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Oxide

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Philip Blümner:
Hallo!

Ich hätte da eine Frage an die Chemiker:

Mineralische Oxide können ja nur aus Metallen und Halbmetallen und Sauerstoff gebildet werden. Also zb CO3 oder PO4 können nicht alleine stehen.

Nun gibt es ja auch die O4-Gruppen, wie zb. WO4, AsO4, VO4; die haben ja auch den Suffix -at (Wolframat, Arsenat, Vanadat).
Gibt es da auch eine Bezeichnung für einfache Cu- oder Fe-Oxide i.e.? Kann man die "Ate" in eine Gruppe einordnen, die einen Namen besitzt?

Gruß
slugslayer, der hofft, dass er verstanden wird  ;)

Krizu:

--- Zitat von: slugslayer am 21 Apr 05, 18:16 ---
Gibt es da auch eine Bezeichnung für einfache Cu- oder Fe-Oxide i.e.? Kann man die "Ate" in eine Gruppe einordnen, die einen Namen besitzt?


--- Ende Zitat ---

Hallo,

bin zwar kein Chemiker, aber die Hochtemperatursupraleiter (YBaCO) waren Cuprate.
Ansonsten waren bei uns gängige Bezeichnungen:
Ti: Titanate
Nb: Niobate
Ta: Tantalate
Zr: Zirkonate (BaZrO4)
Hf: Hafnate
Al: Aluminate (NdAlOx)

Meines Wissens passen die nicht in eine einfache Gruppe:
Bi4Si3O12  ist das kubische Eulitit
Bi4Ti3O12 (synth.)hat eine Schichtstruktur (Aurivillius-Phase) mit der Symmetrie m
Das Bismutgermanat ist imho wieder kubisch.
Kaliumniobat (KNbO3, synth.)  kubisch (Perowskit-Struktur), das KaliumTitanOxoniobat (KTiNbO5, synth.) ist wieder eine orthorhombische Schichtstruktur.

Ich würde die nicht in eine Gruppe packen (weder chemsich noch mineralogisch-kristallographisch).

Oder rede ich jetzt an Dir vorbei?

MfG

Frank

berthold:
Hallo,

bin zwar auch kein Chemiker...

ein Überbegriff für die ..ate ist mir nicht bekannt.

Einfache Oxide, meinst Du z.B. Kupfermonoxid oder so? Ist zumindest keine besonders verbreitete Bezeichnung.

Gruß

Berthold

DocStone:
Hallo!

... auch ich bin kein chemiker, aber schau dir mal folgende links an:

http://wwwuser.gwdg.de/~cschulz8/folien2.pdf
..."bei anionischen Komplexen
bekommt das Metall noch die Endung "at" an den meist lateinischen
Namen des Metalls"...

http://www.fs-chemie.uni-kiel.de/protokolle/skripte/quali4.pdf

vg,
Daniel

Philip Blümner:
@Krizu
Danke, auch wenn das tatsächlich vorbei ging.  ;)

@berthold und DocStone
Ich erinner mich bei den Säuren, dass zb das zweiwertige Ion SO4 2- ein "Sulfat" bildet und das Ion SO32- "Sulfit"

Bei Nitraten ist es ähnlich: NO3- ist Nitrat und NO2- ist Nitrit.
Bei den Eisenoxiden ließe sich das übertragen, Ferrate und Ferrite, wobei man hier mit dem zwei- bzw. dreiwertigen Fe aufpassen muss (Hämatit mit Fe2+ und Magnetit Fe3+   :-\ ).

DocStone, die pdfs kann ich mir erst später ansehen.

--- Zitat ---..."bei anionischen Komplexen
bekommt das Metall noch die Endung "at" an den meist lateinischen
Namen des Metalls"...
--- Ende Zitat ---
Also Cuprit hat keinen anionischen Komplex sondern nur Sauerstoff. Ein gutes weiteres Beispiel ist ja das Carbonat. Hier gibts allerdings kein Carbonit CO2 als ionische Bindung.

Ich halte mal fest, dass die "Ate" die höchste Bindbarkeit von Metallen und Halbmetallen mit Sauerstoff darstellt. Na2CO3 ist wiederum ein Komplexion des Carbonates mit Natrium.

Also:
Wolfram kann maximal vier O aufnehmen -> Wolframat WO4.
Kohlenstoff kann maximal drei O aufnehmen -> Carbonat CO3
Schwefel kann maximal vier O aufnehmen -> Sulfat SO4
usw.

Als kleine Gedankenstütze meinerseits und Zusatz:

Die Chlorsäuren heißen:
HClO3 Chlorsäure
HClO2 Chlorige Säure
HClO Perchlorsäure.

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