr 2014 war für mich, trotz des mäßigen / schlechten Sommerwetters, ein gutes Jahr.
Ich konnte wieder tolle Touren mit guten Freunden unternehmen und schöne Stunden in den Bergen verbringen.
Mein bester Eigenfund stammt aus den Bündner Bergen.
Ich habe dieses Jahr mit einem guten Freund an seiner Kluft weiterarbeiten dürfen (sogar bis in den Oktober hinein als Jahresabschluss :) ). Wir konnten dank harter Arbeit viele tolle Kristalle und Stufen bergen, darunter auch Einzelkristalle bis knapp 30 cm Länge.
Der beste Eigenfund ist jedoch deutlich kleiner, aber dafür wunderschön ausgebildet :)
Es handelt sich um einen 5 cm langen und wasserklaren Bergkristall-Doppelender auf Albit-Matrix - gefunden im Juni 2014.
Ich freue mich auf weitere Beiträge!
Viele Grüße
Rübezahl:
Hallo,
Ich bin das erste mal beim Wettbewerb dabei...
und möchte eine Quarzstufe aus dem Erzgebirge ins Rennen werfen.
Im Frühling 2014 war es mal wieder soweit um den Steinbruch an der Hakenkrümme in Aue aufzusuchen.
Die Gegend um Aue ist bekannt für gute Quarzfunde und besonders
die Stufen aus der Hakenkrümme zeichnen sich durch eine beachtliche Größe aus.
Es war ein sonniger Tag und die Vorfreude auf gute Funde war groß.
Am besagten Steinbruch angekommen wurde erstmal das Gelände
observiert da mit dem Betreiber des Bruchs nicht gut Kirschen essen ist...
Leider wurde nicht frisch gesprengt und meine Laune verschlechterte sich.naja was soll`s
An der 2ten Sohle angekommen untersuchte ich herumliegende Brocken und den Quarzgang selber konnte aber nur derbes Material ohne freistehende Kristalle finden und wenn dann waren die Kristalle mit einer dicken Roten bis
kackbraunen Rostschicht überzogen was für die die Hakenkrümme eigentlich typisch ist.
Resigniert und erschöpft trat ich den Rückzug an.
Ich nahm eine Abkürzung über eine Geröllhalde um auf die höhere Sohle zu gelangen.Fast oben angekommen fiel mir ein größerer Block rechterhands auf der mit Quarz besetzt war.
Mit einem waghalsigen Klettermanöver kam ich näher ran und konnte erste Kristallspitzen erfühlen die sich in einer Art Tasche befanden.Nachdem ich den daraufsitzenden Block entfernt hatte war meine Freude groß.
Als erstes konnte ich eine Stufe von klaren radialstrahlig angeordneten Quarzkristallen(Quarzsonne) finden,dann noch eine kleineres Grüppchen.
Und als Creme de la Creme kam dann noch eine Großstufe von 20 x 11 x 7cm(siehe Foto).
Alle Stufen waren von einer zähen Roten Lehmschicht umgeben und einen
gelblichem Limonitpulver(?),die aber schon mit dem Fingern zu entfernen war.
Ohne Worte..Ich war überglücklich und schnürte schnellstens meinen Rucksack
um nicht noch meine meinen Fund mit anderen Teilen zu müssen ;D
Zuhause reinigte ich die Stufen in Regenwasser und einem anschließendem Oxalsäurebad.
Die Freude war Riesig als ich die Klaren Kristalle sah.
Für mich und für die Hakenkrümme ist dies ein außergewöhnlicher Fund und anbei noch ein
schönes Andenken an einen wundervollen Sammeltag im Erzgebirge.
ps.:Die Fotos der anderen Stücke habe ich auch hochgeladen.
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