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Umstritten: Sammeln radioaktive Mineralien

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Krizu:

--- Zitat von: uwe am 20 Apr 05, 09:09 --- Riskant sind allerdings Uranglimmerstufen, da die staubfeinen Splitter schwer zu kontrollieren sind. Ich habe meine Uranglimmer-Stufen mit Haarlack fixiert und außerdem in Josi-Kästchen. Gefährlich sind ohnehin nur die Gammastrahlen, da Alpha- und Betastrahlen sich leicht abschirmen lasssen.

--- Ende Zitat ---

Hallo,

das möchte ich so eigentlich nicht stehen lassen.
a.) du hast recht was die Gefahr der Kontaminierung durch kleine Partikel angeht.
b.) Harte Gammastrahlen durchdringen den Körper, schädigen kaum das Gewebe. Partikelstrahlungen wsie Alpha- und Betastrahlen hinterlassen im Körper eine breite Spur an Ionen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit führt das zum Zelltod oder zur Mutation. Das Risiko vermindert Du durch die Josi-Kästen. Der direkte Kontakt ist nicht gegeben.
c.) Die Abschirmung: Was passiert, wenn ein Beta-Teilchen durch z.B. eine Bleifolie abgebremst wird? Es entsteht jede Menge Röntgenstrahlung. Je nach Teilchenenergie bis in den Gamma-Bereich. Also so simpel ist eine Abschirmung nicht.

MfG

Frank

Schweizer Strahler:
Hi,

ich habe das Problem eigentlich nicht, da ich alpine Mineralien sammel, und die (meines Wissens) nicht strahlen.

Allerdings, wenn ich die Wahl hätte, würde ich mir die strahlenden Mineralien doch lieber auf Fotos als in meiner Vitrine anshen.

Gruß Dominik

Bernd G:
wie war das mit dem  uranbergbau bei der  wismut ? die waren doch ständig strahlung ausgesetzt oder ? und odrt haben leute auch jahre lang im berg gearbeitet.

Schluchti:

--- Zitat von: Bernd Gutschera am 20 Apr 05, 19:09 ---wie war das mit dem  uranbergbau bei der  wismut ? die waren doch ständig strahlung ausgesetzt oder ? und odrt haben leute auch jahre lang im berg gearbeitet.


--- Ende Zitat ---

Ja, das haben die. Viele von denen, die die wilden Anfangsjahre mitmachten mußten leben inzwischen auch nicht mehr. Das Hauptproblem war einerseits, daß damals Trockengebohrt wurde und andererseits eine nicht vorhandene oder nur dürftige Bewetterung. Gerade das Radon hat da seinen Hauptanteil geleistet. Erst später hat man darauf mehr Wert gelegt.

Krizu:

--- Zitat von: Bernd Gutschera am 20 Apr 05, 19:09 ---wie war das mit dem  uranbergbau bei der  wismut ? die waren doch ständig strahlung ausgesetzt oder ? und odrt haben leute auch jahre lang im berg gearbeitet.

--- Ende Zitat ---

Hallo,

Tja, ist so eine Sache. Bei der Strahlung gibt es zwei Arten von Schäden:
1.) deterministische = Auge wird trübe, Durchfall, Hautverbrennungen etc. Also etwas was direkt damit einhergeht,
2.) statistische, meist Tumore.  Es war vor kurzem eine Meldung, dass Radon (z.B. die angesprochenen Granitkeller usw) zusammen mit Rauchen das Risiko um das imho 160x steigert. Jetzt wundert mich eine fehlende, fundierte und statistisch stabile Auswertung der Wismut nicht.

Vielleicht in diesem Zusammenhang interessant:
Ich habe einmal den chinesischen "Granit" meiner Treppe im Haus untersucht. Auf einer Fläche von 4cm2 waren knapp 50 Partikel die deutlich Thorium enthielten (Bis hin zum reinen Thoriumsilikat).  Davon sind nun bestimmt 20m2 im Haus verbaut. Soll ich die rausreissen? Das Material ist gebunden, also wohl eher nicht.

Trotzdem würde ich nicht einfach so staubige radioaktive Minerale sammeln und im Haus frei rumliegen lassen.

MfG

Frank

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