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Autor Thema: Kieselholz aus den Elbekiesen  (Gelesen 532 mal)

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Offline Chrischan

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Kieselholz aus den Elbekiesen
« am: 30 Dez 18, 14:11 »
Hallo

anbei mal wieder ein Stück aus den Elbekiesen der Lausitz, ab und zu habe ich von diesen ?Holz kleinere meist nur Bruchstücke in den Elbekiesen gefunden, bei diesem schien sich aber ein Schnitt zu lohnen.Um welche Holzart handelt es sich?  Zu sehen ist ein leicht gequetschtes ?Stammfragment, das Stück ist nur geschliffen, werde aber sobald es fertig ist ein Aussagekräftigeres Bild nachreichen.
Danke schonmal im voraus.

Gruß Christian

Offline oliverOliver

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Re: Kieselholz aus den Elbekiesen
« Antwort #1 am: 30 Dez 18, 15:12 »
ist ein schöner Querschnitt, und scheint zudem kein "normales Holz" zu sein, sondern was "Besonderes".
Habe eine Vermutung, würde aber eine Zuordnung gerne jenen Mitgliedern überlassen, die sich in der Materie wirklich auskennen (z.B. Lausitz, Sargentodoxa, Gnoisi, ...)

Offline Chrischan

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Re: Kieselholz aus den Elbekiesen
« Antwort #2 am: 20 Jan 19, 12:41 »
so anbei noch 2 Aktuelle Bilder, leider habe ich beim schleifen/polieren nicht so sauber gearbeitet und somit sind an zwei drei Stellen ganz schöne Kratzer reingekommen  >:( .

Grüße Christian
 

Offline Lausitz

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Re: Kieselholz aus den Elbekiesen
« Antwort #3 am: 20 Jan 19, 16:50 »
Solche Funde in den Altelbeschottern werden bei den Sammlern der Region gern unter der Bezeichnung Bärlapp geführt. Meist sind solche kleinen Achsen von verkieselten Tuff umgeben. Könnten es nicht auch einfach nur Wurzeln von anderen Baumarten sein, die mit dem umgebenden Boden verkieselten?

Offline oliverOliver

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Re: Kieselholz aus den Elbekiesen
« Antwort #4 am: 22 Jan 19, 12:49 »
Zitat
Könnten es nicht auch einfach nur Wurzeln von anderen Baumarten sein, die mit dem umgebenden Boden verkieselten?

Ja das hab ich mich auch schon öfters gefragt - v.a. bei Stücken, bei denen nur "Holz" und ringsum mehr oder weniger unstrukturierter verkieselter Tuff zu sehen ist, könnte das gut hinkommen (gab da schon mal eine Diskussion dazu - siehe https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?topic=6640.msg165610#msg165610).
Bei anderen, wo eine "äußere Begrenzung" der anscheinend weitgehend aufgelösten Rindenschichten vorhanden ist, dürfte es sich vermutlich aber doch um Bärlappachsen handeln (siehe z.B. https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?topic=6640.msg324446#msg324446).
Würde das also nicht verallgemeinern, muss wohl bei jedem Stück analysiert/abgewogen werden.
Interessant wäre einmal eine professionelle paläobotanische Bestimmung solcher "Bärlappe" in unterschiedlichen Ausprägungen - das könnte Klarheit schaffen, sonst bleibts ohnehin beim Raten ....

Offline Sargentodoxa

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Re: Kieselholz aus den Elbekiesen
« Antwort #5 am: 22 Jan 19, 18:32 »
Hallo
Zumindest bei den hier gezeigten Stücken ist die umgebene Matrix (bezeichne ich mal so) nicht Tuff bzw. verkieselter Tuff. Diese "Matrix" besteht aus Chalcedon, Achatbildungen, kristalliner Quarz, ?Hornstein und Fremdstrukturen, die man schon vielfältig versucht hat zu deuten: u.a. Stromatolithen, Algenrasen, aufgelöste Rindenstrukturen (von den Bärlappen). Ein befriedigendes Ergebnis gibt es meines Wissens (noch) nicht. Ja, es gibt eindeutig Wurzeln in dieser Matrix. Sie sind winzig (1 bis 2mm), innen hohl, gelegentlich deutliche Zellen und als Abschluss  einen deutlichen Ring. Ich habe diese Wurzelchen als Schlauchwurzeln von Bärlappgewächsen gedeutet (wegen innen hohl?), die eigentlichen Wurzelorgane, die sog, Stigmarien gibt es ja auch im Hornstein, sehen aber anders als unsere Stücke aus. Da ich auch mehrere Stücke mit Gabelung habe, halte ich diese Achsen eher für Äste von Bärlappgewächsen, auch im Blick auf die gewaltigen Kronen der Schuppenbäume bei Rekonstruktionsbildern. Aber wie gesagt auch nur eine Theorie. Werner aus der Lausitz

 

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