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Lötrohr
pseudonym:
Schön das nach und nach einiges an Wissen zusammen kommt , ich werd auch mal sehen ob ich noch was schriftliches finde .
Irgendwo muss da noch ne Liste mit den Reagenzien sein . . .
scheidewasser:
Hallo Leute,
wenn`s auch nicht ganz das Thema trifft. Aber zu den verschiedenen Ionen gibt es teilweise sehr schöne sog. Vorproben. Diese werden vor dem qualitativen Trennungsgang mit der Ursubstanz ausgeführt und geben Hinweise auf vorhandene Ionen.
Borax- oder Phoshorsalz-Perle mit dem Magnesiastäbchen entweder in der reduzierenden oder oxidierenden Bunsenbrennerflamme - "charakteristische" Färbung für einige Metalle, sehr gut für Co = blau
Oxidationschmelze auf der Magnesiarinne für Cr (gelb) und Mn (blaugrün)
Flammenfärbung mit dem Magnsiastäbchen (besser Pt-Draht) für Alkali- und Erdalkalimetalle, bedingt für Cu, (Pb, As, Sb)
Kupferblechprobe auf Hg
Leuchtprobe auf Sn
Marshe-Probe auf As und Sb
Glühröhrchenprobe auf Cd
Alle Proben im roten Jander/Blasius beschrieben.
Kriegt man das Zeug irgendwie in Lösung (was evtl. schwierig sein wird) lassen sich aus der Lösung noch gut Cu, Ni, Fe und Bi nachweisen.
Viele Grüße
scheidewasser
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---Trotz der unaufwendigen und ortsunabhängigen Ausführung wird heute wegen der Toxizität vieler Elemente und Verbindungen weitgehend auf die Lötrohranalyse verzichtet.
--- Ende Zitat ---
Ist das wirklich der Grund ?
Gruß
Berthold
Isarkiesel:
Hallo Berthold,
das mag eine Rolle spielen; aber IMHO ist folgende Frage wichtiger: Wer braucht das Verfahren denn noch?
Chemiestudenten im Analytikpraktikum? DIe kennen mehr und bessere Reaktionen (der mehrfach genannte Jander/Blasius ist für den Sammler mit chemischen Vorkenntnissen eine wahre Fudngrube!).
Prospektoren auf Erzsuche? Vielleicht. Aber die sind doch heute meist nicht mehr als Einzelkämpfer unterwegs. Zudem: Auch auf diesem Gebiet hat sich der Fortschritt bemerkbar gemacht.
Bleiben diejenigen, die im Zweifelsfall nicht auf die Kapazitäten eines gut ausgestatteten Labors zurückgreifen können. Und die diskutieren hier gerade...;-)
Beste Grüße,
Holger
Axinit:
Hallo allerseits,
es gibt ein sehr ausfuehrliches Manuskript "Quick assays in mineral identification - A guide to experiments for mineral collectors and geoscientists in field work" zur Identifizierung von Mineralen (einschliesslich einer Beschreibung moeglicher Vorproben, Reaktionen vor dem Loetrohr, benoetigter Reagenzien etc) als kostenlosen DOWNLOAD unter nachstehender Adresse:
http://userpage.chemie.fu-berlin.de/~mininst/quickassay-210803.pdf
Viel Spass beim Ausprobieren !
Axinit
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