Sehr geehrter Herr Dr. Kolitsch,
das dieses Bild zur Diskussion reizt, war mir klar! Ich hatte die Stufe 1986 selbst geborgen und zunächst als Graphit bestimmt, weil es sich um eine sehr weiches (man kann damit auf Papier schreiben) und biegsames Mineral handelt. Auch ist die elektrische Leitfähigkeit sehr hoch. Später kamen mir dann Zweifel, weil die Winkel an dem Kristall nicht stimmten. Ich opferte daher den größten Teil der Stufe und untersuchte es chemisch. Schon die Löslichkeit in warmer Salpetersäure berechtigten meine Zweifel und nach starker Verdünnung und Zugabe von HCl ergab sich der typische zuckerkörnige Niederschlag und der Bleinachweis mit Kaliumchromat war positiv. Auf der zur chemischen Bestimmung geopferten Mineralprobe (sehr verbogen und zerknittert) waren rechteckige Kristallregionen erkennbar.
Diese Antwort wird Sie sicherlich nicht zufriedenstellen und ich kann Ihnen auch keine Mineralprobe zur Verfügung stellen, denn der fotografierte Kristall ist der einzige Beleg den ich noch habe.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Baumgärtl