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Autor Thema: Altersstruktur der Sammler  (Gelesen 32722 mal)

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Online ger steinn

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #30 am: 01 Dec 15, 15:10 »
Das Nachwuchs-Problem setzt aus meiner Sicht auf mehreren Ebenen und viel grundlegender an.
Zum einen die grundsätzliche heutige Unterpräsenz der Erdwissenschaften bzw. der Naturaliensammelei im Allgemeinen.
Zu meiner Schulzeit (ich bin Jahrgang '79) gab es noch geologische und biologische Schulsammlungen, mein erster Kontakt mit der Materie. Aber selbst damals wurden die geologischen Stücke kaum in den Unterricht eingebunden – sie waren schlicht nicht mehr im Lehrplan. Wenigstens im Biologieunterricht sind wir noch raus gegangen und haben selbst Blätter und Pflanzen gesammelt und präpariert/archiviert. Gibt es das heut noch?
Zudem kommen im öffentlichen Leben und in den Medien Mineralogie/Geologie thematisch quasi nicht vor. Archäologie und Paläontologie okay, aber "Steine sammeln" - das muss ich fast immer grundsätzlich erklären und die meisten verstehen's trotzdem nicht.
Also wie soll dann ein Grundinteresse an der Materie, aus der eine Sammelleidenschaft  erst wachsen kann, entstehen?

Wenn, dann nur durch persönliche Kontakte und schnelle Sammelerfolge. Da sind wir schon bei dem Punkt, den Gerhard bereits angesprochen hat. Besteht ein Grundinteresse, dann erwarten Anfänger schnelle und möglichst attraktive Funde, doch wo gibt es die noch, selbst bei fachkundiger Führung? Und wo darf man überhaupt noch legal sammeln, wenn in Steinbrüchen Kameras installiert werden und selbst auf Althalden der Wachschutz patrolliert?! Der Rückgang der Fundstellen und Fundqualitäten dünnt schon die Zahl der langjährigen Sammler im Feld aus, wie frustrierend muss es dann erst für einen Anfänger sein und da spreche ich aus eigener Erfahrung? Strapazen werden für andere Outdoor-Aktivitäten auch auf sich genommen. Aber beim Klettern, Wandern oder Geocaching ist das Erfolgserlebnis eher garantiert, genau wie die gesellschaftliche Anerkennung.

Zudem, und da sind wir wieder bei der Generation Iphone, leben wir in einer Zeit rapide zunehmender Virtualisierung. Musik, Bilder, Videos, Bücher (bis hin zu Sozialkontakten), alles passt auf winzigste Datenträger mobiler Endgeräte, keiner braucht es sich mehr materiell zuzulegen. Der Bezug zum „Greifbaren“ schwindet, Dateien in Terra Byte Größe anhäufen ist ganz normal, aber eine Sammlung von hunderten/Tausenden Tonträgern, Büchern oder eben Mineralien – anachronistisch.
Selbst von älteren Bekannten, Kollegen, Freunden höre ich oft – „Wo willste nur hin mit dem ganzen Zeug“? Sammelgut wird als Belastung empfunden, nicht als Bereicherung des Lebens. Klar, wenn man schon in jungen Jahren unter Stress und Reizüberflutung leidet, zudem später vielleicht beruflich aller zwei Jahre umziehen muss, wo bleiben da noch Raum und Muse für dieses "unzeitgemäße Hobby"?!

Meine (bewußt provokante) Prognose: in 20-30 Jahren kommen Börsen und selbst der Internet-Handel zum erliegen, in spätestens 50 Jahren sind wir Mineraliensammler ausgestorben.
« Letzte Änderung: 02 Dec 15, 15:09 von ger steinn »

Offline Frank de Wit

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #31 am: 01 Dec 15, 15:52 »
Karsten, was du jetzt beschreibst, war für mich anfang november Anlass, an zu fangen ein kleines "essay" zu schreiben,
 und jetzt hier ein bischen an Daten und Meinungen zu sammeln: meine Gedanken zu prüfen an die Gedanken von euch.

Gut: mein 'essay' ist am moment in English geschrieben ; Stefan hat's schon gelesen, muss dann noch mal auf Deutsch übersetzt werden.
Mit meine schlechte Deutschgrammatik, kann ich das am besten nicht selbst tun.

Nochmals, danke alle bis jetzt für eure Meinungen und Gedanken, und bitte, schreib weiter und stimm ab !
Zusammen finden wir vielleicht auch Lösungsrichtungen...

Offline cmd.powell

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #32 am: 01 Dec 15, 16:49 »
Moin

Zum Thema Mineralien im Studium kann ich auch noch einiges sagen: Zu meinen Studienzeiten gab es noch Mineralogie als eigenständigen Diplomlehrgang. Es war üblich, bei dem Kurs "Einführung in die Kristallographie" passende Mineralien aus der Uni-Sammlung zu zeigen, was bei mir letztlich des Mineraliensammeln ausgelöst hat. Auch einige Kommiliton(in)en habe nebenbei den einen oder anderen Stein eingesammelt, wirkliche Begeisterung habe nur ich entwickelt (was nicht nur für meinen Jahrgang, sondern für etliche Jahrgänge davor gilt, kurz, eine echte Ausnahmeerscheinung). Kurz vor meinem Diplom wurden dann die Lehrgänge Geologie, Kristallographie und Petrologie zu Geowissenschaften zusammengefasst. Im Zuge der Zusammenfassung wurden einige Lehrgänge gestrichen bzw. stark eingedampft, vorzugsweise bei der Kristallographie, so das in den Vorlesungen aus Zeitgründen gar keine Handstücke mehr gezeigt werden können! Wenn man schon in den entsprechenden Studiengängen durch straffe Organisation (was ansich ja nicht schlecht ist) von der eigentlichen Forschungsmaterie abgeschirmt wird, wundert es nicht, das aus diesem Bereich kaum Sammelbegeisterte kommen.

Aber auch in der "guten alten Zeit" waren echte Sammler an der Uni Hannover selten. Falls alle meiner Kommilitonen haben im "Klötzchenkurs" nicht die Eigenschaften der Minerale gelernt, sondern sich die Positionen der Proben in der Kiste gemerkt. Blöd nur, das sich die Professoren in den Prüfungen gerne mal andere Stücke aus der Sammlung genommen haben, da kam so mancher "GPS'ler" ins schleudern...
Dabei kann man nicht behaupten, die Dozenten wären den Sammlern gegenüber nicht aufgeschlossen (Achtung: Doppelte Verneinung), ganz im Gegenteil: Prof. Eberhardt bzw. jetzt Prof. Buhl freuen sich über jeden, der "wahre" Begeisterung für die Materie mit bringt.

Was soll man auch von einer Gesellschaft erwarten, die als Werte vermittelt, das Menschen, die sich allgemein für Naturwissenschaften und/oder Technik interessieren, als "Nerds" bezeichnet werden. Typen, über die sich in billigen US-Serien lustig gemacht wird und die nie eine Frau ins Bett bekommen. Dafür werden als erstrebenswert Finanzjongleure oder Fußballer empor gehoben und zu Preisen gehandelt, bei denen ich innerhalb eines Jahres mindestens DAS Mittel gegen Krebs bzw. die Vereinigung von Quantentheorie und Relativitätstheorie erwarten würde. Und in so einem Umfeld sich tatsächlich noch selber die Finger dreckig zu machen und sich für Dinge zu interessieren, die wohl die soziale Stellung eines jeden Heranwachsenden negativ beeinflusst, gebührt meines höchsten Respekts und Anerkennung und ich kann nur jedem Mut zusprechen, diesen Weg zu gehen. Auch wenn man vielleicht nie so gut bezahlt wird wie Bänker oder Fußballer, so sind die "Nerds" von heute genau die Menschen, die unsere Gesellschaft in der Zukunft nach vorne bringen werden. Schade nur, das dieses Bild, diese Wahrheit, in unserer Gesellschaft nicht auch so vermittelt wird.

Soviel aus meiner Sicht zum Thema: Warum sterben die Sammler aus (sofern sie das wirklich tun).

Offline Nathan

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #33 am: 01 Dec 15, 17:53 »
Hallo,
ich nochmal.  ;D
Wenn meine Freunde zu mir kommen und zum 1. mal mein Zimmer betreten, ist die erste Reaktion immer: WOW was ist das denn. Doch selber anfangen...ach naja... Dabei muss ich noch anmerken, dass ich inkl. Freunde von einem nat. Gymnasium sind, also das wissenschaftliche Interesse schon gegeben ist. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie die "Begeisterung" bei Schülern anderer Schulen ausfällt.
Was ich noch anmerken muss: nicht nur, dass es kaum noch lohnenswerte Fundstellen gibt, die dann noch an ein "Kind" weitergegeben werden. Das finde ich sehr schade, denn wer soll das Wissen sonst bewahren?
Sondern auch Literatur ist nur schwer zu bekommen. Ich konnte zwar den Rösler in der 5. Aufl. erstehen, doch beim Ramdohr reichte es nur für ein zerfledertes Buch der 1. Auflage von 1950 gereicht (daher auch mein Aufruf im MA  ;) ). Für Jugendliche ist es kaum noch möglich an Fachbücher zu kommen, da diese meist nich vor meiner Geburt nicht mehr verlegt wurden. Das erschwert auch die Aneignung des Wissens. Natürlich könnte ich in die Bibliothek gehen und es dort lesen. Aber ich fahre doch nicht immer 1 h. Es im Schrank stehen zu haben und jeder Zeit darin Blättern zu können, ist viel schöner.
Bei Bio/Chemie Fachbüchern ist das einfacher. Diese gibt es zu Scharen. Das ist natürlich dem deutlich größeren Interesse geschuldet. Schade... :P
Vom Thema Mineralogie Studium habe ich mich gänzlich verabschiedet. Da gehe ich lieber in die Chemie. Denn die ist ja mein zweites Hobby. Ach ja das Studium... Als ich gehört habe, dass man sich den Studienplatz auch mit nem NC von Schlag-mich-Tod bekommen kann, wenn das nötige Kleingeld stimmt, habe ich eh den Glauben an die Vernunft des Menschen quasi gänzlich verloren. Aber was willste machen?
Naja so viel vorerst.
Grüße und viel Glück beim Essay!
Philipp

PS: und ja ich bin auch aus dieser ominösen "iPhone-Gesellschaft"  ;D. Wobei ich sagen muss, das dadurch die Bestimmung und Recherche deutlich erleichtert wird.

Offline Frank de Wit

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #34 am: 01 Dec 15, 17:53 »
Ps, mein Thema war/ist nicht: "sterben die Sammler aus", aber die Frage verstehe ich.
Zu dieser Frage: ja, wir alte Mineraliensammler sterben langsam aus, und es komme Jungere dazu,
was mich aber interessiert (ich bin Baujahr 1970) ist: wieviel junge Mineraliensammler gab es früher, und gibt es jetzt dann weniger junge Mineraliensammler?

Ich mache mal Unterschied zwischen Sammler, und Mineraliensammler jetzt.

Wenn ich nach meine Jugendzeit zuruck fliege, dann hat (fast) jeder in meiner Jugendzeit etwas gesammelt. Briefmarken, Fussballkarten, Streichholzdosen, was auch immer, aber, etwas. Ich habe das Gefühl, bitte korrigiere mich, das im allgemeinen aber viel weniger gesammelt wird. Vielleicht sammelt man heutzutage vor allem "Status"?

(edit, Philipp, wenn du pdf literatur brauchst, ich habe einiges...)
« Letzte Änderung: 01 Dec 15, 18:00 von Frank de Wit »

Offline Sebastian

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #35 am: 01 Dec 15, 18:23 »
Hallo,
Warum sollte man sich vom Min. Studium abbringen lassen? Das ist eine sehr komische Ansicht, Argumente gibt es dafür kaum.
Und das Verleger sich nach den Gesetzen des Marktes handeln ist auch nichts neues. Angebot und Nachfrage.
Also mir wird hier zuviel geseufzt. Ist doch recht egal wie viele sich dafür interessieren, geht raus und sammelt Steine. Im Idealfall zeigt ihr das auch anderen und begeistert sie damit. Wenn nicht, auch egal.
Gruß Sebastian, 22
P.S.: Im Erzgebirge gibt es überhaupt keinen Mangel an Sammlern. Und auch nicht an Fundstellen, auch wenn es weniger werden. Die Region spielt natürlich auch eine Rolle.

Offline Nathan

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #36 am: 01 Dec 15, 19:04 »
Hallo Sebastian,
das es manche Verleger erwischt, ist gewiss nichts Neues. Doch ist es immer schwerer an Literatur zu kommen. Da diese nicht mehr verlegt wird, es keine neuen Bücher gibt, bleibt nur der Weg ins Antiquariat, wo die Preise meist exorbitant hoch sind. Und jeder schöne Stein, gewinnt mit Wissen das man um ihn erwirbt. Man muss sich ja auch mit der Theorie auseinandersetzen. Daher mein Einwand.
Gruß
Philipp

Offline Frank de Wit

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #37 am: 01 Dec 15, 19:05 »
Bzl. Geomineralogisches Studium
sehe http://www.geosociety.org/gsatoday/archive/25/12/article/i1052-5173-25-12-36.htm
"up to 185.000 new geoscientists will be needed. Graduation rates in U.S. geoscience programs are slowly increasing but still lack the capacity to produce such numbers by 2022. The result is a projected shortfall of 135.000 trained geoscientists within the next decade".

Offline gsiberger

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #38 am: 02 Dec 15, 14:13 »
Hallo,

ich stimme Sebastian da voll und ganz zu. Auch in den Alpen gibt es recht viele, die bereits jung mit dem Strahlen beginnen. Und noch mehr, die dann mit 30 aufwärts auf den Geschmack kommen. Ich gehe keinesfalls davon aus, dass in 50 Jahren Mineraliensammler ausgestorben sind. Die Nachfrage mag vielleicht gerade schwach sein, doch das kommt garantiert wieder.

Die Popularität der verschiedenen Hobbys schwankt nun mal wie alles andere auch. Gerade jetzt wo die Zahl der Alpinsportler stark steigt (insbesondere Klettern) und Sport in der Natur "in" ist, wird früher oder später auch die Zahl der Mineraliensammler wieder steigen. Es kommen einfach viel mehr Leute in Kontakt mit der Materie und die saugts dann wie uns in das schwarze Loch, genannt Mineralien sammeln. Da gibts kein Entrinnen  ;D

Das Geologiestudium in Wien ist jedenfalls gut gefüllt, kann ich euch berichten.

Grüße,
Johannes (24)

Online ger steinn

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #39 am: 02 Dec 15, 15:26 »
Wenn ich nach meine Jugendzeit zuruck fliege, dann hat (fast) jeder in meiner Jugendzeit etwas gesammelt. Briefmarken, Fussballkarten, Streichholzdosen, was auch immer, aber, etwas. Ich habe das Gefühl, bitte korrigiere mich, das im allgemeinen aber viel weniger gesammelt wird. Vielleicht sammelt man heutzutage vor allem "Status"?

Das ist auch meine These, dass das systematische Sammeln an sich, aber besonders das Sammeln von Naturalien (Mineralien, Fossilien, Insekten, Pflanzen etc. pp) bei der Generation <29J stark nachlässt.
"Gesammelt" werden heute eher Eindrücke/Erlebnisse/Abenteuer, gerne auch gebannt auf jpg und mp4, zum upload auf Whats App und Youtube. Sehe das ganz ohne Wertung, die Zeiten ändern sich halt.

Ich glaube auch nicht, dass man durch Alpinsport zum Mineraliensammeln findet. Die Kletterer in meinem Bekanntenkreis jedenfalls hätten zuallerletzt die Geduld tagelang nach Klüften zu suchen und sie mühselig zu entleeren. In der Zeit könnte man ja sieben Routen gehen und sechs Gipfelbucheinträge schaffen...

« Letzte Änderung: 02 Dec 15, 17:08 von ger steinn »

Offline neuron

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #40 am: 02 Dec 15, 16:41 »
Ich sehe es nicht ganz so schwarz, kann aber nur für die Altersklasse 5-10 Jahre und mein direktes Umfeld im Erwachsenenkreis (35 bis 50) sprechen. Es scheint zumindest Ansätze eines Gegentrends in Richtung "zurück zur Natur", zu Sport und zu handfesten Hobbies als Ausgleich zum virtuellen Overflow zu geben.  In den Sportvereinen für Kinder und Jugendliche, genauso wie bei den ortsansässigen Pfadfindern, freiwillige Feuerwehr, Rettungsschwimmer, etc. kommt man mitlerweile nur noch mit Warteliste rein. Einige langjährige Berufstätige im Bereich Banking und IT wechseln mit Mitte 40 die Branche, "Verlassen die Tretmühle" und schulen auch komplett um (Banker zu Shiatsu-Therapeut). Im Freundeskreis ist Freiklettern, Wandern, Skifahren angesagt wie lange nicht mehr. Selbst Spieleabende Doppelkopf (Ja, liebe Kinder, das kann man auch Offline spielen) etablieren sich. Ich denke die Jugend muß selbst auf den Trichter kommen, daß sich das echte Leben nicht auf kleinen Bildschirmen abspielt ...

Gruß,
Swen

PS: Kinder sammeln auch heute noch, z.B. Rewe-Sticker, Legofiguren, Muscheln und sogar Steine ...

Offline Frank de Wit

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Offline Frank de Wit

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #42 am: 02 Dec 15, 16:57 »
Ich denke die Jugend muß selbst auf den Trichter kommen, daß sich das echte Leben nicht auf kleinen Bildschirmen abspielt ...PS: Kinder sammeln auch heute noch, z.B. Rewe-Sticker, Legofiguren, Muscheln und sogar Steine ...

Das sehe ich hier auch: Jugend/Kinder haben (fast) jeden Abend nach die Schule etwas zu tun. Judo auf montag, ballet dienstag, mittwoch cello spielen, donnerstag Fussball, freitag schwimmen, samstag sonntag entweder Fussbal wettkampf oder mit Eltern weg. Sammeln sehe ich aber keiner. Aber jeder hat ein anderes Sichtpunkt und andere Bekanntenkreis. Und... Die sind sogar noch mehr auf internet als ich. Wie die das alles machen? Wow, keine Ahnung. Time management pro?

Online ger steinn

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #43 am: 02 Dec 15, 17:21 »
Ich sehe es nicht ganz so schwarz, kann aber nur für die Altersklasse 5-10 Jahre und mein direktes Umfeld im Erwachsenenkreis (35 bis 50) sprechen. Es scheint zumindest Ansätze eines Gegentrends in Richtung "zurück zur Natur", zu Sport und zu handfesten Hobbies als Ausgleich zum virtuellen Overflow zu geben.  In den Sportvereinen für Kinder und Jugendliche, genauso wie bei den ortsansässigen Pfadfindern, freiwillige Feuerwehr, Rettungsschwimmer, etc. kommt man mitlerweile nur noch mit Warteliste rein. Einige langjährige Berufstätige im Bereich Banking und IT wechseln mit Mitte 40 die Branche, "Verlassen die Tretmühle" und schulen auch komplett um (Banker zu Shiatsu-Therapeut). Im Freundeskreis ist Freiklettern, Wandern, Skifahren angesagt wie lange nicht mehr. Selbst Spieleabende Doppelkopf (Ja, liebe Kinder, das kann man auch Offline spielen) etablieren sich. Ich denke die Jugend muß selbst auf den Trichter kommen, daß sich das echte Leben nicht auf kleinen Bildschirmen abspielt ...
Das ist es ja, was ich mit " "Gesammelt" werden heute eher Eindrücke/Erlebnisse/Abenteuer" meinte. Denn ob nun diese Erlebnisse mit oder ohne Netzupload gemacht werden - mit Suchen und Sammeln i.u.S  hat keine der von dir genannten Aktivitäten zu tun.

Offline Kluftknacker

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Re: Altersstruktur der Sammler
« Antwort #44 am: 02 Dec 15, 17:47 »
Sammeln ist halt "uncool" (geworden) 8)

 

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