Nur mit dem Refraktometer kann man keinen Edelstein bestimmen.
Diese Werte dienen nur dazu, etwas einzugrenzen und/oder auszuschließen.
Zumal auf einem Refraktometer ein natürlicher und ein synthetischer Rubin die selben Werte zeigt.
Da der Stein noch nicht gekauft ist, kommt solch eine Frage einer Kaufberatung gleich.
Besser wäre es, der Besitzer würde seine Bilder selbst einstellen und die Frage stellen.
Aber gut, gehen wir mal davon aus, die Veröffentlichungserlaubnis wurde erteilt.
Es gibt nur 2 Möglichkeiten: der Verkäufer soll in Erfahrung bringen, um welchen Stein es sich handelt.
Nicht umsonst gibt es eine Deklarationspflicht im Handel.
Will er sich nicht die Mühe machen, gehe ich davon aus, daß das Schmuckstück nur mit ca. Metallwert angeboten wird.
Zweite Möglichkeit ist, zuzuschlagen und dann in Erfahrung bringen, was es ist.
Ein Goldschmied und Juwelier sieht sicherlich gerne über eine entsprechende Einlage in die Kaffeekasse auch kurz drüber.
Und einfache Gutachten gibt es schon recht günstig.
Nur anhand einer Farbe einen Edelstein und/oder einen Schmuckstein zu bestimmen ist reine Rätselraterei.
Nicht umsonst gibt es den Beruf eines Gemmologen und/oder eines Sachverständigen.
Hatte erst letzter Tage einen Vortrag über künstliche Schmucksteine und die Teilnehmer waren baff, was alles imitiert wird.
Ohne Details wie entweder hochhauflösende Nah-Fotos mit exakter Draufsicht (mit neutraler weißer Unterlage) damit man in den Stein reinsehen kann bzw. zusätzliche Details wie RI, Härte, Dichte, Fluoreszenzverhalten etc. wird das nichts.
Ist eh schon schwer genug, einen gefassten Stein zu bestimmen, als wenn er lose ungefasst ist.
Kennt denn der Verkäufer keinen Goldschmied/Juwelier etc. in seiner Nähe, der sich den Ring mit Stein mal etwas genauer ansehen kann?
Läge doch auch in seinem Interesse, den Ring mit entsprechendem Wert des Besatzsteines verkaufen zu können.