Hallo,
ich versuche mal, den Stand der Diskussion und auch meine Gedanken zusammenzufassen:
Die vorhanden Bilder und Informationen reichen offensichtlich nicht aus, um eine genauere Diagnose als Hohlraumpseudomorphose in einem Muschelsteinkern zu stellen.
Es gibt einige Mineralien, die als weggelöstes Mineral theoretisch in Frage kommen, das sind die Minerale, die in Sedimentgesteinen vorkommen. (Zeolithe also eher nicht, die kann es als ähnlich aussehende Pseudomorphosen im Achat gegeben haben)
Einige dieser Minerale lassen sich anhand der Kristallform ausschließen, wie z.B. der Calcit.
Andere sind aufgrund der vermutlich Parallelogramm artigen Querschnitte wahrscheinlicher, wie der Gips und eventuell auch Vivianit, wobei Gips viel häufiger ist.
Sollten die Querschnitte jedoch rautenförmig sein, kommen noch Aragonit, Anhydrit, Baryt und Coelestin in Frage.
Da man ja nicht nur raten will (was ja auch viel Spaß macht), sondern eine Diagnose haben möchte, ist es notwendig, sich zu überlegen, wie man eventuell weiter kommt. Es sind also neue Ansätze oder auch zusätzliche Informationen notwendig.
Eine Idee wäre, zu schauen, ob an der Fundstelle, vielleicht in anderen Schichten, das gesuchte Mineral schon gefunden wurde.
Eine weitere Möglichkeit ist, auf dem Stück nach Resten des Minerals zu suchen, da kommen die weißen Krusten in Frage.
Und dann kann man sich das Stück dahingehend noch mal genau anschauen, ob eventuell die Kristallform besser bestimmt werden kann, sind z.B. Endflächen der Kristalle zu erkennen.
Viertens: eine ganz neue Idee.
Bekannte Pseudomorphosen, die mit der gezeigten übereinstimmen, sind den Forenmitgliedern offensichtlich nicht bekannt.
Hat jemand noch Ergänzungen? Habe ich etwas vergessen?
Herzliche Grüße aus Berlin