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Autor Thema: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde  (Gelesen 6657 mal)

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Offline Quarzsammler

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Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« am: 30 Oct 16, 21:34 »
Hallo liebe Mineralienfreunde,
ich habe zwei alte Stücke aus meiner Sammlung gefunden, von denen ich gernen wissen würde, ob die Erstbestimmung zutrifft.
Das Erste Mineral stammt aus Kowary (PL) -- Schmiedeberg -- (siehe: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Polen/Niederschlesien%20%28Dolnoslaskie%29%2C%20Woiwodschaft/Jelenia%20G%F3ra%20%28Jeleniog%F3rski%29%2C%20Powiat/Schmiedeberg%20im%20Riesengebirge%20%28Kowary%29). Es könnte Uraninit aus dem Schaubergwerk sein, wo derselbe aderförmig mit Quarz auftritt. Allerdings gibt es dort auch Schiefer, welchen ich als Laie mit der Pechblende (aufgrund der Struktur) verwechselt haben könnte (Bilder des Fundortes anbei). Das Mineral hat eine Härte von 5 und eine bräunliche bis weiße Strichfarbe  ??? ???. Außerdem braust es beim Kontakt mit Salzsäure - kein Schiefer?? Leider besitze ich kein Zählrohr um eine eindeutige Bestimmung vorzunehmen.
Falls es Pechblende wäre, müsste ich noch wissen, ob ein Stück dieser Größe ernsthaft stark strahlt, dass man Vorkehrungen zum Strahlenschutz vornehmen müsste.
Das zweite Mineral stammt aus dem Quarzgang des Borsteines in Reichbach im Odenwald (siehe: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Hessen/Darmstadt%2C%20Bezirk/Bergstra%DFe%2C%20Landkreis/Lautertal/Reichenbach/Borstein). Hier könnte es sich um ein Quarzstück mit Pseudomalachit (Strichfarbe grünlich) und Limonit/Goethit (Stichfarbe gelblich) handeln.
Ich freue mich über jede Hilfe und entschuldige mich für die Fotoqualität.
Viele Grüße

Ein Quarzsammler  ;D ;D

Offline Quarzsammler

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #1 am: 30 Oct 16, 21:35 »
Weitere Fotos...

Offline Quarzsammler

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #2 am: 30 Oct 16, 21:39 »
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Offline oliverOliver

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #3 am: 31 Oct 16, 10:25 »
Zitat
Ich freue mich über jede Hilfe und entschuldige mich für die Fotoqualität.

Deine Entschuldigung ist zwar nett - nützt aber bei Bestimmungsfragen leider garnix.
Da bringen wirklich nur bessere Fotos was .....

Offline Quarzsammler

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #4 am: 31 Oct 16, 15:20 »
Hallo,
dieser Kommentar soll keinesfalls verletzend gemeint sein, aber ich möchte noch einmal betonen, dass ich nur ein Weitwinkelobjektiv zur Fotografie der Mineralien zur Verfügung habe. Es steht für mich als Schüler (ich habe nicht studiert und besuche derzeit noch das Gymnasium) außer Frage für fast achthundert Euro ein Makroobjketiv oder ein Mikroskop zu kaufen. Ich würde deshalb gerne wissen, was man als Laie tun könnte, um halbwegs akzeptable Fotos zu machen -- ich habe auch auf die Seite "Fragen zur Bestimmung" geschaut -- . Ich interessiere mich wirklich sehr für die Geologie und fände es schade einige Funde unbestimmt zu lassen. Leider habe ich das Fachwissen nicht und ich denke, dass ich gerade hier auf diesem Forum viel lernen könnte, wenn es nicht an den Bildern scheitern würde. :'(
Es ist auch eigentlich auch kein Anmeldekriterium eine supergute, teure Kamera zu haben...
Ich hoffe dies klingt nicht zu hart...  :-\
Vielleicht tun es die angehängten Fotos auch.
Viele Grüße

Ein Quarzsammler

Offline phartm4940

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #5 am: 31 Oct 16, 15:44 »
Moin,
da hab ich schon schlechtere Bilder gesehen und auch selber schon gemacht ;D

Du hast doch aber sicher ein Smartphone? Damit geht es manchmal besser als mit der Kamera(kommt auch aufs Phone an, ich hab ein A3, also nix teures).
Das so als Tipp.

Viele Grüße aus dem Sauerland,

Peter

Offline harzgeist

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #6 am: 31 Oct 16, 16:41 »
Oft hilft auch schon eine simple Lupe, einfach mit Tape vor dem Objektiv befestigt. High-quality Fotos sind zwar nicht zu erwarten, hängt auch ein wenig von der Lupe ab (der Durchmesser muss natürlich mindestens der Frontlinse des Objektivs entsprechen).
Achte aber darauf dass die MARKANTE Partie scharf ist, der Rest wird mehr oder weniger unscharf sein. Camera oder Smartphone müssen sehr ruhig gehalten werden, am besten irgendwo aufstützen. Einfach mal ein wenig probieren ...

Edit: fast vergessen: Pechblende wird's wohl nicht sein, die schäumt nicht mit Säure und wäre auch auffallend sehr schwer (falls nicht nur ein paar Krümel dran sind).

Thomas
« Letzte Änderung: 31 Oct 16, 16:49 von harzgeist »

Offline guefz

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #7 am: 31 Oct 16, 20:17 »
Bei der Fotoqualität dürfte als erstes ein kleines Stativ einen Fortschritt bringen. Dann kann man in Ruhe den richtigen Punkt scharf stellen und dann mit Selbstauslöser wackelfrei aufnehmen. Bei einer kleinen Kamera tut es da vermutlich ein kleines Gorillapod-Stativ oder eine Eigenkonstruktion. Die Schrauben für das Stativgewinde der Kamera kosten im Fotohandel nicht viel und mit ein paar Holz- und/oder Blechteilen schafft man einen stabilen Unterbau. Dazu noch ein paar Teile als Unterlage für die Stufe, um sie in Achse des Objektivs zu bringen und schon kannst du scharfe, nicht verwackelte Fotos machen. Solange die Stücke nicht so ganz klein sind, reicht das.

Günter

Offline Harzsammler

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #8 am: 31 Oct 16, 20:41 »
Fast jede Kamera hat einen Modus für Nahaufnahmen (Blüchensymbol, oder Food), man aktiviere dieses Programm dann klappt es auch mit brauchbaren Bildern.
Die Bilder sollten aber auch passend ausgeschnitten sein, es ist nicht hilfreich wenn 75% Hintergrund und nur 25% Stein zu sehen ist.

Grüße,
Michael

Offline felsenmammut

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #9 am: 31 Oct 16, 21:25 »
Glück Auf!

und noch ein Hinweis: den Motiven deutlich mehr Licht (möglichst weiß oder Tageslicht, damit die Farben auch getreu wiedergegeben werden) zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline Quarzsammler

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #10 am: 08 Nov 16, 18:00 »
Hallo,
und vielen Dank für die zahlreichen Tipps. Ich habe es nun mit der Kamera, einem Stativ und einer Lupe versucht.
Vielleicht kann mir nun jemand helfen, die vermeintlichen Bestimmungen zu korrigieren.
Viele Grüße  und vielen Dank für die Hilfe!! :D :D

Ein Quarzsammler

Hier die Ergebnisse:

Offline Quarzsammler

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #11 am: 08 Nov 16, 18:00 »
Aditum.

Offline Quarzsammler

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #12 am: 10 Nov 16, 16:31 »
Hat keiner eine Idee?? ??? ???

Offline Roadrunner

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #13 am: 10 Nov 16, 19:11 »
Hallo,
dieser Kommentar soll keinesfalls verletzend gemeint sein, aber ich möchte noch einmal betonen, dass ich nur ein Weitwinkelobjektiv zur Fotografie der Mineralien zur Verfügung habe. Es steht für mich als Schüler (ich habe nicht studiert und besuche derzeit noch das Gymnasium) außer Frage für fast achthundert Euro ein Makroobjketiv oder ein Mikroskop zu kaufen. Ich würde deshalb gerne wissen, was man als Laie tun könnte, um halbwegs akzeptable Fotos zu machen -- ich habe auch auf die Seite "Fragen zur Bestimmung" geschaut -- . Ich interessiere mich wirklich sehr für die Geologie und fände es schade einige Funde unbestimmt zu lassen. Leider habe ich das Fachwissen nicht und ich denke, dass ich gerade hier auf diesem Forum viel lernen könnte, wenn es nicht an den Bildern scheitern würde. :'(
Es ist auch eigentlich auch kein Anmeldekriterium eine supergute, teure Kamera zu haben...
Ich hoffe dies klingt nicht zu hart...  :-\
Vielleicht tun es die angehängten Fotos auch.
Viele Grüße

Ein Quarzsammler
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Hallo Quarzsammler,
meine Anfänge mit der Fotografie waren mit einer kleinen Kompakten von Fujifilm FinePix F480. Die war damals schon nicht allzu teuer und ich glaube solche einfachen Kameras bekommst du heute schon hinterhergeworfen. Notfalls gebraucht bei Reby oder ebay oder wie die alle heißen.
Deine Bilder sehen alle ziemlich lichtschwach aus. Versuch es einfach mal mit Blitz, manchmal sind die Ergebnisse schon erstaunlich besser.
Du brauchst keine sündhaft teuren Geräte um halbwegs passable Fotos zu machen. Ich hab mit der Kompakten damals mit einer billigen Halterung vorm Okular des Binos auch ganz passable Bilder gemacht.
Mit etwas Übung klappt das schon.
Einfache für den Anfang völlig ausreichende Mikroskope bekommt man schon ab 100€, für knapp 200€ bist Du schon recht gut unterwegs.
Ich hab mir vor einigen Jahren ein Novex P20 mit 20 und 40 facher Vergrößerung für 180€ oder so in dem Bereich geholt und mittlerweile eine Canon EOS 1000D mit Adapter als Ausrüstung. Ein Okular des Binos wird abgeschraubt und anstelle dessen die Canon mit Adapter dran und schon kann ich passable Fotos machen.
Die Kamera hab ich für 120€ bei Reby gebraucht erstanden.
Einfach Schritt für Schritt die Ausrüstung aufbauen.
Bis dann
Roadrunner 

Offline Quarzsammler

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Re: Bestimmungshilfe für alte Eigenfunde
« Antwort #14 am: 10 Nov 16, 19:21 »
Hallo Roadrunner,
ich bin gerade auf der Suche nach einem guten Mikroskop. Preisgünstig und qualitativ gut erscheint mir das BMS 133. Allerdings muss ich mit der Anschaffung noch ein wenig warten. Trotzdem wollte ich einmal schauen, ob auch eine Bestimmung mit diesen Bildern möglich ist. Wenn dem nicht so ist, versuche ich es noch einmal in ein oder zwei Monaten, falls ich das Binokular dann habe. Ich würde mich aber sehr freuen, wenn auch eine vage Bestimmung möglich ist. ;D :D
Viele Grüße

Ein Quarzsammler

 

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