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Autor Thema: Diaphorit ?  (Gelesen 3839 mal)

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Offline uwe

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Diaphorit ?
« am: 30 Sep 15, 13:50 »
Ich habe mich neulich wieder mal mit meinen Bräunsdorf-Funden befaßt. Dabei ist mir ein Kristall (ca. 2 mm) mit deutlicher Kristallform aufgefallen. Ich vermute es handelt sich um Diaphorit. Auf dem Kristall ist ein Belag aus "hydrothermalen Staub". An einer winzige Stelle sieht man jedoch, daß der Kristall im Inneren hochglänzend ist. Wenn ich die mir zur Verfügung stehenden Kristallzeichnungen vergleiche, könnte es auch Plagionit sein.

Was meint Ihr?

Gruß
Uwe

Offline thdun5

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Re: Diaphorit ?
« Antwort #1 am: 30 Sep 15, 14:18 »
Hallo,

ohne Analyse wird es hier denke ich schwierig werden. Andorit (neuer Name Senandorit) und Freieslebenit sind auch ganz ähnlich.
Diaphorit besitzt eigentlich fast immer eine typische Längsstreifung, die auf dem Bild nicht so richtig erkennbar ist.

Sieht aber auf jeden Fall interessant aus.

Gruß
Daniel

Offline uwe

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Re: Diaphorit ?
« Antwort #2 am: 30 Sep 15, 14:37 »
Die Längsstreifung auf der Seite die nach unten zeigt ist schon da. Eine Analyse scheidet aus, da ich nur diesen Kristall habe und nach der Analyse im besten Fall weis, was ich mal hatte. Aber danke für die Einschätzung.

Gruß
Uwe

Offline Fabian99

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Re: Diaphorit ?
« Antwort #3 am: 30 Sep 15, 14:58 »
Hallo Uwe, nein, Widerspruch: Raman und meist auch EDX sind nicht zerstörend!

LG

Offline Pyromorphit

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Re: Diaphorit ?
« Antwort #4 am: 01 Oct 15, 08:14 »
Hallo Uwe,

wenn´s Dich interessiert - ich habe einige sicher bestimmte Diaphorite von der Typlokalität zu Hause. Da könntest Du Dein Stück mitbringen und wir könnten es vergleichen. Ich denke mal 10 min brauchst Du bis zu mir. In Mineralienwelt 3/2004 steht außerdem der Bericht zu Bräunsdorf.

Glück auf

Heiko

Offline cmd.powell

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Re: Diaphorit ?
« Antwort #5 am: 05 Oct 15, 04:12 »
Moin Uwe

Falls es sich bei den farblich identischen Bröseln unterhalb des fraglichen Kristalls um das selbe Mineral handelt, hättest Du auf jeden Fall mehr als genug Material für ein EDX.

@Inkognito-Frank: EDX ist zwar nicht zerstörend, allerdings sehen mit Gold gesputterte Stufen zwar echt goldig aus, aber nicht mehr so wirklich natürlich  ;) Da muss man erstmal jemanden finden, der auch mit z.B. Kohlenstoff sputtert...

Offline Fabian99

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Re: Diaphorit ?
« Antwort #6 am: 17 Oct 15, 17:13 »
Hi - auch ohne Sputtern bekommst du die Aufladungen gut in den Griff. Du musst einen Finde nder auch schon mal mit den Parametern spielt.

LG

Offline Emil Box

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Re: Diaphorit ?
« Antwort #7 am: 17 Oct 15, 22:23 »
Oder ein Anti-statik Mittel aufsprühen habe ich auch mal erlebt.
Milo

Offline cmd.powell

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Re: Diaphorit ?
« Antwort #8 am: 21 Oct 15, 04:53 »
Hi - auch ohne Sputtern bekommst du die Aufladungen gut in den Griff. Du musst einen Finde nder auch schon mal mit den Parametern spielt.

LG

Schon richtig. Der Diaphorit in spe ist wahrscheinlich ohnehin leitfähig genug, nur der Quarz dürfte schön "hell" aufleuchten. Ist nur noch die Frage, wie groß ist das Stück und bekommt man das in die Probenkammer. Ich "habe" zwar ein REM, wo man theoretisch auch einen Hammerkopf reinlegen kann, aber das hat leider kein EDX dran...

Offline Günter Blaß

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Re: Diaphorit ?
« Antwort #9 am: 21 Oct 15, 13:26 »
Hi,
ich habe mich bei solchen EDX-Problemen (in situ Messung auf der Stufe) folgendermaßen geholfen.
Stüfchen in leitfähiger "Knete" auf Probenträger fixieren, darauf achten, dass der Weg vom xl zum Detektor frei bleibt, eine winzige Markierung (Pfeil) in Richtung des zu untersuchenden xls anbringen (wegen der besseren Auffindbarkeit im Raster), zusätzlich mit C- oder Cu-Leitband das Stüfchen rundum mit dem Alu-Probenteller verbinden (lässt sich später leicht entfernen). Auf diese Art habe ich bisher auch ohne Sputterung immer Erfolg gehabt, konnte sogar ohne Probleme REM-Fotos machen.
Am einfachsten wäre natürlich ein winziger, glatter Splitter des zu untersuchenden xls in Leit-C Pads gedrückt. Es geht meist aber auch, indem man eine winzige Menge Pulver vom zu untersuchenden Kristall mit einer feinen Nadel vorsichtig abschabt und dann auf das Pad aufbringt.
Bei den zigtausend von mir durchgeführten EDS-Analysen an Mineralien habe ich nur in wenigen Einzelfällen, wenn ein besonders stark vergrößertes REM-Foto erwünscht war, die Probe mit Ag, Pt oder C-beschichtet.

Die benötigten Materialien sind als Verbrauchsmaterial im Zubehörhandel erhältlich.

MfG u. GA
Günter Blaß




 

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