Auffällig ist also, dass es sich bei diesen als Beispiele angeführten Hölzern (aus Kizilcahamam, Megyaszo-Tetlinke Graben, Fony etc.) immer um Nadelhölzer handelt, bzw., wo näher bestimmt, oft um Cupressaceae / Taxodiaceae.
Auch aus dem jurassischen Cerro Cuadrado Fossil Forest habe ich seit kurzem ein Stück Nadelholz, das vmtl. winzige Durchwurzelungen aufweist:

Durchwurzelungen – an bestimmte Holzarten gebunden?

Durchwurzelungen – an bestimmte Holzarten gebunden?
Nun könnte man das ja auf die gängige Gleichsetzung Nadelholz = Weichholz, Laubholz = Hartholz zurückführen, aber ich fürchte, das wäre zu stark vereinfacht.
Erstens gibt es ja sowohl bei Laub- als auch bei Nadelhölzern unterschiedlich "harte" Arten, und zudem vermodert totes Laubholz im oder am Boden doch genau so wie Nadelholz (bzw. wird von unterschiedlichen Organismen zersetzt), wenn auch vielleicht manchmal ein wenig langsamer.
Hat da jemand irgend eine Erklärung dafür, warum anscheinend Nadelhölzer bevorzugt durchwurzelt werden? Oder ist diese (scheinbare?) Beschränkung auf Koniferen ohnehin nur ein durch die Fossilüberlieferung bedingter Zufall, und hat nichts mit dem Vorgang der Durchwurzelung an sich zu tun?
Wobei es ja auch interessant wäre, ob und welche Durchwurzelungen bereits am lebenden Baum stattfanden, oder erst (und welche) bei abgestorbenen Organismen, also im Totholz. Das wird sich aber an den Fossilien wohl kaum oder nur schwerlich feststellen lassen - zumindest bei einer Durchwurzelung an der lebenden Pflanze weiß ich nicht, wie das zu beweisen wäre (zur Seite gedrücktes Gewebe könnte m.E. auch bei der Durchwurzelung von feuchtem, vollgesogenem / wassergesättigtem Totholz entstehen), und umgekehrt beweist ein bereits im Zustand der Zersetzung fossilisiertes durchwurzeltes Holz aber nicht, dass auch die Durchwurzelung erst im Abbauprozess stattgefunden hat - wenngleich das hier dann doch eher plausibel wäre.