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Giftigkeit verschiedener Mineralien
EinMineralienSammler:
Hallöchen,
ich habe zu Hause unter anderem Malachit, Azurit und Azurit-Malachit. Über deren Giftigkeit bin ich damals recht früh gestolpert, trotzdem würde mich interessieren, was passieren würde, wenn ich Kleinstmengen einatme und/oder auf der Haut habe.
Mein eigentliches Problem ist allerdings,dass ich auch einen Vanadinit hier habe, welchen ich zuvor ohne Dose am Schreibtisch gelagert und öfters in der Hand gehabt habe. Ich habe zwar typische Steckbriefe gelesen, in denen war die Giftigkeit allerdings nicht aufgeführt und die chemische Formel, die auf Blei schließen lässt hat mich schlicht nicht interessiert.
Nun Frage ich mich, wie gefährlich ist das Mineral letzlich? Und wie schlimm ist es, dass ich damit des öfteren OHNE danach Hände zu waschen, rumhantiert habe? (Es ist simpler Vanadinit, kein arsenhaltiger oder so)
Gruß
Dennis
Rockhounder:
Hallo Dennis,
die von Dir genannten Arten sind absolut ungefährlich. Das Kupfer,Blei oder auch Arsen,das darin enthalten ist,
ist chemisch gebunden. Diese Mineralien sind nicht toxisch.
Es gibt zwar giftige "Steine" bei denen man aufpassen muss,dass sie nicht in Kinderhand bzw. Kindermund geraten.
Da wären z.B. die farbenfrohen roten und gelben Arsensulfide Realgar und Auripigment. So schlimm sind die aber auch
wieder nicht. Man sollte halt keine Krümel verschlucken.
Deine Azurit - Malchit und Vanadinitstufen kannst da ohne Sorge in der Hand halten.
Gruß Norbert
smaragd123:
Da hätte ich direkt auch mal eine Frage.
Wie steht es mit Cerussit und Anglesit?
Rockhounder:
Auch bei Cerussit und Anglesit besteht keine Gefahr,dass man sich eine Bleivergiftung einfängt,
auch wenn die beiden Bleiverbindungen sind. :)
harzgeist:
--- Zitat ---Da wären z.B. die farbenfrohen roten und gelben Arsensulfide Realgar und Auripigment. So schlimm sind die aber auch wieder nicht.
--- Ende Zitat ---
Eben! Ganz und gar nicht. Kürzlich las ich (muss wohl hier im Forum gewesen sein), dass jemand Suizid begehen wollte, indem er eines der beiden in Mengen von mehreren hundert Gramm(!) gegessen hat. Eine Verstopfung war das einzige Resultat der Aktion ;D
Hier trifft das gesagte auch zu: Die chemische Bindung ist so stark, dass sie vom Körper nicht aufgespalten werden kann und das Zeugs unverändert wieder ausgeschieden wird - was bei solch großen Mengen schon mal schwierig werden kann....
Das gängigste wirklich giftige Mineral, das auch in vielen Sammlungen anzutreffen ist, dürfte wohl Erythrin sein. Wird oft vergessen, dass da auch Arsen drin ist.
Man müsste es aber halt essen, damit eine Giftwirkung eintritt - und wer tut das schon . Für Kinder allerdings definitiv ungeeignet!
Thomas
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