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Grieseligkeit bei NIKON DLSR
Micki:
Hallo,
Was für eine Lichtquelle wird denn bislang eigentich verwendet? Ist die Farbtemperatur bekannt, dann kann man die z.B. in ViewNX, wenn man in RAW schiesst, verwenden. Besser ist aber auch hier die zusätzliche Verwendung einer Graukarte, die möglichst nicht von irgendwelchen farbigen Reflektionen z.B. von einem Kristall was abbekommen sollte. Wenn man selber versucht, im Bildbearbeitungsprogramm neutral zu filtern, dann bitte auf alle Fälle den Monitor vorher profilieren, sonst kann das nach hinten losgehen. Es ist auch wichtig, gerade wenn man nicht RAW photographiert, in der Kamera einzustellen, dass das Farbprofil mit eingebunden wird. Als Farbprofile sollte man am besten AdobeRGB statt sRGB verwenden, da der Farbraum (also der Bereich der darstellbaren Farben) von AdobeRGB größer ist. Es sei denn, der weitere Workflow ist eh auf sRGB.
Zum Thema Lampe: Nicht jede Lampe eignet sich, selbst bei Verwendung einer Graukarte. Das liegt am Farbspektrum der Lampen.
Und wenn man einen Weissabgleich macht, dann mit einer richtigen Graukarte - die kosten auch nicht die Welt. Da weiss man dann auch, dass man keine Fehlmessungen aufgrund von optischen Aufhellern oder dergleichen hat.
Ich habe jetzt umgestellt auf einen kleinen Würfel und beleuchte mit zwei Tageslichtlampen. Die haben genug Licht, um das von Kluftknacker beschriebene Problem nicht einmal im Ansatz aufkommen zu lassen, und haben nicht viel gekostet (insgesamt unter 100€, 40€ für den Würfel und die Lampen mit Schirm und Stativ lagen bei ca. 50€). Man hat genug Licht, um nicht in die Randbereiche des Objektives zukommen. Die kleinste Blendezahl (also so weiteste Öffnung) sollte man ja meiden, das Gleiche gilt im Übrigen auch für das andere Ende der Blende.
Also bevor ich lange rumdoktern würde, würde ich mir ordentliche Tageslichtlampen besorgen. Photographie bedeutet immerhin mit Licht zeichnen und bei Studio-Photographie muss man sich nicht mit dem verfügbaren Licht zufrieden geben, sondern kann aufrüsten. Dann kann und sollte man auch ISO 200 nutzten.
Als weisse Wände, sofern die erweitert werden sollen, kann man übrigens sehr gut auch Styropor nehmen, das streut perfekt und wird übrigens auch in der Werbephotographie genau dafür auch genutzt.
Viele Grüße
Michaela
Philip Blümner:
Danke für die Antworten.
--- Zitat von: Embarak am 18 Oct 17, 21:28 ---Das 18-55 ist ein gutes Einsteigerobjektiv für Alltagssituationen, aber eben auch kein Makroobjektiv.
--- Ende Zitat ---
Was wäre denn eines?
--- Zitat von: Embarak am 18 Oct 17, 21:28 ---Nikon 1500 oder 5100 ?
Und welches 18-55 genau? ( Es gibt wohl mindestens 4 Versionen)
--- Ende Zitat ---
Nikon 5100 (hatte ich oben tatsächlich 1500 geschrieben :-[)
das 18-55 Objektiv lautet folgendermaßen: Nikon AF-S NIKKOR 18-55 mm 1:3.5-5.6G
--- Zitat von: Micki am 19 Oct 17, 22:14 ---Was für eine Lichtquelle wird denn bislang eigentich verwendet? Ist die Farbtemperatur bekannt
--- Ende Zitat ---
Ich verwende eine Osram DULUX S 11W/827 G23. In der alten Kamera lief es unter Wolfram-Licht. Bei der DLSR erscheint sie je nach Winkel gelblich bis weiß. Nutze ich das Tageslicht, wird alles bläulich.
Die Röhre habe ich schon lange und sämtliche Bilder in der Medbib, die ich geschossen habe, waren mit derselben Lichtquelle.
Hatte leider noch keine Zeit, Versuche zu unternehmen.
LG Philip
Sebastian:
Das sicherste wäre in RAW zu fotografieren. Mit wenig bis kaum Aufwand kannst du den perfekten Weißabgleich
setzen, nachschärfen ohne Probleme und noch besser, Lichter kontrollieren und Helligkeit regulieren.
Nach 3 Bildern hast du es raus welcher Regler wofür steht und besseren Bildern steht nix mehr im Weg.
Beste Grüße,
Sebastian
Micki:
Hallo,
ich habe mal gegooglet. Die Lampe scheint eine Farbtemperartur von 2700K (als deutlich wärmer als Tageslicht Wie D50 -5000K- oder D65 - 6500K) und einen Farbwiedergabeindex von 80 (was nicht wirklich gut ist) zu haben. Leider habe ich kein Spektrum selbst finden können. Ich habe aber zur Erläuterung mal die Beispielspektren verschiedener Lichtquellen aus dem Solf angehangen. Das zeigt ganz anschaulich wie wichtig es ist, eine Lichtquelle mit möglicht gleichmässigem, konstantem Spektrum ohne irgendwelche Banden zu haben, um die Farbe eines bestimmten Gegenstandes photographieren und später dann auf dem Bildschirm oder gar im Druck wiedergeben zu können.
Wenn also mit RAW - das sollte man hier bevorzugt nehmen, da stimme ich Sebastian zu - nicht neutral gefiltert werden kann, oder bei einige Mineralien die Farbe einfach nicht richtig gefiltert werden kann, würde ich bei der Lichtquelle ansetzen.
Hat allerdings nicht mit dem ursprüngichen beschriebenen Problem, Grieseligkeit oder auch Rauschen, zu tun. Hier hilft nur ausreichend Licht, um möglichst im nativen Iso-Bereich des Sensors zu arbeiten, das sind in der Regel die erwähnten 200ISO.
LG
Micki
Philip Blümner:
Danke schon mal. Die Kamera hat standardmäßig JPG und NEF. RAW kann man auch einstellen. Welche Vorteile hat NEF eigentlich?
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