Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals
Metall, aber welches?
Reinhold:
Hallo Mario,
solltest du noch ein Stück Flint (Feuerstein) haben, wäre auch ein Praxistest vielleicht hilfreich.
Siehe:
http://www.chemieunterricht.de/dc2/pyrit/pyrit_06.htm
Beim aufeinanderschlagen riecht es auch nach Schwefel.
Viel Glück beim Feuermachen.
Glück Auf
Reinhold
CRYSTALLOGIC:
Eher unwahrscheinlich, dass das ne Pyrit/Markasit-Knolle ist - es sei denn, sie ist dort erst vor kurzem jemandem aus der Tasche gefallen*, oder so (verträgt sich nicht besonders mit Wasser, d.h. die Oberfläche wäre eher rissig und rauh, als so glatt) ...
Sollte der Strich metallisch glänzen (dem Bild nach gibt es da offensichtlich verschiedene Interpretationen) kann es kein Pyrit/Markasit sein.
Tenazität meint den Grad der Sprödigkeit, der, was Mineralienbestimmung angeht, mit ein paar Zwischenstufen von sehr spröde (zersplittert bei Krafteinwirkung) bis hin zu duktil (läßt sich verformen ohne zu splittern, wie z.B.Gold) geht. Und das läßt sich i.d.R. schon gut beim Strichtest erkennen.
Gruß
edit: * im Übrigen würde Pyrit/Markasit die mechanische Beanspruchung, die zur Erzeugung so einer glatten Oberfläche per `Abrollung´ notwendig wäre, wohl eher nicht überstehen.
loismin:
Hallo.
Härte wäre hier auch mal interessant !
Loismin
Gringo:
Ja, die Wasser-"Verträglichkeit" macht mir schon seit einer ganzen Weile Sorgen. Man vergleiche nur Bild A und B. Beide stammen aus dem selben Flussbett. Bei A ist das Pyrit sehr gut und bei B gar nicht mehr erhalten (B weist nur noch Spuren auf). Darwin würde sicher die Zeit dazwischen schieben - doch reicht das wirklich aus? Sicher gibt es auch Unterschiede in der Zusammensetzung - wie die Farbe oft schon signalisiert. Und vielleicht spielt dabei auch die Matrix eine Rolle. A stammt zudem aus einem kleinen Becken mit Wasserfall - B nicht. Und könnte es denn auch sein, dass das organische Ausgangsmaterial, der Grad der Komprimierung oder verschiedene Bakterien-Stämme ausschlaggebend für die Zusammensetzung sind?
Die Tenazität, also der Grad der Sprödigkeit, ist duktil (lässt sich verformen ohne zu splittern, wie z.B.Gold oder Blei?). Demzufolge ist es also nicht sehr hart und auch nicht spröde. Bild C zeigt metallischen Glanz - Kratzer mit Messer (unten, rechts von der Mitte).
Apropos: Beim Bild (Fund) von gestern war der Schwefelgeruch beim Brechen definitiv da. Ich hatte schon gedacht, dass er von der weißen Oberfläche stammt und auf eine heiße Quelle zurückzuführen sei (hatte mich schon gefreut). Als ich der Sache dann aber nachgehen wollte, war er schon wieder weg - als Praxistest aber durchaus geeignet (danke für den Tipp). Könnte es denn dann aber nicht auch sein, dass der als Gletschermumie berühmt gewordene „Ötzi“ vor etwa 5300 Jahren seine Birkenporlinge bei sich trug, weil er sie zum Feuermachen brauchte und gar nichts von ihrer antibakteriellen und antibiotischen Heilkraft wusste?
Wenn also kein Pyrit - was dann? Blei?
Viele Grüße aus Taiwan
CRYSTALLOGIC:
Hallo,
Na das ist doch schon mal sehr gut zu wissen (Tenazität), dann kann man also auch davon ausgehen, dass der Strich tatsächlich metallisch glänzend ist.
Je dünner und gleichmäßiger auf der Oberfläche verteilt die äußere metallische Schicht, desto unwahrscheinlicher, dass es ohne menschliches Zutun entstanden ist. (ich geh mal davon aus, dass es nur ein Belag ist und dir aufgefallen wäre, wenn er ungewöhnlich schwer wäre)
Ich würde das Teil ja am liebsten mal im Querschnitt sehen, du magst ihn aber sicher lieber heil lassen nehme ich mal an, oder ?
Du hast geschrieben, dass der ´Metallmantel´an einigen Stellen fehlt - und wie sieht´s nun also dort aus ?
Gruß
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln