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Fotos Nahbereich/Makroaufnahmen

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Harald Schillhammer:

--- Zitat von: Andreas Schmid am 28 Jan 18, 21:21 ---Den beleuchtungs und hintergrundaufwand kann man bei mikros vergessen. Die aufnahmetechnik ist vergleichbar. Spezialobjektiv stacking etc sind aber vergleichbar.

--- Ende Zitat ---

Andi, daran merkt man, dass du noch nie Mikros fotografiert hast. Der Beleuchtungsaufwand ist bei Mikros mindestens genauso aufwendig wie bei Makros und größeren Stücken. Du musst sogar noch genauer arbeiten, weil sich jede Änderung des Lichtwinkels und die Positionierung des Objekts im Bereich von wenigen Graden, resp. Bruchteilen von Millimetern abspielt. Dazu kommt oft noch der geringe Arbeitsabstand als limitierender Faktor. Manche Mikros lassen sich überhaupt nicht zufriedenstellend beleuchten, z.B. wenn ein Kristall mit 0,5 mm Größe am Grunde einer winzigen Höhlung in der Matrix sitzt und du nicht mit dem Licht reinkommst weil das Objektiv im Weg ist (was bei Schlackenmineralien oft der Fall ist). Da muss man halt dann Abstriche in den ästhetischen Wunschvorstellungen machen oder, so wie manche es handhaben, nur perfekt fotogene Stücke ablichten. Da bleibt aber dann der wissenschaftliche Dokumentationswert zugunsten der Reputation des Fotografen auf der Strecke.

Embarak:
Hallo,
Irgendwie läuft dieser thread aus dem Ruder.
Die ursprüngliche Frage eines Gastes ist:


--- Zitat ---Möchte mich mit dem Fotografieren (digital) von Mineralien und Fossilien im Nahbereich/Makrobereich beschäftigen.
Bitte um Rat, mit welcher Art von Kamera (Ausstattung/Technik) ich beginnen soll um beste Qualtät (Auflösung und Tiefenschärfe) zu erreichen.

--- Ende Zitat ---

Sebastians Frage war genau richtig

--- Zitat ---Welche Stufengrösse möchtest du Fotografieren?

--- Ende Zitat ---

Darauf haben wir noch keine Antwort.
Der Rest des threads ist ein Selbstläufer und ist für einen Gast eher irritierend.

Norbert

Andreas Schmid:
Jan
es hat nichts mit Arroganz zu tun Fotos kritisch zu betrachten. Ich bin immer noch mein eigener schärfster Kritiker. Aber ich sehe nicht ein warum ich einen Standard den ich versuche zu erreichen nicht auch bei anderen anlegen soll.
Aber egal. Die Kernfrage ist wie soll das Resultat aussehen. Und an dem orientiert sich letztlich auch die Antwort auf die oben gestellte Frage nach der Hardware. Meine Botschaft war nur gut gemeint indem ich versucht habe die Hardware Diskussion zu relativieren. Letztlich ist es nur ein kleiner Beitrag auf dem Weg zu einem guten Bild. Und ich meine keine Archivbilder oder Verkaufsfotos. Denn die müssen ja nicht besonders gut sein sondern sollen nur einen möglichst realistischen Eindruck einer Stufe vermitteln (mit jedem Handy möglich). So gesehen vermitteln aber fast alle Mikrofotos keinen realistischen Eindruck einer Stufe sondern sind nur Ausschnittfotos, wenn auch oft hochklassige.

Ja Hari da hast schon recht. Hier trifft ganz klar ästhetische Fotografie auf wissenschaftlich motivierte Dokumentationsfotografie. Ich denke nicht dass beide sich widersprechen. Es ist einfach eine andere Motivation dahinter. Leider werden qualitativ schlechte Fotos häufig mit der Argumentation rein wissenschaftlich bzw. dokumentativ motiviert zu sein gerechtfertigt. Und wir wissen beide dass es genug Fotografen gibt, du eingeschlossen, die gute Qualität mit wissenschaftlicher Dokumentation verbinden können. Ein wissenschaftliches Foto oder eines fürs Sammelarchiv soll doch auch so gut wie möglich sein (Schärfe, Farbwiedergabe......) und bedarf einer guten Ausrüstung.  Und davon ist der Markt voll. Und unzählige Tests beschäftigen sich mit diesen Fragen.
Am Schluss bleibt dann einfach nur noch eine Glaubensfrage übrig. Und jetzt zur Frage von Johannes: Gehäuse mit APS-C Sensor oder vergleichbar und ein Makroobjektiv 50 oder 90, 100 mm. Das ganze erwerbbar um 500.- - 1000.- neu und man ist für den Anfang perfekt ausgerüstet. Marke egal. Makroempfehlung Tamron 100 mm hat ein ausgezeichnetes Preis/Leistungsverhältnis. Wenn Geld keine Rolle spielt kann man auch gleich mit einer Vollformatkamera einsteigen. Übrigens stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite wo immer ich helfen kann. Kontakt: andreas.schmid@umena.at. Mikrobereich ist deine Baustelle Hari.

BG
Andreas

Alcest:

--- Zitat von: Andreas Schmid am 30 Jan 18, 12:33 ---es hat nichts mit Arroganz zu tun Fotos kritisch zu betrachten. Ich bin immer noch mein eigener schärfster Kritiker. Aber ich sehe nicht ein warum ich einen Standard den ich versuche zu erreichen nicht auch bei anderen anlegen soll.
--- Ende Zitat ---

Es kommt bei anderen (nicht nur bei mir) aber arrogant an. "Billigkameras können keine guten Bilder machen" oder "Mikros sind keine Kunst" sind anmaßende Äußerungen und du siehst ja auch bei Sebastian und Harald, dass das nicht gut ankommt. Ein Bild mag unter deinem Standard liegen aber den musst du nicht allen anderen mit solchen Powersätzen immer wieder auferlegen. Nur so als Feedback. Ich bin jetzt raus aus diesem Thread, aber das lag mir schon seit einiger Zeit in den Fingern.

Andreas Schmid:
Also lieber Jan

wenn du es als Arroganz empfindest dann ist es eben so. Ich denke das gehört hier nicht her und würde mir wünschen dass diese Diskussionen auf einem mehr sachlichen Niveau geführt werden. Und die Behauptung Mikrofotos sind keine Kunst habe ich so nie gemacht. Auch kann ich nirgends den Vorwurf der Arroganz lesen, ausser bei dir. Lediglich sind Sebastian und Hari anderer Meinung. Was übrigens dazu führt dass jeder von dem anderen noch lerenen kann. Es gibt nichts unbrauchbareres als Echoblasen. Würde mit den Vorwürfen ein wenig vorsichtiger umgehen. Meine Aussage hat sich auf die unterschiedlichen Anforderungsprofile beider Arten zu Fotografieren bezogen. Und was die Handyfotos betrifft so lasse ich jedem natürlich seine Meinung. Aber meine Meinung werde ich ja noch kommunizieren dürfen. Also werde oder bleib glücklich mit Handyfotos und ich werde es hoffentlich einmal mit meinen Bildern sein.
Wünsch dir noch einen schönen Tag und Johannes einen tollen Start in dieses interessante wie schöne Hobby.

BG
Andreas

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