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Altersstruktur der Sammler
Sebastian:
Hallo,
Warum sollte man sich vom Min. Studium abbringen lassen? Das ist eine sehr komische Ansicht, Argumente gibt es dafür kaum.
Und das Verleger sich nach den Gesetzen des Marktes handeln ist auch nichts neues. Angebot und Nachfrage.
Also mir wird hier zuviel geseufzt. Ist doch recht egal wie viele sich dafür interessieren, geht raus und sammelt Steine. Im Idealfall zeigt ihr das auch anderen und begeistert sie damit. Wenn nicht, auch egal.
Gruß Sebastian, 22
P.S.: Im Erzgebirge gibt es überhaupt keinen Mangel an Sammlern. Und auch nicht an Fundstellen, auch wenn es weniger werden. Die Region spielt natürlich auch eine Rolle.
Nathan:
Hallo Sebastian,
das es manche Verleger erwischt, ist gewiss nichts Neues. Doch ist es immer schwerer an Literatur zu kommen. Da diese nicht mehr verlegt wird, es keine neuen Bücher gibt, bleibt nur der Weg ins Antiquariat, wo die Preise meist exorbitant hoch sind. Und jeder schöne Stein, gewinnt mit Wissen das man um ihn erwirbt. Man muss sich ja auch mit der Theorie auseinandersetzen. Daher mein Einwand.
Gruß
Philipp
Frank de Wit:
Bzl. Geomineralogisches Studium
sehe http://www.geosociety.org/gsatoday/archive/25/12/article/i1052-5173-25-12-36.htm
"up to 185.000 new geoscientists will be needed. Graduation rates in U.S. geoscience programs are slowly increasing but still lack the capacity to produce such numbers by 2022. The result is a projected shortfall of 135.000 trained geoscientists within the next decade".
gsiberger:
Hallo,
ich stimme Sebastian da voll und ganz zu. Auch in den Alpen gibt es recht viele, die bereits jung mit dem Strahlen beginnen. Und noch mehr, die dann mit 30 aufwärts auf den Geschmack kommen. Ich gehe keinesfalls davon aus, dass in 50 Jahren Mineraliensammler ausgestorben sind. Die Nachfrage mag vielleicht gerade schwach sein, doch das kommt garantiert wieder.
Die Popularität der verschiedenen Hobbys schwankt nun mal wie alles andere auch. Gerade jetzt wo die Zahl der Alpinsportler stark steigt (insbesondere Klettern) und Sport in der Natur "in" ist, wird früher oder später auch die Zahl der Mineraliensammler wieder steigen. Es kommen einfach viel mehr Leute in Kontakt mit der Materie und die saugts dann wie uns in das schwarze Loch, genannt Mineralien sammeln. Da gibts kein Entrinnen ;D
Das Geologiestudium in Wien ist jedenfalls gut gefüllt, kann ich euch berichten.
Grüße,
Johannes (24)
ger steinn:
--- Zitat von: Frank de Wit am 01 Dec 15, 17:53 ---Wenn ich nach meine Jugendzeit zuruck fliege, dann hat (fast) jeder in meiner Jugendzeit etwas gesammelt. Briefmarken, Fussballkarten, Streichholzdosen, was auch immer, aber, etwas. Ich habe das Gefühl, bitte korrigiere mich, das im allgemeinen aber viel weniger gesammelt wird. Vielleicht sammelt man heutzutage vor allem "Status"?
--- Ende Zitat ---
Das ist auch meine These, dass das systematische Sammeln an sich, aber besonders das Sammeln von Naturalien (Mineralien, Fossilien, Insekten, Pflanzen etc. pp) bei der Generation <29J stark nachlässt.
"Gesammelt" werden heute eher Eindrücke/Erlebnisse/Abenteuer, gerne auch gebannt auf jpg und mp4, zum upload auf Whats App und Youtube. Sehe das ganz ohne Wertung, die Zeiten ändern sich halt.
Ich glaube auch nicht, dass man durch Alpinsport zum Mineraliensammeln findet. Die Kletterer in meinem Bekanntenkreis jedenfalls hätten zuallerletzt die Geduld tagelang nach Klüften zu suchen und sie mühselig zu entleeren. In der Zeit könnte man ja sieben Routen gehen und sechs Gipfelbucheinträge schaffen...
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