Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Gelbe Beläge
Galenit:
Ich bin kein Fachmann für Zschopau. Aber für Bindheimit ist soweit ich weiß, das Antimon "wichtiger" als das Blei, klingt dumm ich weiß.
Wenn es kaum Antimon gibt, gibts auch kaum Bindheimit. Mit wenig Blei auf ne Menge Antimon gibts auch, eine im verhältnis zum Blei, recht hohe "Menge" Bindheimit.
Da mir aber in Zschopau was die Heilige Dreifaltigkeit angeht eigentlich keine Antimon vorkommen bekannt sind, bezweifel ich deinen Bindheimit. Ich suche die ganze zeit nach Literatur, in der es einen Beleg dafür gäbe, konnte aber nichts finden.
Das nur Tetraedrit an Antimonerzen vorkommt, ist recht selten. Und auch wenn Fahlerz in Zschopau vorkommt gibt es keinen beleg dafür, das es die antimonhaltige Variante ist. Die einelnen Fahlerze zu bestimmen ist ja im generellen sehr schwer und es gibt ja keine allgemein Gültige Festlegung. Zum Beispiel kann man bis heute nciht eindeutig den Freibergit belegen, bzw. um es korrekter aus zu drücken, bestimmen.
DArum würd eich von den Blei-antimon-mineralien abstand nehmen. Evtl. eine zweite generation, von geleben Pyros? Oder mimetesit? Bzw. enthaltener Galnit, der die Beläge erzeugt? ist so ne dumme angewohnheit von Galenit, auch wenn er keinen Markasit enthält, meißt weißlich ab und zu gelb ....
Glück auf!
uwe:
Stefan,
danke für Deinen interessanten Beitrag. Ich nehme also Abstand von Bindheimit. Es sollte sich demnach um das Bleioxyd Massicot handeln, was von der "Heiligen Dreifaltigkeit" beschieben wird.
Das mit der Wichtigkeit des Antimongehaltes ist interessant. Ich habe mal eine Belegstufe aus Callenberg erworben, als nach der Wende diese Grube aufgelöst wurde. Ich bin nun stark im Zweifel, ob es sich um Bindheimit handelt (man hätte meinen sollen, daß die Bestimmung dort von Fachleuten gemacht wurde), denn Antimon ist nun in Callenberg noch unwahrscheinlicher als in Zschopau. Vermutlich sind die überwiegende Anzahl der mit Bindheimit bezeichneten Stufen doch (nur) Bleioxyd.
Glück Auf
Uwe
smoeller:
Hallo,
Auch wenn man nicht unbedingt immer auf Analogie-Schlüsse zwischen Fundgebieten zurückgreifen sollte:
Bindheimit kommt im Schwarzwald an Stellen (Wildschapbach, Wieden,Schauinsland) vor, an denen sogar Fahlerze selten sind, wenn sie überhaupt makroskopisch imn Erscheinung treten.
Ich denke, dass manchmal der Galenit mikroskopisch kleine Mengen Sb-Minerale führt oder im Erz winzige, auch unterm Mikro nicht zu sehende Fahlerzfunken drin sind. Deswegen Bindheimit auszuschliessen, nur weil niemand Fahlerz gefunden hat, ist nicht möglich. Massicotit ist meist blassgelb und wirkt oft eher weisslich.
Smoeller
pseudonym:
Hallo Uwe ,
sieht dein Bindheimit etwa so aus wie auf dem Bild ?
Habe diesen heute gekauft und er soll Nord 1 in Callenberg stammen !
Danke !
uwe:
Hallo Pseudonym,
die Stufe ist mit Sicherheit von Callenberg Nord 1, da nur dort Krokoit vorgekommen ist. Bei dem von mir erwähnte Stück mit Bindheimit ist der gelbe Belag auf bleiglanzhaltigem Quarzit, der vermutlich nicht aus dem Krokoittrum stammt. Gemeinsam mit Krokoit kommen allerdings auch andere gelbe Sekundärminerale vor - letzlich auch Limonit, da der Serpentit in der Nähe des Krokoittrumes auch magnetithaltig ist. Mit erscheint die gelbe Kruste auf der Stufe etwas zu rotstichig. Das kann allerdings auch durch das Licht beim Fotografieren herrühren.
Glück Auf
Uwe
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