Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Eifel, Mendig - Bestimmungsfrage
IntronX:
Hallo,
Ihr beiden hattet recht. Trotz langer Messzeit (bis zu 180 Sekunden), gab es kein eindeutiges Ergebnis. Es gab Peaks, welche nach Phlogopit aussahen. Aber die Messungen waren insgesamt zu ungenau. Schade, aber dennoch interessant. Die Definition bleibt dann erstmal bei Biotit.
@ Uwe:
Danke für den Link. Wir hatten uns natürlich auch an der Rruff-Datenbank orientiert.
Offtopic:
Eindeutig war dagegen das Ergebnis zu einem Stück aus Altenmittlau, "Steinbruch Schmitt". Ich hatte eine kleine Handstufe mit grünen Kristallaggregaten dabei. Die Vermutung ging in Richtung Duftit. Es stellte sich aber als Zinkolivenit heraus. Hier waren die Peaks direkt bei der ersten Messung zweifelsfrei. Auch weitere Messungen ergaben immer dasselbe Ergebnis.
Ich hoffe, hier ist die Raman-Methode nicht anzuzweifeln.
Glück auf!
Lars
Fabian99:
Hallo,
beim Raman gibt es Molekülgruppen, die springen dich quasi an. Das sind Sachen wie z.B. CO3, SO4, Arsenate, Phosphate, Nitrate.
Diamant und Schwefel sind wegen der kovalenten Bindungen auch mehr als dankbar.
Dann gibt es Stoffe, bei denen ich es nicht so erwarten würde, z.B. Rutil und Anatas. Die gehen auch durch die Decke.
Bei dunklen Sachen ist das Problem die Zerstörung der Probe durch den Laser und die Absorption auf der anderen Seite.
Wilde Sachen kommen raus, wenn bunte Proben analysiert werden. Monazit oder Rubin mit einem grünen Laser gibt schon mal schnell schmalbandige Fluoreszenzen, die leicht als Signal gewertet werden.
Rote Minerale mit einem grünen Laser zu untersuchen ist auch nicht gerade optimal. Grün wird da absorbiert.
Fluoreszenzen sind sowieso ein Thema, zum Glück sind die oftmals wesentlicher breiter als die Ramanlinien und so zu erkennen.
Langes Schreiben, kurzer Sinn: Somit ist der Zinkolivenit als Arsenat ist auch dankbar ;-)
LG
Günter Blaß:
Hallo Lars,
ich kenne mich mit Raman nicht so gut aus,
aber ich weiß, dass Nikita Chukanov für Zinkolivenit einen mögliche Zusammensetzungsbereich von Cu0.5Zn1.5(AsO4)(OH)-Cu1.5Zn0.5(AsO4)(OH) angibt. Idealerweise Cu/Zn=1
MINDAT:
Structurally distinct, intermediate member of the solid solution series between Olivenite and Adamite with a Zn:Cu ratio of (ideally) 1:1; Zn and Cu atoms are ordered on two differently coordinated sites in the crystal structure. Chukanov et al. (2007) suggest the following compositional ranges for zincolivenite: Cu0.5Zn1.5(AsO4)(OH)-Cu1.5Zn0.5(AsO4)(OH).
NOTE: prior to the approval of zincolivenite, 'zinc-olivenite' or 'Zn-olivenite' were also used for Zn-bearing olivenites with unspecified Zn:Cu ratios.
Gruß Günter Blaß
Axinit:
Servus Lars,
wie Fabian99 schon schrieb, kann die Ramanspektroskopie Molekuelschwingungen detektieren, aber keine Informationen ueber anwesende Metallkationen liefern.
Das Spektrum liefert beispielsweise Informationen zur Anwesenheit von OH- und Arsenatanionen (so vorhanden), Kupfer oder Zinkkationen sind hingegen fuer das Spektrometer unsichtbar.
Mit diesen Informationen laesst sich das vorliegende Mineral einer Verbindungsklasse (z. B. Arsenat) zuordnen.
Fuer eine weitergehende Bestimmung brauchst Du Infos zu den vorhandenen Elementen --> EDX oder WDX oder klassische, nasschemische Analyse.
Eine Methode fuehrt in der Analytik selten allein zum Ziel - dies gilt auch fuer die Mineralbestimmung.
Fazit: Du hast vermutlich/wahrscheinlich ein Arsenat in Haenden - doch davon gibt es sehr viele, viele auch mit aehnlichen Zusammensetzungen. Falls Du das zugehoerige Etikett korrekt beschriften willst, musst Dir etwas mehr Muehe geben - no pain - no gain ;) ;D :).
LG
Harald
Fabian99:
Hallo Harald,
im Prinzip hast du recht, die Hauptpeaks sind die Molekülgruppen.
Aber in den kleinen Nebenpeaks sind Schwingsanteile der Ionen vorhanden. So unterscheidet sich Dolomit von Calcit.
Aber gutes Gerät, ausreichend stabil und vorsichtige Interpretation! Polarisationseffekte können größer sein!
LG
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