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Autor Thema: Bestimmung eines Schmucksteines  (Gelesen 7813 mal)

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Offline Flexagon

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Bestimmung eines Schmucksteines
« am: 20 Mar 17, 09:59 »
Hallo,

ich bin neu hier, hobbymineralien- und schmucksteinsammler und man möge mir bitte verzeihen, wenn ich die falsche rubrik gewählt habe oder gänzlich falsch bin, dann wäre ich mit einem tip sehr zufrieden.

mein problem: ich habe im internet eine anzeige gefunden zu einem ring, welcher einen grossen roten stein aufweist...den würde ich gern meiner Mutter zu ihrem 65. geburtstag schenken, jedoch möchte ich gern rausfinden, um was es sich für einen stein handelt...mein erster eindruck war aufgrund des pinkstiches rubin, bei der grösse jedoch vermutlich synthetisch oder bleiglasgefüllt...es stehen jedoch als verdacht noch spinell, turmalin und granat im raum, welche mir jeweils lieber wären als rubin...der verkäufer hat leider kein refraktometer zur hand ( wär ja auch zu schön) und wohnt sehr weit weg....hat jemand irgendeine idee, wie man noch rausbekommen könnte, um was es sich handeln könnte oder was man ausschliessen kann.
anbei erstmal bloss ein foto, ich bekomme jedoch noch mehr.

vielen dank, mfg flexagon

Offline Doc Diether

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #1 am: 20 Mar 17, 11:14 »
Hallo,
leider kann man nur an Hand des Fotos nur eine Schätzung/ Meinung abgeben. Als was ist der Ring denn angeboten worden? Wenn es ein Rubin wäre, dann wäre es ein höherer Preis.
Ich halte auf Anhieb einen Granat für möglich.
Gruß
Doc Diether

Offline lithoraptor

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #2 am: 20 Mar 17, 12:04 »
Moin!

Ohne den Ring/Stein in Händen eines Gemmologie-Kundigen zu wissen und ggf. die Lichtbrechung mit einem Refraktometer zu messen, so dass man zu handfesten Aussagen kommt, ist alles nur Rumraterei. Das bedeutet für Dich kaufen oder nicht kaufen.
Grundsätzlich würde ich aber von einem Kauf abraten. Warum? Wer, der einen vermeintlich wertvollen Ring besitzt, welchen er veräußern möchte, macht sich vorher nicht über den Preis kundig?! Dazu gehört neben der Bestimmung des Steins auch die Beurteilung von diesem. Nicht nur Reinheit und Qualität des Steinschliffes spielen eine Rolle, sondern auch der Gesamtzustand - Schmuck und die enthaltenen Steine leiden beim Tragen. Aber selbst über diesen Zustand sagt das Bild kaum etwas aus.

Gruß

Ingo

Offline Flexagon

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #3 am: 20 Mar 17, 13:08 »
hallo, danke für eure antworten...ich hoffe, es stört nicht, wenn ich klein schreibe.

das foto ist nur eines von vielen, welche mit der anzeige verbunden waren, leider konnte man den rest nicht downloaden, aber ich frug nach, ob ich noch welche bekommen könnte, wo man den stein besser sieht....und auch den pinkstich, der mich auf rubin schliessen liess.

der verkäufer meinte, es sei ein erbstück seinerseits und ihm sei ein professionelles gutachten zu teuer gewesen beim juwelier...aber ein rubin in der grösse wäre eh entweder synthetisch oder bleiglasgefüllt und ich hätte lieber einen echten Turmalin/Granat/Spinell.

wenn es euch interessiert, kann ich die fotos ja nochmal nachreichen....nach einem refraktometer schaue ich mich gerade um, da ich sowieso eins brauche, die vitrine ist voll mit schmucksteinen ;).

mfg flexagon


Offline dendrocopos

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #4 am: 20 Mar 17, 20:37 »
Hallo Stefan,
ja, es stört mich.
Ein herzliches Glückauf!
Frank

Offline Flexagon

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #5 am: 21 Mar 17, 10:13 »
Dann extra für Frank in korrekter Form:

Hier noch 3 Bilder des Steines, wenn jemand etwas ausschliessen kann, bin ich schon dankbar.

mfg Flexagon

Offline Flexagon

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #6 am: 21 Mar 17, 10:15 »
Bild 2

Offline Flexagon

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #7 am: 21 Mar 17, 10:16 »
Bild 3

Offline Sebastian

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #8 am: 21 Mar 17, 11:05 »
Ich rate mal mit. Die Farbe sieht sehr nach Pyro aus.
Also einem Mg-Endglied aus der Granatreihe. Meiner Meinung nach ist die Farbe recht charakteristisch, sicher bestimmt ist das trotzdem nicht.
Ausschließen kann man definitiv Rubin.
Beste Grüße,
Sebastian

Offline steinfroilein

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #9 am: 21 Mar 17, 11:29 »
Nur mit dem Refraktometer kann man keinen Edelstein bestimmen.
Diese Werte dienen nur dazu, etwas einzugrenzen und/oder auszuschließen.
Zumal auf einem Refraktometer ein natürlicher und ein synthetischer Rubin die selben Werte zeigt.

Da der Stein noch nicht gekauft ist, kommt solch eine Frage einer Kaufberatung gleich.
Besser wäre es, der Besitzer würde seine Bilder selbst einstellen und die Frage stellen.
Aber gut, gehen wir mal davon aus, die Veröffentlichungserlaubnis wurde erteilt.

Es gibt nur 2 Möglichkeiten: der Verkäufer soll in Erfahrung bringen, um welchen Stein es sich handelt.
Nicht umsonst gibt es eine Deklarationspflicht im Handel.
Will er sich nicht die Mühe machen, gehe ich davon aus, daß das Schmuckstück nur mit ca. Metallwert angeboten wird.
Zweite Möglichkeit ist, zuzuschlagen und dann in Erfahrung bringen, was es ist.

Ein Goldschmied und Juwelier sieht sicherlich gerne über eine entsprechende Einlage in die Kaffeekasse auch kurz drüber.
Und einfache Gutachten gibt es schon recht günstig.

Nur anhand einer Farbe einen Edelstein und/oder einen Schmuckstein zu bestimmen ist reine Rätselraterei.
Nicht umsonst gibt es den Beruf eines Gemmologen und/oder eines Sachverständigen.

Hatte erst letzter Tage einen Vortrag über künstliche Schmucksteine und die Teilnehmer waren baff, was alles imitiert wird.
Ohne Details wie entweder hochhauflösende Nah-Fotos mit exakter Draufsicht (mit neutraler weißer Unterlage) damit man in den Stein reinsehen kann bzw. zusätzliche Details wie RI, Härte, Dichte, Fluoreszenzverhalten etc. wird das nichts.

Ist eh schon schwer genug, einen gefassten Stein zu bestimmen, als wenn er lose ungefasst ist.

Kennt denn der Verkäufer keinen Goldschmied/Juwelier etc. in seiner Nähe, der sich den Ring mit Stein mal etwas genauer ansehen kann?
Läge doch auch in seinem Interesse, den Ring mit entsprechendem Wert des Besatzsteines verkaufen zu können.



Offline steinfroilein

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #10 am: 21 Mar 17, 11:36 »
wenn jemand etwas ausschliessen kann, bin ich schon dankbar.
Ich schließe Spinell aus.  ;)

Und Turmalin würde ich evtl. auch ausschließen, dazu wäre er mir zu sauber in der Reinheit.

Was sagt denn der Verkäufer zu den kleinen Steinen? Diamant/Brillant oder eher Zirkonia oder etwas ganz anderes?
Mich würde sowas interessieren, wenn ich sowas kaufen und verschenken wollte.
« Letzte Änderung: 21 Mar 17, 11:42 von steinfroilein »

Offline Flexagon

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #11 am: 21 Mar 17, 13:02 »
Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten.

@Steinfroilein ja, das dachte ich mir auch schon, aber da der Verkäufer sehr weit weg wohnt, sah ich mich nicht in der Lage, mich persönlich darum zu kümmern...bei unserem ansässigen Juwelier (Kleinstadt) habe ich schon angefragt, aber der wäre sehr teuer.

Nach den kleinen Steinen habe ich gefragt, laut Auskunft hätte ein Juwelier bestätigt, dass es sich um Diamanten handelt, aber das könnte ich bei Kauf sowieso bei uns an der Uni nochmal testen lassen.

Den Verkäufer habe ich gefragt, woher der Ring stammt und er meinte, es handele sich um ein Erbstück seiner Mutter und ein Gutachten sei ihm zu teuer.

Ich werde nun mal darüber meditieren, ob es mir das Risiko wert ist.

mfg Flexagon

Offline steinfroilein

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #12 am: 21 Mar 17, 14:06 »
Also wenn ein Juwelier das in der Hand hatte und Diamant bestätigte, dann hätte er sich den Mittelstein ja auch ansehen können.
Spinell rot ist selten in der großen Größe, Rubin müsste entsprechende Einschlußbilder aufweisen, glasgefüllte behandelte Rubine sind vom Fachmann vor Ort erkennbar, Turmalin bzw. Rubellit hat ein ganz anderes Erscheinungsbild und Granat bzw Rhodolith müsste er auch recht gut erkennen können.

In synthetisch gibt es in "rot" meistens nur synthetisch Korund Rubin bzw. synthetisch Korund Granat, als künstliches Produkt Zirkonia granat bzw. Zirkonia rhodolith und/oder Glas bzw. Glaskeramik. Wie bereits gesagt, syn. Korund Rubin kann man von natürlichen Rubin nicht leicht unterscheiden, zumal es verschiedene Züchtungsarten gibt; Zirkonia hat eine hohe Lichtbrechung und Glas ist von geringer Lichtbrechung und zeigt oft bei second-Hand-Schmuck Oberflächenbeschädigungen/Abrieb wegen der geringen Härte. Zur "neuen" Glaskeramik Nanogems / Nanocrystal / Nanosital / Nano sage ich lieber nichts, die kann bei Granat/Rhodolith optisch sehr gut mithalten.

Wenn ein Schmuckstück alt ist, heißt das nicht immer, daß der Steinbesatz genauso alt ist.
Steine können ohne weiteres im Laufe der Zeit durch evtl. Beschädigungen und/oder Laune/Nichtgefallen auch ausgefasst und mit neuem Ersatz eingefasst werden.

Offline Flexagon

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #13 am: 21 Mar 17, 14:31 »
hallo steinfroilein,

danke für deine antwort...ich werde gleich nochmal nachfragen, ob der juwelier etwas zu dem grossen stein gesagt hat...nach abschürfungen, brüchen oder gerundeten kanten hatte ich schon gefragt, dies wurde verneint.

mfg flexagon


(danke für eure hilfe)

Offline Flexagon

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Re: Bestimmung eines Schmucksteines
« Antwort #14 am: 21 Mar 17, 14:45 »
also der Juwelier hat bestätigt, dass es sich um Diamanten handelt und bei dem roten meinte er, es ginge in Richtung Spinell oder Granat, habe eben nochmal nachgefragt.