Servus,
vielen Dank fuer die Erlaeuterungen. Bevor, das Ganze wieder einmal voellig ins "off-topic" abgleitet, moechte ich doch noch einmal auf die urspruengliche Fragestellung zurueckkommen:
Wie laesst sich Antimonit reinigen ?
Natuerlich sollte man zuallererst (wie bereits festgestellt), wie bei jeder Reinigungsoperation die Frage stellen: was soll denn nun entfernt werden ? Besser ausgedrueckt: welche Zusammensetzung(en) haben die zu entfernenden Belaege oder Verunreinigungen ?
Bereits diese Frage laesst sich m. E. leider nicht so ohne weiteres stichhaltig beantworten - Vermutungen oder Glaubensbekenntnisse wollen wir in Ermangelung harter, experimenteller Fakten einmal aussen vor lassen.
Es gibt offensichtlich zwei Antworten auf obige Frage:
Loesungsvorschlag 1: Behandlung von Antimonit im Kontakt mit Al-Folie in waessriger, heisser, verduennter Natriumhydrogencarbonatloesung wie beschrieben in:
http://rockon-ro.tumblr.com/post/70900177781/tip-for-cleaning-the-tarnish-from-stibnite-overVielleicht ist die beschriebene Prozedur nicht zielfuehrend, vielleicht hat der Autor in Analogie zur Reinigung von Silber etwas naiv seine Prozedur entwickelt, vielleicht ist die Al-Folie komplett ueberfluessig, vielleicht funktioniert(e) das Ganze aber auch wie beschrieben ?
Wer sich nun zum Richter berufen fuehlt, darf hier gerne sein Verdikt abgeben. Ich bin der Meinung, dass eine kompetente Ueberpruefung der Prozedur zwingend notwendig waere.
Loesungsvorschlag 2: kurze Behandlung (Tauchbad) von Antimonit waessriger, verduennter Natron- oder Kalilauge (5 %) wie beschrieben im MA. Diese Prozedur scheint simpel - dennoch waere eine kritische Pruefung und eingehende Schritt-fuer-Schritt-Beschreibung des Vorgehens einschliesslich der Nachbehandlung sinnvoll.
Die Anwendung von Natriumdithionit erscheint (bis zum Beweis des Gegenteils) nicht sinnvoll.
Mangels eigenen Ausprobierens kann ich weder (1) noch (2) den Vorzug geben. Soviel dazu von meiner Seite.
Harald
P.S.:
Eine Elektrolyse setzt fuer mich zwingend das Vorhandensein einer externen Strom/Spannungsquelle, angeschlossen an zwei Elektroden, die sich in einem ionenleitenden Elektrolyten befinden, voraus (eine Definitionsfrage).
Die chemischen Potentiale von Antimonit (+ Verunreinigungen) und Aluminium unterscheiden sich sicher, ergo wird unter Versuchsbedingungen (1) ein Potentialausgleich stattfinden. In Anbetracht der Komplexizitaet des Systems und in Unkenntis der meisten essentiellen Parameter/Produkte sind m. E. Voraussagen bezueglich saemtlicher stattfindender Reaktionen schwierig bis unmoeglich.