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Wissenschaftliches zu der Achatgenese

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Jochen1Knochen:
Hallo Markus!
Wenns doch nur so einfach wäre! :)
Die grüne Farbe ist in der Atmosphäre dauerhaft stabil .Eventuell käme eine Nickelverbindung in Frage.Der Niederschlag ist wie schon geschrieben hellblau und nicht braun.
Weiterhin entstehen beim Lösen von eisenhaltigen Verbindungen in Flußsäure feinste Bläschen.Diese Reaktion ist hier nicht zu beobachten.Der grüne Anteil dieses angeblichen Jaspis wird bereits in der ersten Sekunde zersetzt.Dann passiert nichts mehr !
Weiterhin gibt es neben den grünen Stücken die roten mit unterschiedlichen Farbgebungen.Eventuell sind ja diese unterschiedlichen Beimischungen auch verantwortlich für die Härteunterschiede-je nachdem wieviel beigemischt ist.
Da ist mir noch aufgefallen,daß im Lexikon in der Beschreibung zur Fundstelle auch diese Aschetheorie geschrieben ist.
Irgendwie verstehe ich nicht,daß es jede Menge Artikel zu den Achaten von St.Egidien gibt,aber das Grundmaterial in seiner Substanz nicht richtig untersucht wird!
Na ja-dann ist das eben ein Jaspisähnliches-Chalcedonartiges Hornsteinaschekonglomerat mit etwas drin ;D
Es grüßt euch alle mit einem Herzlichen
Glück Auf!
Jens

agategerd:
Hallo Jens

Diese Untersuchungen gibt es .
siehe Artikel"Achate aus sächsischen Vulkaniten des Erzgebigischen Beckens" von R. Möckel und J. Götze
in den Veröffentlichungen des Museums für Naturkunde Chemnitz, Band 30 (2007) 25-60.


Sammlergrüße Gerd

PS: Bestimmt im Museums Shop noch erhältlich

Jochen1Knochen:
Hallo Gerd!
Ja gut-dann fahre ich jetzt mal schnell die 400km und schau mal obs die Broschüre noch gibt. :-\
Gruß Jens

nwsachse:
http://www.naturkunde-chemnitz.de/index.php?id=natur&pg=publikationen

Bestellung ist auch per Mail / Kontaktformular moeglich.

cmd.powell:
@Jens: Fe2+ ist nur in wässriger Lösung gegenüber Sauerstoff instabil und wird zu Fe3+ oxidiert. In festen Verbindungen ist es relativ stabil und über längere Zeiträume haltbar (auch geologische !). Je nach Bedingung ist auch die Reduktion von rotbraunen Fe3+ zum grünlichen Fe2+ möglich. Solch eine Reduktion erklärt häufig graugrüne Schlieren oder Bänder in so rostbraunem Gestein.
Das bei Lösen von Eisenverbindungen in Flusssäure Bläschen entstehen müssen, ist schlicht falsch ! Solange das Eisen nicht an Anionen gebunden ist, die beim Lösen in Form einer gasförmigen Verbindung freigesetzt werden, gibt es auch keine Bläschen. Letztlich gibt es in der Natur nur die Gruppe der Carbonate, die mit Säuren Bläschen bilden (Kohlendioxid). Alle anderen Verbindungen gehen meist unauffälliger in Lösung. Das Einzige, was sonst noch zu Blasenbildung beim Lösen führen könnte wären im Kristall/Gestein eingeschlossene Gasbläschen.
Nach dem "Klockmann" und dem "Rössler" ist Jaspis eine dichte gesteinsbildene Form von Chalcedon, wechsend stark durch Eisen- oder Manganoxide gefärbt. Die verschiedenen Farben lassen sich durchaus erschöpfend durch die verschiedenen Oxidationsstufen dieser Elemente erklären. Unterschiede in der Härte/Dichte innerhalb eines Stückes lassen sich durch Schwächezonen o.ä. erklären, in die korrodierende Lösungen eingedrungen sind.

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