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"Luftdichte" Montage von Salzminerale in MM-Dosen
Kluftknacker:
Vielen Dank für die konstruktiven Antworten.
Ein Problemstück ist zu montieren: Das Salz hat einen Füssigkeitseinschluss (Libelle) mit Gasblase. Kann das im "Ofen" überleben?
Glückauf!
felsenmammut:
Glück Auf!
Bei dem Stück mit Libelle würde ich die Ofenbehandlung nicht riskieren. Alternativ sollte ein Ort mit möglichst niedriger Luftfeuchte gesucht werden. Der Luftfeuchtigkeitsbereich, in dem die Salzminerale (v.a. Halogenide) stabil sind, ist bekannt. Ich habe schon entsprechende Tabellen gesehen, aber gerade nicht verfügbar. Eventuell kann da jemand anders aushelfen.
Da viele Klimaanlagen für Räume auch als Entfeuchter fungieren, könnten dort die Luftfeuchtigkeiten niedrig genug sein. Das ließe sich gegebenenfalls mit einen Hygrometer überprüfen. Möglicherweise reicht schon eine längere Autofahrt mit Klimaanlage, um die Luftfeuchtigkeit ausreichend zu senken. Am Ende der Fahrt erst die Salze eindosen, die Dosen versiegeln und dann erst aussteigen und die guten Stücke wieder in die Sammlung tragen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
Fabian99:
Hallo,
ein Bekannter hatte sein Handy in der Hosentasche bei einer Schaumparty. Ergebnis ist klar, Wasserschaden.
Das ganze in ein leeres Gurkenglas mit frisch regeneriertem Silikagel gelegt und drei Tagen funktionierte es wieder.
Dabei lag ein Hydrometer mir im Glas. die Luftfeuchtigkeit war nicht messbar - oder besser gesagt so tief, dass das Gerät jetzt einen Schaden hat (ca 20% zuwenig relative Feuchte).
Lange Rede kurzer Sinn: Zum Trockenen der Proben und Dosen - falls zulässig und keine Hydrate vorhanden sind - reicht eine Menge Silika-Gel und ein verschliessbares Gefäß. Da kommt du tiefer als mit jeder Klimaanlage.
MfG
cmd.powell:
Moin
Für solche heiklen Fälle unterhalte ich sein fünf Jahren einen Trockenschrank, bei dem ich regelmäßig das Trockenmittel wechsle (alle 3-4 Monate). Carnallit und die meisten Salzminerale sind dabei das geringste Problem, da Carnallit bei mir in der Wohnung auch ohne Schutz nicht zerfließt (außer vielleicht, wenn man wieder fünf Tage Dauerregen ist). Haariger sind die Fumarolenminerale, wo mir vom Verkäufer und Finder geraten wurde, die nur über Trockenmittel zu lagern, da selbst silikongedichtete Mineraliendosen nicht ausreichen. Einzige Möglichkeit hier sind ein Trockenschrank oder in Glasröhrchen einschmelzen (was bei Handstücken eine echte Herausforderung wird).
So etwas wie Melanterit lagere ich über entsprechender Mutterlösung in gummigedichteten Einmachgläsern, da z.B. Melanterit nicht hygroskopisch ist, sondern austrocknet.
Ansonsten kann ich Inkognito-Frank nur recht geben und würde auch "nur" eine verschließbares Gefäß + Silikagel verwenden. Mit Erhitzen im Backofen wäre ich vorsichtig, da man hierbei schnell Verspannungen (Stichwort: Thermische Ausdehnung) erzeugen kann.
@Inkognito-Frank: Bei gefluteten Elektrogeräten verwende ich die Kombination "Spülen mit destilliertem Wasser" + "Tauchen in 2-Propanol". Das Gerät läuft meist nach wenigen Stunden bis maximal einem Tag wieder - oder nie mehr, aber das liegt dann nicht an der Behandlung, sondern an internen Kurzschlüssen beim Fluten (hatte ich bisher nur einmal bei einem Fotoapparat, der im Pazifik gebadet hatte).
Fabian99:
schnipp: Anleitung zum Waschen : schnipp. Im Prinzip ja, nur bei Anwendungen mit Displays bin ich vorsichtig. Da es hier Feuchtigkeit war und kein Salzwasser habe ich auf die einfache Variante zurückgegriffen.
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