Hallo Ralf,
Deine Erklärungen zu Sphärolithen usw. ist sehr einleuchtend; also kann man bei dem von mir eingestellten Achat sagen,daß es sich um Sphärolithen handelt,denn auf der Rückseite sind diese von Dir erwähnten Kügelchen zu sehen.
Ausserdem kann man dann auch sagen,daß der Achat aus Uffhofen,den ich imAtlas habe,ein Gelber !
keine Pseudomorphose,sondern eine Perimorphose ist ,oder ?
Jedenfalls gut,daß es Fachleute wie Dich gibt,die es so gut erläutern.
und tschüß
Ulrich
Hallo Ulli,
der Achat, den Du zuletzt hier einegstellt hast zeigt Sphärolithe.
Im Grunde sind Sphärolithe nix besonderes, denn z.B. jeder Festungsachat besteht im Grunde aus aneinandergereihten Sphärolithen, und zwar in jeder einzelnen Lage. Hier haben sie allerdings seitlich so wenig Platz, dass sie sich gegenseitig im Wachstum behindern. Nur die " Köpfe " können sich ungehindert entfalten. Dadurch entsteht dann der wellenförmige Eindruck dieser Lagen.
Wenn solche Sphärolithe allerdings Platz haben, das ist oft in Chalcedon der Fall, können sie Ihre allseitig kugelige Form entfalten.
Pseudomorphose und Perimorphose lassen sich bei Achaten nur sehr schwer oder gar nicht voneinander unterscheiden. Bei einer Pseudomorphose wird das komplette Ursprungsmineral von einem anderen, hier Achat, verdrängt. Quasi 1 zu 1 ausgetauscht.
Bei einer Perimorphose wird ein Mineral von einem anderen äußerlich umschlossen und später das ursprüngliche Mineral weggelöst. Übrig bleiben hohle Positivabgüsse des ehemaligen Minerals.
Bei Achaten ist das aber oft nicht mehr genau festzustellen. Es kann auch sein, dass Kristalle von Achat umschlossen und dann komplett weggelöst werden. Dann bleiben Negativabdrücke übrig, die ebenfalls hohl sind. Ob hier eine Unterscheidung von Belang ist, muss jeder für sich entscheiden.