Merkwürdig ...nicht...?
Hört sich erst mal merkwürdig an, aber aufgrund der genannten einzelnen Fälle Rückschlüsse auf die Ursache des Krebses bei dem 40 jährigen Einwohner zu ziehen und damit gleich die "Schuld" bei der Strahlung aus dem U-Lagerstätten zu suchen oder anders herum die Bewohner, die über 90 Jahre alt geworden sind als Widerlegung der möglichen Risiken der Strahlung heranzuziehen, halte ich für etwas dürftig.
U.U. könnte ich sogar so dem Zigarettenrauchen einen Unbedenklichkeitsstempel aufdrücken, da meine Oma 87 Jahre alt wurde bei recht guter Gesundheit bis zuletzt doch recht fit war trotz der täglichen Schachtel "Sargnägel".
Allenfalls groß erfasste Untersuchungen in diesen Regionen und ein groß angelegter Vergleich mit Regionen, die nicht so belastet sind, würde hier Aufschluß bringen, wie die Strahlung die Gesundheit der Menschen beeinflußt. Hier gilt im übrigen nicht die direkte Strahlung aus dem Grund, sondern das Edelgas Radon für das größte Problem.
Wer sich weitergehend damit beschäftigen will, findet hier weitere Infos:
http://www.bfs.de/ion/radonhttp://www.stmugv.bayern.de/de/strahl/radon/auswirkungen.htmAnmerkung: Interessantes habe ich in ein amerikanischem Handbuch über anorganische Chemie gefunden. Titel: Gmelin Handbook of inorganic chemistry, Voulume A7: U.
Das Buch beschäftigt sich neben Analyseverfahren auch mit den biologischen Auswirkungen des Elementes 92 und seiner Folgeprodukte.
In einen Bericht geht es um die Untersuchung von männlichen Minenarbeitern in Uranminen, wo man neben der Radonbelastung der Arbeiter auch noch ihr Rauchverhalten einbezogen hat und diese dann mit Leuten verglichen hat, die nicht in Uranminen arbeiten. Dieses hat zu interessanten Ergebnissen geführt: Bei den Nichtrauchern unter den Arbeitern war die Lungenkrebsrate sogar noch geringer als in der Vergleichsgruppe der Nichtminenarbeiter, aber je länger die Arbeite in der Mine beschäftigt sind, desto geringer wird der Nichtrauchervorteil gegenüber den Nichtminenarbeitern, wer sehr lange beschäftigt ist hat auch dann ein aber nur geringfügig höheres Risiko an Lungenkrebs zu sterben.
Anders sieht es bei den Rauchern aus, davon abgesehen, daß bei ihnen das Risiko schon beim Eintritt in dem Arbeitsverhältnis in Vergleich zum Nichtraucher recht groß ist, steigt es durch die zusätzliche Radoninhaltation rasant an und vervielfacht sich, besonders wenn 20 oder mehr Glimmstengel am Tag konsumiert werden.
Glück auf,
Markus