Nur das die zu DDR-Zeiten solche Stücke mit Pechblende weggeworfen haben, geht mir nicht so richtig in den Kopf. Ich dachte da geht’s um jedes Krümel.
Das stimmt nur beding. Interessant ist hier wiederum die Chronik der Wismut, da wird die Konditionen fuer die Erzklassifikation dargestellt.
Fuer Schlema: Die geloeschten Ressourcen fuer das Erzfeld Schlema betragen etwa 88.500t Uran. Die Menge an gelieferten Uran liegt aber nur bei rund 80.000t. Also zwischen Abbau und Verladestation sind rund 10% verlorengegangen. Also auf dem Abbau im Versatz gelandet, beim Transport haengengeblieben, an der RKS / RAF falsch klassifiziert worden usw.. Oder einfach statistischer Fehler und ein Teil der berechneten Vorraete hat niemals exisitiert (der Fehler der sichersten Vorratsklasse B, welche bei der Wismut Verwendung fand, lag immer noch bei plusminus 30%).
Hinzu kommen Situationen, wo kleine Truemer / Linsen / Schnuere mit Pechblende durchfahren wurden, welche in der Bilanz gar nicht auftauchten - bei der Vorrichtung von Abbaufeldern, Erkundung, Schachtteufe usw..
Die Abbauverluste sanken ueber die Jahre mit verbessterter Technologie und Erfahrung, allerding stiegen auch die Schwellengehalte (also ab welchem Urangehalt wird ein Block als Erz klassifiziert).
Insgesamt loeschte die Wismut Vorraete in Hoehe von 250.000t bis 1991, geliefert wurden etwa 216.000t. Also ein Gesamtverlust (Gewinnung plus Aufbereitung) von etwa 15%, das ist ziemlich ok.