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Lötrohr
jürgen lange:
@ hallo Krizu, wat is den MSDS? Mit Mühe habe ich GZSZ, DSDS usf. gelernt. Aber MSDS passt nicht auf die mir bekannten Zentralorgane Aufschluss, Lapis, Lapis Extra, Mineralienmagazin, Schweizer Strahler, Regne Mineral, Bocamina, Rivista Mineralogica Italiana, Mineral Records?
@ Pseudonym: Ich kann Dich so gut verstehen. Man kann mit den dargestellten Methoden ja einiges nachweisen, aber selbst wenn es dann um die letzten % Nebenbestandteile geht, versagen die Methoden. Der Chemiker hat dann den Trennungsgang gekocht und war dann nach einer Woche einigermassen am Ziel. Er wusste dann, welche Elemente sind drin. Für die quantitaive Analyse hat es dann noch einmal Wochen gedauert. Was glaubt Ihr denn, warum so Methoden wie Röntenfluoreszensanalyse etc. entwickelt wurden. Im Industrielabor (z.B. am Hochofen) gehen pro Stunde Hunderte von Proben ein, die einigermassen verlässlich qualitativ und quantitativ analysiert werden wollen. Die alten Methoden klappen sehr gut, wenn man im Outback ohne diese Labormethoden dasteht.
Die Altvorderen haben mit diesen Methoden excellente Analysen durchgeführt. Der Schleifer z.B. im Metallbetrieb konnte auf Grund der Funkenfarbe und deer Funkenlänge beim Schleifen genau ausseinander halten, welche Legierung vorlag. Der Goldprospektor machte eine Einwaage, trieb dann mit den bekannten Methoden alle Bestandteile bis auf das Gold ab und erschmoluz dan eine kleine Goldkugel. Diese Goldkugel liess er dann in einer V-förmigen Lehre mit einer Massskale gleiten und konnte dann auf den %-Gehalt (Skaleneiheit ca. 1 %) den Goldgehalt der Probe z. B. in g/Tonne ablesen.
Das waren alles noch Künstler. Wir sollten die alten Methoden üben, damit wir die enorme Leistung der damaligen Erzbergler erkennen können. Bei mir hat diese Faszination dann zu meinem Studium der Chemie geführt. Mir war nur leider klar, dass ich mit einem Mineralogie/Geologie-Studium andere Aspekte der Lebensplanung hätte in den Vordergrund stellen müssen. So bin ich bei meiner Chemie geblieben und machte Mineralogie und Bergbau als Hobby.
Wenn es dann um die Zuordnung bei gleicher qualitativer Zusammensetzung in die quantitativen Details geht, brauchen wir dann so Methoden wie Beobachtung der Kristallform.
Glück Auf J.
pseudonym:
Das isses ja gerade :
Ich habe weder Zugang zu hochtechnischen Laboren , noch kenne ich einen der sowas unter der Hand macht geschweige denn kann ichs mir leisten solche Sachen regulär in Auftrag zu geben , bin ja nurn kleiner Handwerker . . .
Und da kommt mir das possierliche Lötrohr gerade recht ;)
Und der andere Punkt den du ansprichst :
Was haben die früher mit einfachen Mitteln alles auf die Reihe bekommen , völlig analog , nur beruhend auf Naturgesetzen und vor allem deren Verständniss - davor kann ich nur den Hut ziehen , sowas muss einfach bewahrt werden .
Deswegen heißt es nämlich auch ´´Lötrohrprobierkunst´´ - und nicht Probe in nen elektrischen Kasten stecken und Ergebniss ablesen . . .
;) ;) ;)
Aber natürlich wird das mit besagtem elektrischen Kasten deutlich genauer und besser , da gibts keine Frage und was moderne Labore jeglicher Fachrichtung leisten ist genial und mit dem ´´probieren´´ daheim nicht zu vergleichen , und mit sicherheit hat derjenige der die Probe in den Kasten steckt deutlich mehr Ahnung von der ganzen Sache als ich , aber wie gesagt so für daheim, fürs Hobby ist das super .
Und dann noch die dummen Gesichter wenn das Ding daheim rumliegt und einer fragt wozu das gut sein soll . . . herrlich ! ;D
Krizu:
Hallo,
MSDS ist das MAterial-Sicherheits-Datenblatt.
Bor-Verbindungen wurden 2011 neu klassifiziert und sind ab sofort ekelhaft.
Zu den Funken: Naja genau welche Legierung ist an der Funkenbildung kaum zu bestimmen. Die Richtung ist aber deutlich.
MfG
Frank
pseudonym:
Jaja Dihydrogen-Monoxid ist auch giftig . . . :)
jürgen lange:
Okay, für mich war MSDS kein Begriff, was dazugelernt. Die Höherklassifizierung der Borate auf Krebserzeugend (R-Satz 51) hat mich berufsmäßig einige Wochen auf Trab gebracht. Dummerweise habe ich aber noch meinen eigenen Kopf und kann die Relevanz für mich noch persönlich einschätzen. Ich habe hier in meiner Sammlung einen wunderbaren Blauasbest irgendwo aus Skandinavien, den ich hüte wie meine Augen. Nix von wegen lungengängiger Stäube. Aber manchen wird es da wohl die Warnzeichen in die Augen treiben.
Wenn man weiss, was man will, dann kann man Alternativen suchen und finden. Ich würde z.B. nicht versuchen "böses" Kupfersulfat für die Phosphorsalzperle einzusetzen, sondern Kupferdraht. Und wenn man das Borax nicht mehr kriegt, nimmt man halt ein Phosphat. Müsste auch gehen.
Glück Auf J.
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