Hallo Micha und Bernd
Erze in Basalt ?
Wenn man den Begriff "Erz" als wirtschaftlichen Begriff sieht, sind auf der Erde (bisher) keine solchen LAgerstätten bekannt.
Wenn jedoch der Begriff "Erz" nicht für eine praktische (wirtschaftliche) Bedeutung steht, sondern für Metalle und metallische Mineralien in Basalten im rein mineralogischen Interesse , hier ein paar Anmerkungen, welche ggf. bei der Bestimmung Eurer Funde behilflich sein könnten :
1. Eisen
Seit langem sind Vorkommen von natürlichem (terrestrischem) Eisen besonders in Basalten bekannt, besonders vom Bühl bei Kassel und von Mühlhausen in Thüringen; ander Fundorte in der Auvergne in Frankreich, im Basalt des County Antrim in N-Irland, Rouno in Polen, sowie zahleichen Vorkommen weltweit.
Das Eisen kommt sowohl in feinen Flittern vor, auch blättrig, schuppig . Die Massen können bis tonnenschwer werden ( Ovifak, Insel Disko, Grönland bis 20 to in Basalt; die größten Eisenklumpen am Bühl waren " nur " bis 5 kg schwer ).
2. "Erzmineralien "
Bekannte Erzmineralien im Basalt sind : Ti-haltiger Magnetit (Titanomagnetit), reiner Magnetit und Ilmenit ( Basalte mit bis zu 14,9 % Magnetit-/ Ilmenitgehalt),
Basaltproben vom Mond enthielten bis 20 % Magnetit / Ilmenit .
Ilmenit kommt eingesprengt vor, bzw. je nach Veränderung, unter Beibehaltung der äußeren Form, als mechanisches Gemenge von Hämatit und Rutil.
Magnetit meist eingesprengt in Basalt; in glasigem Basalt auch als Dendriten.
Hämatit, FeO, MnO und TiO2 können bis zu 18 % in den indischen Dekkan-Basalten enthalten sein.
Ein Basalt-Bohrkern von Hasselborn (Alkali-Olivinbasalt) (392 m) enthielt über 4 % Ilmenit.
Interessant sind auch Oxidationen basaltischer Gesteine, wobei Ti-haltiger Magnetit in Hämatit, Pseudobrookit und Spinell umgewandelt wurde.
Zuguterletzt: Auch Pyrrhotin- und Cohenit ((Fe,Ni,Co)3C können in Basalten vorkommen; so z.Bsp. auch am o.a. Bühl bei Kassel.
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