Mineralien / Minerals / Minerales > Achate / Agates
Wissenschaftliches zu der Achatgenese
Steinbeißer:
Die neuste Theorie besagt ja den Vorgang mit difundiertem Wasser,Lösung der Kieselsäure und Eintritt
in einen Hohlraum aus.Wobei es verschiedene Varianten gibt.Den Schwebezustang,Ablagerungszusand
und und.Was ich auch in einen gewissen Maße nachvollziehen kann.
Mit der Färbung ist auch Nachvollziebar.Was aber die Frage von Bernd noch nicht beantwortet.
Mal ein Versuch,warum unterschiedliche Achate dicht beieinander vorkommen!
Wenn man der These des Vulkangesteins folgt,rührt dieses ja aus einer Eruption die aus einer
Magmakammer bis an die Oberfläsche und dort als Lavastrom oder explosionsartig verteilt wurde.
Die aufsteigende Lava durchdrang viele Erdschichten die mit allem was die Zusammensetzung von Mineralien ausmacht.Also können sich unterschiedliche Substanzen als Mantel der Blase neben einander abgelagert haben.Gebietsmäßig haben sich verschiedene Achatbildungen oder Färbungen etalbiert was abhängig von den zu durchdringenden Erdschischten der Lava abhängig ist.Auch wurden durch frühzeitliche Meeresströme das Gestein transportiert und durcheinander gebracht,unterschiedlich abgelagern , man beachte die Schwere,den Strömungsverlauf und Geschwindigkeit.
Ist das ein Ansatz ?
Gruß Steinbeißer
Bernd G:
ja das selbe gibt es aber auch bei achaten im niedertemperaturbereich, das unterschiedliche achate neben einander liegen.
sogar in den luftwurzeln der psaronien von chemnitz sind fast alle achate unterschiedlich.und da sind nur millimeter abstände.
gruß bernd
Ralf:
Hallo Rosi,
schön, daß Du Dich an dieser Diskussion beteiligst. Hier sind alle gedanken erlaubt, und Wissenschaftler sind iwr - glaube ich - alle nicht.
Interessant ist Dein Ansatz mit der Rotation der Blasen. Darauf bin ich noch nicht gekommen ( sonst schon jemand ? )
Wäre auf jeden Fall ein Indiz, warum die Schichten im Achat so gleichmäßig abgesetzt sind und würde auch auf die Lagenbildung in der " ruhenden " Blase erklären. Was die Färbung angeht ist das so eine Sache. Ganz sicher wird der Achat von farbgebenden Mineralien " infiltriert ". Die Frage ist nur wann und ob diese bereits in der Kieselsäure gelöst sind, später von außen eindringen oder bereits im Inneren der Blase eingeschlossen wurden. M.E. spricht einiges dafür, das dies nach dem erhärten des Kieselgels erfolgt. Quasi hydrothermal.
Zum einen sind die Farbzonen fast immer an die Sphärolithe der jeweiligen Lage gebunden ( es gibt Ausnahmen ) . Zum anderen können diese Farben auch wieder verloren gehen. Z.B. die Achate aus den Moselgeschieben haben fast alle Ihre Farbe verloren. Letzteres weist darauf hin, daß die farbgebenden Stoffe nach dem Aushärten des Achates wandern können. Sicher spielt es auch eine Rolle, daß die einzelnen Schichten eine unterschiedliche Dichte haben. Je nach Dichte setzten sich einige Stoffe ab, andere nicht. Was gegen die Rotationstheorie spricht sind die Pseudomorphosen. Heißt, im inneren einer noch hohlen Blase sind zunächst Kristalle gewachsen, die später vom Achat eingeschlossen und umgewandelt wurden. Hier muß der Achat eindeutig nach dem Erkalten der Lava gebildet worden sein. Eine Rotation ist somit - zumindest in diesem Fall - ausgeschlossen. Das heißt aber nicht, das es grundsätzlich unmöglich ist. Ganz sicher passt es auch nicht auf die Gangachate, die ja nicht als Mandel, sondern als Schichten ausgebildet sind.
Die entstehung von Gangachaten und auch von Zwickelachaten sind m.M. nach ausschließlich auf hydrothermale Vorgänge zurückzuführen. Ich denke mit dieser Meinung stehe ich auch nicht alleine. Gleiches dürfte auch für die Sedimentachate gelten, die ja nicht vulkanischen Ursprungs sind. Bleiben noch die Pseudomorphosen. Dabei meine ich jetzt nicht die Pseudomorphosen in Mandeln, sondern z.B. die Pseudomorphosen von Achat nach Aragonit, wie sie z.B. aus dem Kongo bekannt sind. Hier sind Sinterbildungen aus Aragonit in Quarz und Achat umgewandelt worden. Also ganz sicher im Niedertemperaturbereich.
Last not least ist der Vorgang auch umgekehrt möglich, wie Pseudomorphosen von Calcit nach Achat - z.B. aus dem Steinbruch Juchem in Idar - beweisen. Hier wurde der Achat unter beibehaltung der Bänderungsstruktur vollständig in Calcit umgewandelt.
Vielleicht betrachten wir die ganze Genese auch viel zu kompliziert und alles ist viel einfacher.
Ralf
Bernd G:
hallo ralf,
ja aber dann müsst man davon ausgehen das die blasen schon mit sio2 kieselsäure gefüllt sind oder ?
Steinbeißer:
Dann scheint die Kieselsäure seltsame Wege zu gehen.
Sie macht warscheinlich keinen Unterschied ob sie aus Gestein oder einer Wurzel stammt.
Wenn der entsprechende Katalysator vorhanden ist bildet sich Achat.
Was der Katalysator auch sein mag,er entscheidet zu welcher Form sich SiO2 manifestiert,
oder umgebildet wird.
Gruß Steinbeißer
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