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Hinweise zu Photoausrüstung gesucht

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Sebastian:
Hallo Ulrich,
Also einen brennpunkt bilden alle Objektive aus, da sie eine Brennweite besitzen. Also bilden auch die unendlichen ein Bild ab (da wo die Strahlen Zusammentreffen). Aber, dieses Bild ist NICHT optimiert bzw. Korrigiert. Warum sollte man ein Bild nicht korrigieren wenn es dafür ausgelegt ist? Du merkst doch selber das der Einsatz einer Tubuslinse Vorteile bringt. Und die sind natürlich je weiter man es von dem gerechneten Einsatzgebiet entfernt stärker. Bildbreiten von 1,2 mm mit einem 10x Objektiv auf Aps-C klingt übrigens nach leerer Vergeösserung. Kann man machen,bringt einem nur keinen Auflösungsgewinn.
Wenn man keine Zwischenoptik verwenden möchte, sollte man sich bitte das NIKON Cf 10x 210mm na 0,25 holen. Das ist super gerechnet und braucht keine zwischenoptik und schlägt in der Komstruktion dein Nikon bei weitem.
Beste Grüße,
Sebastian

loparit:
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Bildbreiten von 1,2 mm mit einem 10x Objektiv auf Aps-C klingt übrigens nach leerer Vergeösserung. Kann man machen,bringt einem nur keinen Auflösungsgewinn.
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Dem ist nichts hinzuzufügen!!

Gruß
loparit

loparit:
@Roadrunner
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Ich denke doch das lässt sich auch kostengünstiger lösen, oder?
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Es gibt selbstverständlich günstigere Lösungen. Vom selbstgebastelten Stativ über selbsthergestellte Beleuchtung. Und auch mit diesen einfachen Ausrüstungen lassen sich durchaus hervorragende Fotos erstellen. Das zeigt Herr Wagner ja auch.
Auch ich hatte auf diese Weise angefangen und zu Beginn mit einem Mikroskopantrieb von Hand gearbeitet. Da gibt es natürlich noch andere Lösungen mit Tischen die in 2 oder 3 Achsen zu verfahren sind. Die sind aber auch nicht gerade preiswert und man macht dann immer noch alles von Hand.
Aus eigener Erfahrung und aus der Erfahrung von vielen anderen Fotografen kann ich sagen, dass eigentlich alle die ich kenne letztendlich zu einem automatisierten System umgestiegen sind. Denn wenn du einmal 100 fertige Fotos mit stapeln von bis zu 80 Einzelaufnahmen von Hand um 0,010 mm weitergedreht hast und dann anfängst zu überlegen habe ich jetzt den Auslöser betätigt oder nicht, dann schaust du dich nach einer andern Lösung um.
Auf der Stonemaster Stackingtagung (die 4. findet in zwei Wochen statt) werden genau diese Situationen immer wieder von Fotografen bestätigt.
Dazu kommt, dass man selbst bei einer preiswerten Selbstbaulösung ganz schnell an die 500 Euro Marke kommt und dann hat man immer noch das manuelle System.
Deshalb weise ich im allgemeinen auf die Produkte von Stonemaster hin, da er meines Wissens der einzige ist, der ein komplettes System bzw. auch Einzelkomponenten, die man dann, nach und nach kombinieren kann, anbietet.
Ob die Teile preiswert oder hochpreisig sind, das ist wie mit den Mineralien. Da muss man auch für sich selbst entscheiden ob einem der Preis gerechtfertigt erscheint.
An preiswerten Objektive, kann ich dir die Serie 25er Summer, 35er Summer und das 50er Milar von Leitz empfehlen die kann man mit etwas Glück im Netz für 100 manchmal auch darunter pro Objektiv ergattern. Das waren auch meine ersten Objektive mit denen ich fotografiert hatte und die Ergebnisse sind wirklich gut. Die Objektive die heute oft von den bekannten Fotografen benutzt werden kosten, wenn man nicht durch Zufall und Glück eins sehr preiswert einkaufen kann, ganz schnell mehrere hundert Euro. Wenn du Fotos unter 1 mm Bildbreite machen möchtest (ohne zu croppen) brauchst du mindestens 20fache (20x) Mikroskopobjektive und die liegen preislich je nach Hersteller ab 300 euro bis mehrere Tausend euro.

Wobei ich der Meinung bin, dass der Weg von Herrn Wagner mit einer preiswerten Ausrüstung zum dokumentieren der Sammlung etc. in den meisten Fällen genügt und auch durchaus der richtige Weg sein kann. Braucht mann dann tatsächlich einmal ein Foto das man als Poster ausdrucken möchte kann man dieses ja gezielt vielleicht auch von einem anderen Fotografen erstellen lassen. Aber alles in allem zur eigenen Dokumentation und auch für Abzüge reichen die meisten Foto die gemacht werden hundert mal aus.

Gruß
loparit


 

UlrichW:
Hallo Edgar,

im Prinzip sprichst Du mir aus der Seele, daher will ich einige Dinge nur zur Klarheit noch einmal darstellen...es lesen ja noch andere User mit.
Es ist schwierig seine Gedanken und Ziele zu beschreiben, vor allem wenn man dadurch gegen den Mainstream anstinkt. Daher bitte die folgenden Zeilen einfach als MEINE Sichtweise verstehen.

Die Idee mit dem preiswerten Equipment kam auf, nachdem ich die Hype um das automatische Stacking aufgekommen ist. Was mich enorm gestört hat war die Tatsache, das Jedem irgendwie eingeredet wurde, das man ohne High-End-Equipment gar keine richtigen Photos machen kann. Das ist zugegebenermaßen jetzt ein wenig übertrieben, aber es ist wie bei den Mineralien. Der schmuddelige kleine Selbstfund zählt nicht, es zählt nur was mindestens dreistellig im Preis oder mit einem unaussprechlichen Namen darher kommt. Zynismus-Modus AUS. Hinzu kommt, das ohne Top-Stüfchen auch kein TOP-Photo entstehen kann. Das ist aber nun auch wieder nicht ganz richtig...so schwer ist das alles.

Egal, meine Zielrichtung war es dem ganz normalen Sammler eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie er selber und einfach ein paar schöne Photos seiner Stufen machen kann. Es kann nicht immer nur um das Beste Photo der Welt gehen, dafür gibt es Spezialisten. Aber die Breite der Sammler sollte Photos machen können, die heutigem Sehbedürfnissen entsprechen. und das auch von seinen eventuell nicht gerade topklassigen Stücken. Dafür muß ich natürlich Kompromisse eingehen, wie z.B. das mit der leeren vergrößerung. Klar ist das so, aber wenn ich den 1mm-Kristall wunderbar auf meinem Monitor sehe, sogar Details auf den Flächen (wie.z.B. kleine Risse oder Kantenabschürfungen) sehe, die ich im Bino niemals auch nur erahnt hätte (ich habe ein Leica!!!), so ist es mir ehrlich gesagt wurscht ob die Vergrößerung nun leer ist oder nicht. Wenn ich das Teil als Poster haben will, dann ist es so, dann muß ich an den Spezialisten heran treten. Aber warum sollte ich eine Spezialisten-Ausrüstung besitzen, wenn 99.95% aller Photos dazu dienen in reduzierter Form im Internet gezeigt zu werden, auf Gruppenabenden als Vortrag dienen oder ich einfach nur Spaß daran habe.

Es wurde hier ja die Problematik bezüglich der NIKON CFI-Objektive, und ob die eine Tubuslinse brauchen oder nicht, angesprochen. Das ist so ein Beispiel dafür, wie man Theorie soweit aufblähen kann, bis die Praxis unanwendbar ist. Wenn ich jetzt eine miserable Tele-Linse habe und diese als Tubuslinse einsetze, weil "ohne geht gar nicht", bekomme ich miserable Ergebnisse. Aus die Maus, der Krempel fliegt in die Ecke. Und weil ich ja belesen bin, weis ich ja, das ich einfach nur zu blöd dazu bin, weil "ohne geht gar nicht"...steht hundertfach geschrieben.
Wenn ich jetzt sage: lass doch Theorie mal Theorie sein und versuche es ohne Tubuslinse, dann... ja aber dann... wie kann ich nur.
Tatsache ist aber, das das Objektiv ohne Tubuslinse ein sehr gutes Bild abliefert, nur minimale Unterschiede zu dem mit Tubuslinse. Und wenn ich es besser machen will, dann kaufe ich mir halt eine entsprechende Tubuslinse. Aber ich kenne Beispiele, wo diese Vorgehensweise kathegorisch abgelehnt wurde, da sie nicht der Theorie entspricht. Und weiter wurden unscharfe und verzerrte Bilder produziert. Gegen derartige Denkweisen versuche ich anzugehen.

Interessanterweise hat sich bei meinen Freunden der BMS folgendes gezeigt: Vor zweii Jahren diskutierten wir über Photographie. Es kam heraus das fast allen der Aufwand dafür, finanziell wie zeitlich, zu hoch war. Vor einem Jahr habe ich dann meine Technik vorgestellt und drei Kollegen mit einem gleichartigen Equipment ausgestattet. Ich war drei Tage im Volleinsatz um den Leuten das Photografieren zu zeigen. Alle drei berichteten einstimmig, das sie seit sie das Equipment haben, sie ihre Sammlung ganz neu sehen...und damit wieder Spaß am Hobby haben. Dieses Jahr waren bereits 9 Leute mit ihren nachgebauten Equipment da und der Trend hält an. Natürlich geht der eine oder andere dann einen Schritt weiter, aber alle haben wieder Spaß an einem austerbenden Hobby. Der Grundgedanke der sich hier herausgebildet hat war, das es nun den Leuten möglich ist ihre Funde anderen zu zeigen, und zwar in einer Qualität, die sich nicht zu verstecken braucht.

Ab nun geht die Diskussion in eine andere Richtung. Bildbreiten von 1mm und darunter sind gefragt. Ich habe einmal die Regel aufgestellt, das zu jedem Photo immer auch das Stüfchen in der Sammlung sein muß. Kein Photo ohne Stüfchen! Das führte aber jetzt dazu, das man wirklich jeden Krempel fotografiert und erstaut ist, welche tollen Photos da aus einem Krümel der Wegwerfkiste gemacht werden können. Spätestens zu diesm Zeitpunkt denkt man natürlich über Verbesserungen nach, aber dann bewegt man sich schon wieder in eine andere Richtung...zumal die Sammlung "zugemüllt" wird. Ich versuch den Leuten also zu erzählen, das eine Bildbreite von etwa 2.5mm, und die ist mit einem 10fach-Objektiv wunderbar zu machen, ausreichend ist, denn "kleinere Sachen seht ihr doch unter dem Bino eh kaum". Ich benutze höhere Vergrößerungen nur zur Bestimmung, man ist erstaunt wieviel man mehr sieht, trotz leerer Vergrößerung. Interessanterweise, besser gesagt dummerweise, geht mit der ganzen Geschichte auch einher, das man gar nicht mehr zun aufarbeiten seiner Funde oder Altbestände hat, denn sobald etwas glitzert, landet es schon unter dem Photapperat. Da soll man zu etwas kommen....

Noch ein Fakt ist wichtig zu erwähnen. Meine Beobachtung hat ergeben, das sich die Sammler die so wie ich(wir) Photografieren, sich wieder mehr mit den Mineralien beschäftigen als mit dem Ego. Da wird ein Krümel geknipst, und schon geht die Diskussion los was es denn nun sei. Das ist für mich das Ziel, und darauf steuern wir hin.

Nööö, jetzt hab ich keine lust mehr...

Viele Grüße vom Photorebellen
Ulrich




Sebastian:
Bitte fahr einen Porsche mit angezogener Handbremse.

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