Hallo Kerstin
Den Ausführungen von Jan ist eigentlich nichts hinuz zu fügen. Dennoch, ich habe einen Verdacht, aber ich werde mich hüten, den ohne weitere Infos kund zu tun, zumal es sich um Material außerhalb meines Sammelgebietes handeln würde. Deshalb noch ein paar Fragen.
1. Wie sehen die Kristalle im Querschnitt (also QUER zur Längsachse) aus ? Ich vermute mal 3- oder 4-eckig?
2. Wie brechen die Kristalle ? Sicherlich wirst du einen Kristall finden können, der schon abgebrochen ist. Bricht der Kristall mit völlig ebener Fläche und wenn ja, in welchem ungefähren Winkel? Oder bricht der Kristall "einfach irgendwie", die Bruchfläche ähnelt dann zerbrochenem Glas. Wichtig: Es geht darum wie EIN einzelner Kristall bricht, nicht wie sich zwei benachbarte trennen !!
3. Die Säureprobe auch an der Matrix durchführen, und zwar mit Salzsäure, NICHT, wie hier oft geschrieben, mit Essig.
Wenn du es dir zutraust, wäre es eine wirklich große Hilfe, wenn du eine Skizze eines der Kristalle zeichnen und davon ein Foto anhängen könntest.
Übrigens, ich bin mir nicht sicher, dass es sich bei allen drei Stufen um das gleiche Mineral handelt. Bild 9 zeigt möglicherweise ein anderes Mineral als die Bilder 4 u. 5
Thomas
Nachtrag
Zur Säureprobe einen Tropfen Säure auf eine geeignete Unterlage (Glasplatte) geben, einen Krümel des Minerals daneben legen und diesen mit einem Zahnstocher, Streichholz o.ä. in den Tropfen schieben. NICHT an der Stufe selbst durchführen.