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Autor Thema: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien  (Gelesen 55483 mal)

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Offline betadecay2000

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Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« am: 19 Apr 05, 22:58 »
Das Sammeln radioaktiver Mineralien ist nach wie vor sehr umstritten, daher habe ich mich entschlossen, mal eine Umfrage zu machen, wie Ihr es mit dem Sammeln aktiver Mineralien seht.



Viele Grüße,

Markus

Offline mkannenberg

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #1 am: 19 Apr 05, 23:06 »
es gibt auch fossilien, die etwas mehr strahlen als erlaubt. wenn ich es weiß, lasse ich die finger von.


marco

Offline Harjo

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #2 am: 19 Apr 05, 23:25 »
Hi,

Fur mich ist das Problem mit das Sammeln von radioaktiven Mineralien nicht das Ich angst habe, aber Ich will nicht das meine Tochter (6 Jahre alt) in die nahe von radioakive sachen kommt.
Ich freue Mich das es Sammler gibt die das sammeln, dan kann ich mich die Bilder von die oft sehr schone Kristalle bewundern (Thorbernit, Autinit, Uranocircit etc.)!

Offline Schluchti

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #3 am: 20 Apr 05, 00:34 »
Als echter Erzgebirger, der mitten im Gebiet einer der weltgrößten Uranerzlagerstätten großgeworden ist, sollte mich das Thema eigentlich nicht weiter anheben.

Trotzdem habe ich eine ziemliche irrationale Angst vor radioaktiven Mineralien. Da bin ich irgendwie eigen.

Ich finde gerade im Bereich der Uranglimmer gibt es ganz wunderschöne Mineralien, die ich mir aber lieber auf Bildern angucke, als sie selbst zu besitzen. Ich höre jede meiner Neufunde oder Neuerwerbungen mit dem Geigerzähler ab. Was leicht strahlt kommt sofort in den Keller, was stärker strahlt sofort weg.

Habe noch eine leicht radioaktive Barytstufe von Pöhla, die ich nun aufgrund der leichten Strahlung auch nicht mehr mag und am liebsten loswerden würde.  Habe zuletzt auch auf der 371 mindestens drei Pechblende-Stufen gefunden, wovon ich aber nur eine aus Versehen überhaupt nach Hause mitgenommen habe und dann gleich nach der Entdeckung wieder weggebracht habe.

Offline uwe

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #4 am: 20 Apr 05, 09:09 »
Radioaktivität kommt, vor allem in Bergbaugebieten, auch in der Natur vor. Ich habe mal einen Fachvortrag gehört, nach dem, gemäß der BRD-Grenzwerte, in manchen Gegenden des Erzgebirges jegliche Gartenarbeit verboten werden müßte - Häuser mit Keller sowieso. Aber auch Bauten mit massivem Granitsockel sind nicht ganz ohne, da viele Granite schön strahlen.

Ich trage radioaktive Stufen natürlich nicht in der Hosentasche, obwohl das bei meinen 62 Jahren kein Problem mehr ist. Auch bewahre ich diese Stufen in einer Ecke des Kellers auf, wo normalerweise keiner vorbei geht. Riskant sind allerdings Uranglimmerstufen, da die staubfeinen Splitter schwer zu kontrollieren sind. Ich habe meine Uranglimmer-Stufen mit Haarlack fixiert und außerdem in Josi-Kästchen. Gefährlich sind ohnehin nur die Gammastrahlen, da Alpha- und Betastrahlen sich leicht abschirmen lasssen.

Glück Auf
Uwe

Offline Krizu

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #5 am: 20 Apr 05, 09:18 »
Riskant sind allerdings Uranglimmerstufen, da die staubfeinen Splitter schwer zu kontrollieren sind. Ich habe meine Uranglimmer-Stufen mit Haarlack fixiert und außerdem in Josi-Kästchen. Gefährlich sind ohnehin nur die Gammastrahlen, da Alpha- und Betastrahlen sich leicht abschirmen lasssen.

Hallo,

das möchte ich so eigentlich nicht stehen lassen.
a.) du hast recht was die Gefahr der Kontaminierung durch kleine Partikel angeht.
b.) Harte Gammastrahlen durchdringen den Körper, schädigen kaum das Gewebe. Partikelstrahlungen wsie Alpha- und Betastrahlen hinterlassen im Körper eine breite Spur an Ionen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit führt das zum Zelltod oder zur Mutation. Das Risiko vermindert Du durch die Josi-Kästen. Der direkte Kontakt ist nicht gegeben.
c.) Die Abschirmung: Was passiert, wenn ein Beta-Teilchen durch z.B. eine Bleifolie abgebremst wird? Es entsteht jede Menge Röntgenstrahlung. Je nach Teilchenenergie bis in den Gamma-Bereich. Also so simpel ist eine Abschirmung nicht.

MfG

Frank

Offline Schweizer Strahler

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #6 am: 20 Apr 05, 18:53 »
Hi,

ich habe das Problem eigentlich nicht, da ich alpine Mineralien sammel, und die (meines Wissens) nicht strahlen.

Allerdings, wenn ich die Wahl hätte, würde ich mir die strahlenden Mineralien doch lieber auf Fotos als in meiner Vitrine anshen.

Gruß Dominik

Offline Bernd G

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #7 am: 20 Apr 05, 19:09 »
wie war das mit dem  uranbergbau bei der  wismut ? die waren doch ständig strahlung ausgesetzt oder ? und odrt haben leute auch jahre lang im berg gearbeitet.

Offline Schluchti

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #8 am: 20 Apr 05, 20:04 »
wie war das mit dem  uranbergbau bei der  wismut ? die waren doch ständig strahlung ausgesetzt oder ? und odrt haben leute auch jahre lang im berg gearbeitet.


Ja, das haben die. Viele von denen, die die wilden Anfangsjahre mitmachten mußten leben inzwischen auch nicht mehr. Das Hauptproblem war einerseits, daß damals Trockengebohrt wurde und andererseits eine nicht vorhandene oder nur dürftige Bewetterung. Gerade das Radon hat da seinen Hauptanteil geleistet. Erst später hat man darauf mehr Wert gelegt.

Offline Krizu

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #9 am: 20 Apr 05, 20:05 »
wie war das mit dem  uranbergbau bei der  wismut ? die waren doch ständig strahlung ausgesetzt oder ? und odrt haben leute auch jahre lang im berg gearbeitet.

Hallo,

Tja, ist so eine Sache. Bei der Strahlung gibt es zwei Arten von Schäden:
1.) deterministische = Auge wird trübe, Durchfall, Hautverbrennungen etc. Also etwas was direkt damit einhergeht,
2.) statistische, meist Tumore.  Es war vor kurzem eine Meldung, dass Radon (z.B. die angesprochenen Granitkeller usw) zusammen mit Rauchen das Risiko um das imho 160x steigert. Jetzt wundert mich eine fehlende, fundierte und statistisch stabile Auswertung der Wismut nicht.

Vielleicht in diesem Zusammenhang interessant:
Ich habe einmal den chinesischen "Granit" meiner Treppe im Haus untersucht. Auf einer Fläche von 4cm2 waren knapp 50 Partikel die deutlich Thorium enthielten (Bis hin zum reinen Thoriumsilikat).  Davon sind nun bestimmt 20m2 im Haus verbaut. Soll ich die rausreissen? Das Material ist gebunden, also wohl eher nicht.

Trotzdem würde ich nicht einfach so staubige radioaktive Minerale sammeln und im Haus frei rumliegen lassen.

MfG

Frank

Offline popeye

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #10 am: 20 Apr 05, 20:20 »
 :o Schreck, lass nach!!!
Zitat
Riskant sind allerdings Uranglimmerstufen, da die staubfeinen Splitter schwer zu kontrollieren sind. Ich habe meine Uranglimmer-Stufen mit Haarlack fixiert und außerdem in Josi-Kästchen. Gefährlich sind ohnehin nur die Gammastrahlen, da Alpha- und Betastrahlen sich leicht abschirmen lasssen.
Ich muß mich da jetzt auch noch dazu auslassen, da es offensichtlich noch etwas mißverständliche Wertungen der verschiedenen Strahlungsarten gibt.
- Staub radioaktiver Stoffe stellt sicher das  größte gesundheitsgefährdende Potential radioaktiver Mineralien dar, da Staub in unsichtbarer Größe inhalierbar( trink-,essbar) ist und somit  in den Körper gelangen kann.
- die schädigende Wirkung inkorporierter Strahlung  ist bei der alpha-Strahlung mit Abstand am größten.
Dies drückt sich in der sogenannten Äquivalenzdosis (Sv) aus, bei der die Energiedosis (gemessen in Gy) mit dem Strahlungs-Wichtungsfaktor multipliziert wird.
Der wiederum beträgt für alpha-Strahlung 20, für beta-Strahlung,Positronen,-Röntgen-und Gammastrahlung 1!
Übersetzt heißt das, daß die biologische Wirkung einer gleich großen "Strahlenmenge" alpha  20 mal so hoch ist im Vgl. zu  den anderen genannten Strahlungsarten (dazwischen liegt noch die Neutronenstrahlung mit Faktor 10).
Der Grund hierfür liegt gerade eben darin (und das ist eben der Grund für die Mißverständnisse), daß die Eindringtiefe der alphastrahlung so gering ist! Weil, und jetzt kommts, die gesamte Energie eines alpha Teilchens auf geringer Strecke durch Wechselwirkung mit Gewebe  aufgebraucht wird. Dabei  wird die Energie von alpha-Strahlung auf einer Strecke von 0,005 mm (Beispiel Haut) vollständig abgegeben und erzeugt dabei ca 100 000 Ionisationen pro Zelle! ( im Vgl.beta :100 Ionisationen pro Zelle).Und das ist noch nicht mal die ganze Wahrheit, weil es nicht nur Ionisation sondern auch noch andere Formen des Energieverlustes gibt-z.b.Bremsstrahlung.
An der Haut ist das uninteressant, weil die Hornhautschicht (abgestorbene Zellen) dadurch nicht mal durchdrungen wird, im Körper (Bronchien, Lungengewebe, Darm-,Magenschleimhaut etc) ist die Wirkung aber am Ort wo großer Schaden resultieren kann.
Mit anderen Worten:
--Alles was alpha (und beta)strahlt (der Gag ist, daß man das mit dem Geigerzähler nicht vernünftig messen kann!!), muß unbedingt so aufbewahrt werden, daß Staub nicht entstehen , bzw nicht inkorporiert werden kann, weil gerade diese Strahlung  biologisch am gefährlichsten ist.
--Das Gute daran ist, dass eine dünne luftdichte Verpackung aus z.B. Plastik schon ausreicht um außen keine Strahlung ankommen zu lassen.
Zu dem Thema gäbs  noch ne Menge mehr zu erzählen oder zu diskutieren, hoffe ich hab euch nicht genervt.
Tobias

Offline uwe p.

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #11 am: 20 Apr 05, 21:45 »
@schweizer strahler
es gibt auch radiaktive kluftmineralien - so kommen z.b. im binntal durchaus kahlerite, tobernite und autunite vor.

Offline betadecay2000

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #12 am: 20 Apr 05, 22:12 »
Zitat
(der Gag ist, daß man das mit dem Geigerzähler nicht vernünftig messen kann!!),

Einer meiner Geigerzähler (SVS-3 Fa. Step, siehe Bild) unten ist auch in der Lage, Betastrahlung (ab 200 keV) zu messen, das Gerät verfügt über eine Blende, mit der sich die Betastrahlung, mit der die Betastrahlung "ausgeblendet" werden kann, so das auch "nur Gamma-Messungen" möglich sind.


Zitat
Vielleicht in diesem Zusammenhang interessant:
Ich habe einmal den chinesischen "Granit" meiner Treppe im Haus untersucht. Auf einer Fläche von 4cm2 waren knapp 50 Partikel die deutlich Thorium enthielten (Bis hin zum reinen Thoriumsilikat).  Davon sind nun bestimmt 20m2 im Haus verbaut. Soll ich die rausreissen? Das Material ist gebunden, also wohl eher nicht.

Auch in der Zerfallskette von Thorium gibt es Radon:

Die Zerfallsreihe von Uran-238 enthält das Edelgas Radon-222, das eine Halbwertzeit von 3,83 Tagen hat und somit recht viel Zeit hat, aus dem Gestein bzw. Mineral zu entweichen, was zur Folge hat, daß recht viel Radon aus dem uranhaltigen Stück entweichen kann.

Auch Thorium-232 hat in seiner Zerfallsreihe ein Radonisotop, nämlich das Rn-Isotop Rn-220 (auch "Thoron" genannt), dessen Halbwertzeit liegt aber nur bei 55,6 Sekunden, somit dürften bei Thoriumhaltigen Materialien bei weitem nicht so ausdünsten, wie bei uranhaltigen.
Ich halte Rausreißen daher nicht unbedingt für sinnvoll, zumal dabei sicher mehr Radioaktivität freigesetzt würde, als wenn man den Granit einfach drin läßt.


Zitat
Zu dem Thema gäbs  noch ne Menge mehr zu erzählen oder zu diskutieren, hoffe ich hab euch nicht genervt.
Tobias

Mich zumindest nicht  :) , ich zumindest finde das Thema interessant, dem Beitrag ist übrigen nichts hinzuzufügen. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich sicher auch mehr dazu schreiben. Ich würde mich über weiteren Austausch zu diesem Thema freuen.


Viele Grüße,

Markus



Offline Krizu

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #13 am: 20 Apr 05, 22:41 »
Zitat
(der Gag ist, daß man das mit dem Geigerzähler nicht vernünftig messen kann!!),

Einer meiner Geigerzähler (SVS-3 Fa. Step, siehe Bild) unten ist auch in der Lage, Betastrahlung (ab 200 keV) zu messen, das Gerät verfügt über eine Blende, mit der sich die Betastrahlung, mit der die Betastrahlung "ausgeblendet" werden kann, so das auch "nur Gamma-Messungen" möglich sind.



Zitat
Vielleicht in diesem Zusammenhang interessant:
Ich habe einmal den chinesischen "Granit" meiner Treppe im Haus untersucht. Auf einer Fläche von 4cm2 waren knapp 50 Partikel die deutlich Thorium enthielten (Bis hin zum reinen Thoriumsilikat).  Davon sind nun bestimmt 20m2 im Haus verbaut. Soll ich die rausreissen? Das Material ist gebunden, also wohl eher nicht.

Auch in der Zerfallskette von Thorium gibt es Radon:

Die Zerfallsreihe von Uran-238 enthält das Edelgas Radon-222, das eine Halbwertzeit von 3,83 Tagen hat und somit recht viel Zeit hat, aus dem Gestein bzw. Mineral zu entweichen, was zur Folge hat, daß recht viel Radon aus dem uranhaltigen Stück entweichen kann.

Auch Thorium-232 hat in seiner Zerfallsreihe ein Radonisotop, nämlich das Rn-Isotop Rn-220 (auch "Thoron" genannt), dessen Halbwertzeit liegt aber nur bei 55,6 Sekunden, somit dürften bei Thoriumhaltigen Materialien bei weitem nicht so ausdünsten, wie bei uranhaltigen.
Ich halte Rausreißen daher nicht unbedingt für sinnvoll, zumal dabei sicher mehr Radioaktivität freigesetzt würde, als wenn man den Granit einfach drin läßt.


Zitat
Zu dem Thema gäbs  noch ne Menge mehr zu erzählen oder zu diskutieren, hoffe ich hab euch nicht genervt.
Tobias

Ich würde mich über weiteren Austausch zu diesem Thema freuen.


Hallo Markus,

ich hatte Tobias so verstanden, dass Alpha-Teilchen gemeint waren. Die sind teilweise wirklich schwer zu fassen. (Eigenabsorption, Fensterabsorption, freie Weglänge usw.)

Das System mit der Betaausblendung verstehe ich nicht so ganz.  Vielleicht rettet Dich da die untere Nachweisgrenze der Energie, sicher bin ich mir nicht. Nimm einen Betastrahler mit vielleicht 1MeV. Die Elektronen der Strahlung prasseln auf die Blende und werden abgebremst.  Was passiert? Es entsteht Röntgenstrahlung.  Und bei 1MeV würde ich es langsam Gammastrahlung nennen.

Zum Thema Thorium:
Ich würde nie die Treppe rausreissen. Gib mir 10g Flussand und ich finde darin thorium- oder uranhaltige Partikel.  Spätestens am Monazit werde ich fündig.

Die Hauptquelle für natürliche Radioaktivität  ist, wenn ich mich recht erinnere, ausserdem das Kalium. Also provokant gefragt: Alle kaliumhaltigen Minerale wegsperren? Dein Spruch "Respekt aber keine Angst" möchte ich eigentlich unterstreichen und mit "Sorgfalt" ergänzen.

MfG

Frank

Offline McSchuerf

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Re: Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien
« Antwort #14 am: 21 Apr 05, 06:26 »
Zitat
Die Hauptquelle für natürliche Radioaktivität  ist, wenn ich mich recht erinnere, ausserdem das Kalium. Also provokant gefragt: Alle kaliumhaltigen Minerale wegsperren? Dein Spruch "Respekt aber keine Angst" möchte ich eigentlich unterstreichen und mit "Sorgfalt" ergänzen.

Hallo Krizu,

Es ist zwar richtig, dass zu den radioaktiven Elementen alle solchen mit einer Ordnungszahl über 82 (s. periodisches System der Elemente) sowie einige weitere Elemente, z.B. das Kalium gehören..ABER: in welcher Zerfallsreihe (Uran-Radium-Reihe?, Thoriumreihe? oder Uran-Aktinium-Reihe? soll sich denn das Kalium befinden??
Ich kenne auch kein 'strahlendes' Kaliummineral, dass ich mit meinem Geigerzähler erfassen könnte (weder Gamma, noch Alpha,- noch Betastrahler meiner Ansicht nach..)

Nur mal so an den Physiker gefragt.. ;): Müssen wir uns hier nicht einfach NUR bestimmte Isotope unter die Lupe nehmen bzw. nur auf Isotope (siehe Kalium) beschränken? Ich frage nur, ich bin kein Experte für radioaktive Elemente..

Noch was zu Cäsium..(Mineral wäre hier z.B. der Worobieffit = Cs-haltiger Morganit) und der strahlt auch nicht! oder ich muss meinen Geigerzähler entsorgen.. ;)
Bei Cäsium sieht das auch wieder ganz anders aus (Stichwort: Pilze und Tschernobyl)..da hat die Presse einen Riesen-Unsinn verbreitet..denn die Cäsiumbelastung zumindest in Hessen und in Rheinland-Pfalz bei Pilzen nach dem Fall Out (angebliche Partikelstreuung über Waldgebieten..) war = 0!! Mag sein, dass durch die entsprechende Windrichtung in Bayern und Bawü das anders aussieht aber ich bezweifle dies auch. Bei Hessen habe ich persönlich die Beweise gesehen, dass die Pilze völlig unbelastet sind!.. :-\
Trotzdem weiß jeder, dass Cäsium sehr schädlich ist und den Knochenbau z.B. abbaut während Calcium den Knochenbau fördert..etc..

..aber gut..ich will nicht vom eigentlichen Thema abschweifen..bitte nur nochmal eine spezifizierte Antwort zum Kalium als radioaktives Element und zu möglichen Isotopen liefern...damit wäre mir schon weitergeholfen. Danke... ;)

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 21 Apr 05, 06:36 von McSchuerf »

 

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