Arbeitsmittel / Means for work > Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto

Stemi 2000 C und Canon 500

<< < (5/15) > >>

Stefan:
Hallo Eberhard,

ich habe einen ähnlichen Aufbau wie Du. Zeiss Stemi 2000-C mit 1.6 Tubus und eine Canon 50D.

Hier ein sehr interessanter Artikel (Danke an Josef)
http://www.krebsmicro.com/Canon_EFSC/

Generell beschleicht mich der Eindruck, dass die Canon Kamera für den Betrieb am Mikroskop nur sehr bedingt geeignet ist. Ein richtig "scharfes" Bild gelingt mir weder am Stemi 2000-C noch mit Balgen am Mitutoyo 20x oder anderen Objektivkombinationen.

Ich habe für das Zeiss Stemi noch das 2x Objektiv, hierdurch wird die Auflösung deutlich besser, was die "unschärfe" der Kamera nicht kompensiert. Extrem wichtig für die Schärfe ist auch das Licht. Manchmal ist defuses Licht besser mal kontrastreiches Licht von der Seite.

So oder so, ich werde den Eindruck nicht los, dass zumindest meine Canon D50 Kamera nicht das optimale Gerät ist.

Kleiner Hinweis noch, jede und auch nur die geringste Vibration ist Gift für Bilder. Zwischen den Stackaufnahmen unbedingt Zeit für das Ausschwingen lassen. Du kannst das am Bildschrim gut in der vergrößerten Vorschau sehen.

Mal kurz ein Wort zur  numerischen Apertur vom Zeiss Stemi, hier mit 2x Objektiv. Die NA-Werte der Vorsatzlinse vom Stemi kenne ich nicht, wenn ich ihn aber berechne komme ich auf 0,587, ein wie ich meine sehr guter Wert. Arbeitsabstand 31mm, Linsendurchmesser 45mm. Daraus erechnet sich ein halber Öffnungswinkel von 35,97° Hieraus der Sinus ist die numerische Apertur, ich denke das Mitutoyo kommt da nicht ran ;) Ich kenne mich mit Optik wenig aus und denke da werden andere Faktoren (wie z.B. Betrachtungswinkel) auch eine bedeutende Rolle spielen.

Viele Grüße
Stefan

etalon:
Hallo Carsten,


--- Zitat ---Linienpaare pro mm2
--- Ende Zitat ---

Das sind Linienpaare pro mm (also pro Länge, nicht pro Fläche)  ;)


--- Zitat --- Wenn es kostengünstiger sein soll, dann nacktes Mikroskopobjektiv am Balgen! Aber es kostet Zeit ohne Ende mit Stacks von 100 Bildern und mehr pro Bild bei Mitu und Co! .... und die Zeit fürs Einrichten der Probe! Und diese verlorene Zeit kommt mich am Ende teurer zu stehen, als mein derzeitiges Setup.
--- Ende Zitat ---

Das verstehe ich nicht ganz. Wenn das höhere Auflösungsvermögen des Zeiss nicht auf geringere optische Abberationen im Vergleich zum Mitutoyo 20x zurückzuführen ist, dann muss es eine höhere NA als das hier im Beispiel aufgeführte Mitu 20x haben. Ich kenne das Zeiss nicht, daher möchte ich das nicht ausschließen, aber es wäre doch eher ungewöhnlich.
Sollte es also eine höhere NA haben, dann hat es zwangsläufig eine geringere Schärfentiefe als das Mitutoyo und damit eine größere benötigte Anzahl von Einzelaufnahmen, um den selben Tiefenbereich scharf abzubilden. Damit verstehe ich Deine Argumentation bezüglich der Zeit nicht, da diese bei dem Zeiss deutlich länger zum fertigen Bild sein müsste, als beim Mitutoyo. Zeiss ist sicher sehr gut, aber auch für die gilt die Physik...  ;)

Woher stammen die angaben der LP/mm für beide Optiken?

Grüße Markus

etalon:
Hallo Stefan,


--- Zitat ---Kleiner Hinweis noch, jede und auch nur die geringste Vibration ist Gift für Bilder.
--- Ende Zitat ---

Das kann ich absolut bestätigen!


--- Zitat ---Generell beschleicht mich der Eindruck, dass die Canon Kamera für den Betrieb am Mikroskop nur sehr bedingt geeignet ist. Ein richtig "scharfes" Bild gelingt mir weder am Stemi 2000-C noch mit Balgen am Mitutoyo 20x oder anderen Objektivkombinationen
--- Ende Zitat ---

Auch das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Alle Kameras mit bewegten Teilen bringen intrinsische Schwingungen ins System, und damit je nach Steifheit des Aufbaus mehr oder weniger Unschärfe. Ich hatte vor einer Weile diesbezüglich mal eine Testreihe gemacht (auf Englisch):

http://www.photomacrography.net/forum/viewtopic.php?t=29622&postdays=0&postorder=asc&start=0

und mir danach eine Kamera ohne mechanische Verschlüsse gekauft... ;) ;D



--- Zitat ---Mal kurz ein Wort zur  numerischen Apertur vom Zeiss Stemi, hier mit 2x Objektiv. Die NA-Werte der Vorsatzlinse vom Stemi kenne ich nicht, wenn ich ihn aber berechne komme ich auf 0,587, ein wie ich meine sehr guter Wert. Arbeitsabstand 31mm, Linsendurchmesser 45mm. Daraus erechnet sich ein halber Öffnungswinkel von 35,97° Hieraus der Sinus ist die numerische Apertur, ich denke das Mitutoyo kommt da nicht ran ;) Ich kenne mich mit Optik wenig aus und denke da werden andere Faktoren (wie z.B. Betrachtungswinkel) auch eine bedeutende Rolle spielen.
--- Ende Zitat ---

Das ist zwar rechnerisch richtig, aber bei einem Stereomikroskop ist die vordere Linse in der Regel NICHT die Eintrittspupille, und damit auch nicht der für die NA-Berechnung wirksame optische Durchmesser! Ich glaube nicht, dass das Zeiss eine höhere NA hat, als das angeführte Mitu 20x...

Grüße Markus

Sebastian:
Warum soll die 50d nicht geeignet sein? Der EFSC ist absolut geräuschlos, bei Beginn der Fotografie bewegt sich nix (laut Charles Krebs). Danach kommt der Second curtain shutter und beeendet das Bild. Dann muss man warten (ich warte 5 sek.) bis die Kamera nicht mehr schwingt. Während der Aufnahme bewegt sich somit die Kamera nicht! Die ist also nicht der Grund, sondern muss sich woanders befinden.
Stefan, du vergisst Bei deiner Rechnung die Vergrößerung meine ich.
Bei Objektiven muss die reingerechnet werden.
Es ist Physikalisch nicht möglich das das Zeiss höher auflöst als das Mitu.
Gruss Sebastian

etalon:
Hallo Sebastian,


--- Zitat ---Der EFSC ist absolut geräuschlos, bei Beginn der Fotografie bewegt sich nix (laut Charles Krebs). Danach kommt der Second curtain shutter und beeendet das Bild.
--- Ende Zitat ---

Das stimmt. Und der second curtain ist das Problem, da der Sensor während der Bewegung weiter belichtet wird, solange, bis der (mechanische) Verschluss ganz geschlossen ist. Das bedingt (natürlich je nach Sensorgröße, Verschlussmasse und Steifheit) unscharfe Bildbereiche (siehe obigen Link).


--- Zitat ---Stefan, du vergisst Bei deiner Rechnung die Vergrößerung meine ich.
Bei Objektiven muss die reingerechnet werden.
--- Ende Zitat ---

Nein, das stimmt nicht. Die NA wird ausschließlich durch die Beugung der Optik(Fassung) und damit durch den Durchmesser der Eintrittspupille und den Arbeitsabstand bestimmt. Die Vergrößerung entscheidet zusammen mit dem Sensorsampling nur darüber, ob Du alle Informationen, welche die Optik physikalisch in der Lage ist zu liefern, auch auflösen kannst. Dabei spielen auch optische Abberationen eine entscheidende Rolle...

Grüße Markus

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln