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Autor Thema: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht  (Gelesen 8720 mal)

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Offline Stefan

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Hallo Leute,

nach nun ca. 18 Jahren Mineralienatlas sind wir kaum darüber hinaus kommen, dass eine Hand voll Leuten die Arbeit für Alle machen. Ich plädiere dafür, nur noch und ausschließlich Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Jeder der was geändert haben möchte soll dies zukünftig selber tun. Sollten technische Probleme oder Verständnisfragen im Wege stehen bin ich dafür zu helfen und ggf. bei der Korrektur ebenfalls Hilfestellung zu geben. Teamwork ist nicht Toll ein Anderer machts.

Sollte dies so nicht funktionieren bin ich dafür den Mineralenatlas zu verkleinern. Ich sehe den Mineralienatlas in der derzeitigen Form trotz reger Aufrufe deutlich über 100000+ /Monat  als gescheitert an.

Fakt scheint, dass die Leute Monkultur bevorzugen und da hat Mindat allein schon sprachlich bedingt die Nase vorne. Insofern bin ich durchaus bereit bei der derzeitigen Unterstützungslage das Projekt zu verkleinern und auf Fundstellen etc. für mitarbeitende Kollegen zu beschränken.

Ich könnte mir vorstellen auszuwerten wer was im Lexikon beiträgt oder beitrug und die Zugriffe auf den Personenkreis zu beschränken.

Das ist jetzt mal reichlich provokant, aber meine Kapazität ist ausgereizt und meine Lust und Vermögen ein so ambitioniertes Projekt auf so wenigen Schultern weiter zu betreiben halte ich für aussichtslos. Vielleicht wäre es in der Tat besser sich gesund zu schrumpfen und zuzusehen wo die Monokultur hinführt.

Das ist jetzt mal ein Denkanstoß und Gedankenspiel der vielleicht ganz gut ins Sommerloch passt.
Viele Grüße
Stefan
« Letzte Änderung: 23 Aug 19, 22:54 von Stefan »

Offline Alcest

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe
« Antwort #1 am: 23 Aug 19, 23:23 »
Hallo Stefan,

da wird eine Antwort schwierig, ich versuche mich aber einmal daran.
Wenn ich einzelne Dinge missinterpretierte bitte ich um Aufklärung.

kaum darüber hinaus kommen, dass eine Hand voll Leuten die Arbeit für Alle machen. Ich plädiere dafür, nur noch und ausschließlich Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Jeder der was geändert haben möchte soll dies zukünftig selber tun.

Wenn es eine Diskussion um ein Bild mit fragwürdigen Zuordnungen gibt, dann wundere ich mich oft, wenn niemand (außer Mods/Admins) es bei einstimmiger Meinung (bspw. im Fall, dass das Bild auf Mindat korrekt betitelt ist) anpasst. Wenn ich so einen Post mal sehe, dann ändere ich es hin und wieder und ergänze in dem Fall, dass die Bestimmung unsicher ist, die Bildbeschreibung. Nicht oft, wenn ich es sehe, jedoch schon.

Oft kommt dann das Argument: "wir müssen den Bildautor/Einsteller kontaktieren!". Das ist natürlich eine "elendige" Aufgabe, da diese oft gar nicht mehr aktiv sind oder wahrscheinlich "besseres zu tun" haben, als sich im Nachhinein darum zu kümmern. Dann verbleiben oft "Diskussionsleichen" und das Bild bleibt unverändert im Atlas.


Sollte dies so nicht funktionieren bin ich dafür den Mineralenatlas zu verkleinern. Ich sehe den Mineralienatlas in der derzeitigen Form trotz reger Aufrufe deutlich über 100000+ /Monat  als gescheitert an.

Inwiefern stellst du dir diese Verkleinerung vor?


Fakt scheint, dass die Leute Monkultur bevorzugen und da hat Mindat allein schon sprachlich bedingt die Nase vorne. Insofern bin ich durchaus bereit bei der derzeitigen Unterstützungslage das Projekt zu verkleinern und auf Fundstellen etc. für mitarbeitende Kollegen zu beschränken.
Ich könnte mir vorstellen auszuwerten wer was im Lexikon beiträgt oder beitrug und die Zugriffe auf den Personenkreis zu beschränken.

Mindat ist eben Mindat. Ich finde die Seite deutlich komplizierter in Hinsicht auf die Bedienung. Die Fotos landen gern auch sonstwo, wenn es schon zig Bilder eines Minerals zu einem FO gibt. Das ist hier deutlich übersichtlicher und v. a. SEHR viel schneller.

Als ausschließlicher "Selbstkäufer" kann ich z. B. abgesehen von neuen Bildern überhaupt nichts (oder nur wenig) zu etwaigen Fundstellen beitragen. Außer, ich kaufe eine Neubestimmung für den FO und ergänze es dann.

Wenn ich mal im Rahmen von Urlauben bei Fundstellen bin, dann mache ich auch Bilder und ergänze diese und Beschreibungen der Fundstellen. Das passiert aber nur sehr selten, da ich wenig herumkomme.

Relativ oft ergänze ich Schreibfehler oder fehlende Angaben auf Mineralseiten. Wenn z. B. bei Nickelin steht "nicht radioaktiv", dann ergänze ich beispielsweise: das Mineral selbst ist nicht radioaktiv, ist aber sehr oft mit Uranmineralen vergesellschaftet. Ich bin aber ein ziemlicher Fachidiot und kann da nicht allzu viel beitragen.

In der Summe trage ich recht wenig bei, versuche aber zumindest im beschränkten Umfang etwas zu tun.

Das ist jetzt mal reichlich provokant, aber meine Kapazität ist ausgereizt und meine Lust und Vermögen ein so ambitioniertes Projekt auf so wenigen Schultern weiter zu betreiben halte ich für aussichtslos. Vielleicht wäre es in der Tat besser sich gesund zu schrumpfen und zuzusehen wo die Monokultur hinführt.
 

Ich bin immer noch dafür, dass es die Option mit Spenden gibt. Aber du meintest einst zu mir, dass das in der Vergangenheit nicht von großem Erfolg gekrönt war.

Was mir noch einfällt wäre eine Premiumoption. Beispielsweise eine Paywall bei Mineralporträts. Nur ist die Frage, ob das überhaupt angenommen wird. Schwierig. Da weiß ich auch nicht, ob das rechtlich überhaupt geht. Ich schätze, dass alles, was über Spenden geht, nicht geht...


----- kleiner Break -----

Auch, wenn es Zensurgeschreie geben wird: ich finde, dass manche Diskussionen viel zu heiß werden. Ich glänz(t)e nicht immer als Vorzeigebeispiel. Es gibt aber ein paar Nutzer, die sich von der Signatur bis zu einzelnen Posts fast nur mit unangenehm zu lesendem Größenwahn profilieren. Da sollte ein wenig aufgeräumt werden, denn das ist extrem abstoßend für Neuankömmlinge. Klar, viele "Neue" posten eh nur einmal. Manche haben jedoch ernstes Interesse und wenn dann gleich destruktiv geantwortet wird, dann gute Nacht.

Was mir noch auffällt: viele Neue posten (in Bezug auf Bestimmungsfragen) schlechte Bilder (ich rede von Bestimmungsthreads, eine Diskussion über Bildqualität im Lexikon möchte ich nicht lostreten). Oft ohne "Hallo!", "bitte" und auch ohne grundlegende Infos. Dann weist wer auf die Bestimmungshilfen mit, der Threadersteller macht aber nichts. Kein scharfes Bild, keine Härte, keine Strichfarbe. Nix. Dann geht ein wildes Gerate los, das nicht selten in Pöbeleien endet. Da fände ich es sinnvoll, dass der TE zu ein wenig Eigeninitiative genötigt wird. Alles andere endet in schlechter Threadqualität und das passiert mMn viel zu oft.

« Letzte Änderung: 24 Aug 19, 01:11 von Alcest »

Offline Harzsammler

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #2 am: 23 Aug 19, 23:44 »
Hallo,

sollte es so kommen wäre es sehr schade!

Trotzdem, ab einer gewissen Größe und vor allem langfristig lässt sich so ein Projekt sicher sehr schwer von privat betreiben.

Wäre es vielleicht eine Option das Ganze an einen ambitionierten Verein (sicher schwierig  ;)) oder an eine UNI zu übergeben?

Grüße,
Michael


Offline Mineralroli

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #3 am: 24 Aug 19, 00:02 »
Hallo Stefan
Zitat
Jeder der was geändert haben möchte soll dies zukünftig selber tun
Von der Sache her eine gute Idee, aber oft nicht möglich da vieles nur den Moderatoren obliegt.
Wenn ich z.B eine Druckfehler in einer Fundstelle, oder dessen Namen leicht ändern möchte geht das nicht.
Zitat
Ich könnte mir vorstellen auszuwerten wer was im Lexikon beiträgt oder beitrug und die Zugriffe auf den Personenkreis zu beschränken.
Halte ich auch für korrekt. Viele nutzen die Informationen, ohne selbst etwas beizutragen. Wie ich schon mehrfach andeutete besteht der größte Teil der Mitglieder aus Karteileichen, die sich mal angemeldet hatten um etwas bestimmen zu lassen und dann ist Funkstille. Man braucht nur auf die Mitglieder zugreifen bei künftige Geburtstage und sieht wann der letzte Zugriff war und meist ist dieser schon Jahre her (einige  schon mehr als 10 Jahre) und das sind keine Mitglieder mehr. Von daher Zugang für Mitglieder die auch bei der Gemeinschaft etwas dazu steuern.
Zitat
Vielleicht wäre es in der Tat besser sich gesund zu schrumpfen und zuzusehen wo die Monokultur hinführt.
Ja, Mitglieder die seit mehr als 2 Jahren den MA nicht mehr aufgerufen haben zu entfernen. Man kann sich ja wieder neu anmelden, wenn man der Sache aktiver gegenüber steht.
Die Diskussion über das Forum hat auch gezeigt das es bei den "alten Hasen" geblieben ist.
Beste Grüße
Roland
« Letzte Änderung: 24 Aug 19, 11:25 von Mineralroli »

Offline wolfi

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #4 am: 24 Aug 19, 07:34 »
Servus,
natürlich wäre das schade.
Ich habe aber auch eine gute Nachricht. Habe mein Equipment aufgerüstet und werde mich mit dem Thema Fotografie beschäftigen. Material in Form von MMs hab ich ja reichlich. Wenn das Wetter schlechter wird gehts los.
Prinzipiell halte ich die Übergabe des MA an eine Uni aber für eine gute Idee.
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline Stefan

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #5 am: 24 Aug 19, 08:21 »
Wir hatten schon einige Diskussionen zu Mineralienatlas und Uni etc. Bisher gab es keine einzige konkrete Interessensbekundung oder Initiative. Ich wäre jederzeit bereit die Eigentumsverhältnisse zu verändern. Ich denke immer noch an eine gemeinnützige Genossenschaft und habe diesbezüglich bereits angefangen die Satzung aufzusetzen. Mein Steuerberater rät mir davon ab da außer mehr Bürokratie und Kosten für mich wenig übrig bleiben wird. Ich habe auch nicht die Zeit mich stetig darum zu kümmern (Familie, Job).

Für mich ist es ein Unding, dass selbst nach 18 Jahren ich der nahzu Einzige (Danke ausdrücklich an die Wenigen, die Ergänzungen vornehmen) bin der neue Mineralien einträgt. Da habe ich grundlegend versagt dies auf breitere Schultern zu stellen.

Auch finden sich nur sehr wenige die Fundstellen beschreiben und Koordinaten eintragen. Oft recherchiere ich die Daten und ergänze sie.

Die neue Formationsdatenbank hat bis auf Einer!! niemand erweitert.

Mal ehrlich warum sollte ich meine Zeit dafür weiter aufwenden. Ich habe kein Problem damit an einem Projekt zu arbeiten und mehr zu investieren als zurück kommt. Ich kann mich in den 18 Jahren an wenige Fragen erinnern, mal zusammen zu Exkursionen zu gehen. Also auch da ist der Nutzen  für mich eher gering. Ein paar tolle  Freundschaften haben sich dann doch ergeben, was mir immer wieder Antrieb gibt.

Wie wäre es mal mit konkreten Angeboten und Unterstützung z.B. bei der "Umfirmierung".

Jeder macht lieber sein Ding und auch dieser Thread wird vermutlich nichts daran ändern. Ich bin niemand der ständig klappert um Aufmerksamkeit zu erregen. Vermutlich müsste ich mehr Klinken putzen ;)

Ich schreibe das gänzlich unemotional da die Situation ja nicht allzu neu ist  :D

Viele Grüße
Stefan
« Letzte Änderung: 24 Aug 19, 12:18 von Stefan »

Offline Sascha

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #6 am: 24 Aug 19, 09:47 »
Hallo Stefan,

eine Auswertung von Aktivitäten und an Hand dieser Berechtigungen zu verteilen schränkt aus meiner Sicht die Teilhabe enorm ein.

Hmm klar soll ja der Sinn sein.

Gesellschaftliche Werte die wir gerade haben, auch in Deutschland, noch auf dieses Forum anzuwenden. Also den Zugang nur einer bestimmten Gruppe zu erlauben der „Elite“ betrachte ich als äußert kritisch!

Gleichermaßen gibt Menschen die noch nicht über ein fundiertes Wissen im Bereich der Mineralogie verfügen, diese Personen, ich zähle mich dazu, können einfach nicht auf fragen im Forum antworten.

Beste Grüße
Sascha

Offline Lynx

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #7 am: 24 Aug 19, 10:14 »
Hallo Stefan

mir scheint, dass überall dasselbe Problem vorliegt.
1) Leute, die dabeisein wollen, gibt es viele. Arbeit übernehmen können und wollen dann schon weniger. Und Verantwortung übernehmen könen und wollen noch viel weniger. Normal.
2) Dazu kommt, dass Können und Wissen auf den verschiedenen Gebieten nicht unbedingt geschickt verteilt sind. Sprich: nicht jeder, der sich mit Fundstellen (oder auch speziellen Mineralien, Frmationen etc.) auskennt, hat die Fähigkeit, das geeignet weiterzugeben oder zu beschreiben. Das ist zunächst unabhängig von Punkt 1 und verringert weiter das Potenzial der "arbeitenden Gruppe".
Konkret: Vielleicht findet sich eine Gruppe Leute (andere, als jene, die bereits im Team des Atlas sind), die sich als Lektorat/Ghostwriter etc zur Verfügung stellen, und die dann jenen zur Hand gehen, die sich zu Ungeschickt zum Schreiben fühlen?
3) Es könnte sein, dass die Breite der im Lexikon vertretenen Themen eher dazu geführt hat, dass die Notwendigkeit zur Arbeit beizutragen, verschleiert wurde - es scheint ja schon alles da zu sein.
Konkret: Vielleicht wäre es sinnvoll, über eine Art Priorisierung jene Themen zu finden, an denen Mitglieder weiterarbeiten können und wollen und dafür jene einzufrieren (zu beenden) die nicht angenommen werden (Stichwort Formationsdatenbank)
4) Die Beiträge im Forum sind meines Erachtens nicht korrelliert mit den Beiträgen im Lexikon. Abgesehen von Bestimmungsthemen entsteht aus einer Forumsdiskussion kaum ein Lexikonartikel. Hier gäbes es meines Erachtens ein großes Potential.
Konkret: Bei einigen Themen würde eine Art abschließende Zusammenfassung des Threads mit Eintrag im Lexikon wohl schon viel weiterhelfen. Das wäre z.B. etwas, wozu ein Thread-Einsteller (insbesondere z.B. bei Bilddiskussionen oder anderen Lexikondiskussionen) verpflichtet werden könnte.
5) Mir  - und anderen vielleicht auch?- ist zum Teil unklar, welche Aufgaben als laufende Pflegearbeiten nötig sind. Ich trage dort bei, wo ich etwas finde und meine, geeignet Bescheid zu wissen. Aber wahrscheilich könnte ich an viel mehr Stellen eingreifen...
Konkret: Vielleicht sind leute bereit (evtl. auch im Projektsinn, d.h. mit definiertem ENde,) Aufgaben (jeseits des Ich hab da einen Fehler gefunden) zu übernehmen (mich eingeschlossen), die konkret formuliert sind? Eben um zu vermeiden, dass als Antwort kommt, "ich weiss ja nicht was ich tun kann"?

Das  soll nur eine Denksammlunsein...
Gruß Martin

Offline uwe

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #8 am: 24 Aug 19, 10:33 »
Grundsätzlich kann ich Stefan verstehen. Das Niveau des Atlas war Anfang 2000 ein anders, da damals fast alle user Enthusiasten waren. Trotzdem muß sich dieses Forum nicht hinter mindat verstecken. Für Sammler mit Sammelschwerpunkt Europa oder gar Deutschland bietet mindat sehr, sehr wenig. Fundorte beziehen sich überwiegend auf die USA. Schon aus diesem Grund ist dieses deutschsprachige Forum für Sammler in Deutschland wichtig. Mindat hat die Abteilung fremdsprachige  Beiträge nach einer Neuauflage gestrichen. Für Sammler ohne Englischkenntnisse würde beim Schließen vom Atlas kein qualifiziertes Forum mehr zur Verfügung stehen. Auch das Niederländische Forum Strahler.org wäre kein ebenbürdiger Ersatz. Im übrigen findet man bei mindat, im Vergleich zur Mitgliederzahl, auch nur wenige, welche sich aktiv beteiligen.

Vielleicht sollte das Forum wirklich gestrafft werden. Also auf jeglicher Schnickschnack wie Wettbewerbe und Bild- sowie Beitragsbewertungen verzichten. Die Abteilungen sollten auf das nötige reduziert werden. Lexikon mit der Bildergalerie sollten aber bleiben. Für Berichte von Mitgliedern zu Fundorten, Exkursionen, Börsen usw. sollte eine spezielle Abteilung (vielleiht als ein Forumsschwerpunkt) geschaffen werden. Dazu gibt es schon gute Ansätze (Conny 3), die aber auf Grund zahlreicher Bilder in viele Beiträge zerpflück werden mußten. Hier muß eine Möglichkeit geschaffen werden, soviel Bilder wie erforderlich in den Bericht einzufügen. (Ich hatte mich dazu schon mal geäußert.)

Bei eingen naturwissenschaftlich Foren können Besucher zwar (fast) alles lesen aber nichts dazu posten. Das hebt bestimmt die Qualität Für Bestimmungsanfragen gibt es einen Gastthread.

Also, Karteileichen endgültig beerdigen - lesen und das Lexikon besuchen könnten die ja noch. Und die user auf einen mehr oder weniger aktiven Kern beschränken. Dieser Kern könnte sich dann schon mal finanziell beteiligen. Bei einen zweistelligen Betrag wäre ich schon mit dabei.

Stefan, lasse bitte das Forum nicht sterben.

Gruß
Uwe

Offline pseudonym

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #9 am: 24 Aug 19, 11:52 »
Bin jetzt nicht so der richtige Experte um wie angesprochen effektiv mitarbeiten zu können ,missen möchte ich den Atlas aber auch nicht ,aber einen finanziellen Beitrag könnt ich mir durchaus vorstellen .

Offline Stefan

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #10 am: 24 Aug 19, 12:42 »
Mitarbeit beginnt in kleinen Dingen.

Wenn ich jemanden in der Sonne schwer Schaufeln sehe, kann ich mir denken, dass der Arbeiter Durst hat. Es ist bereits Mitarbeit ein Glas Wasser zu reichen, damit der Mann seine Arbeit verrichten kann. Dazu muss ich weder Wissen was er da tolles verlegen möchte  noch wofür der Graben gut ist.

Ja es ist kompliziert, man muss sich mit dem Wasserhahn beschäftigen, Wissen wo die Gläser stehen und das Wasser auch noch in das Gefäß bekommen. Man muss sich evtl. mit etwas beschäftigen, was jemand anderem und nicht primär sich selbst nutzt  ;)

Übertragen, man könnte sich mal ansehen wie das mit den GPS Koordinaten funktioniert und einfach anderen helfen die Informationen, die sie oft bereit sind beizusteuern, einzutragen. Man könnte aus Veröffentlichungen Mineraldaten vervollständigen. Die Farbe z.B. eines Minerals. Man könnte einfach mal ein wenig Recherchieren und versuchen ein Thema, Fundstelle wo wenig dazu eingetragen ist etwas zu vervollständigen. Heute wo alles im Internet mit wenigen Klicks greifbar ist, sind die Möglichkeiten doch unendlich.

Viele Grüße
Stefan

Offline Mineralroli

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #11 am: 24 Aug 19, 13:46 »
Zitat
Wenn ich jemanden in der Sonne schwer Schaufeln sehe, kann ich mir denken, dass der Arbeiter Durst hat. Es ist bereits Mitarbeit ein Glas Wasser zu reichen, damit der Mann seine Arbeit verrichten kann. Dazu muss ich weder Wissen was er da tolles verlegen möchte  noch wofür der Graben gut ist.
Ja es ist kompliziert, man muss sich mit dem Wasserhahn beschäftigen, Wissen wo die Gläser stehen und das Wasser auch noch in das Gefäß bekommen. Man muss sich evtl. mit etwas beschäftigen, was jemand anderem und nicht primär sich selbst nutzt
Perfekt, besser kann man das wohl kaum darstellen. Mitarbeit ist Mitarbeit auch wenn sie noch so gering ist. Ich habe mir auch viel selbst angeeignet und sooooo schwer ist es nicht. Zu den Mitgliedern: Wenn man die Karteileichen entsorgt, dann hat man den effektiven Stamm mit dem es sich zu arbeiten lohnt. Das Ergebnis wird zwar erschreckend sein, ist aber die Realität. Eine Präsenz im Facebook (nicht nur des Admin) halte ich auch für sinnvoll, denn ohne diese Netzwerke wird es schwer heute Bestand zu haben und vielleicht gibt es einen großen Zuwachs.

LG Roland
« Letzte Änderung: 24 Aug 19, 19:55 von Mineralroli »

Offline Schatten

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #12 am: 25 Aug 19, 09:07 »
Morjen Stefan,

ich kann Deine Frustration sehr gut nachvollziehen.

Ich sehe da ein grundsätzliches Problem, das Du ja selbst erkannt hast:

Es fällt Dir schwer Arbeit auch mal anderen zu gönnen  ;D

Zitat
Für mich ist es ein Unding, dass selbst nach 18 Jahren ich der nahzu Einzige (Danke ausdrücklich an die Wenigen, die Ergänzungen vornehmen) bin der neue Mineralien einträgt. Da habe ich grundlegend versagt dies auf breitere Schultern zu stellen.

Nur mal an diesem Bsp. , ich hatte in grauer Vorzeit, auch einige Neueintragungen (neue Mineralien) mit vorgenommen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, es geht Dir nicht schnell genug und Du hast viele Einträge bereits vorgepflegt und dann auch schon komplett übernommen.
Ha...wie praktisch für mich, so als Techniktroll, der Chef macht lieber selbst  ;)

Und so zieht sich das durch das gesamte Projekt.

Da ich durch Familie/Arbeit/Arbeit am Haus/ Arbeit im Garten auch eine angespanntes Zeitmanagement betreibe, ist meine Reaktionszeit für Mitarbeit deutlich schlechter geworden.
Das hat nichts mit Unwillen zu tun, es ist im Durchschnitt schlichtweg nicht möglich zeitnah zu reagieren.

Manchmal hilft es etwas einigen Aufgaben etwas Zeit zu geben und auf Mithilfe zu vertrauen.
Sicher: die Masse wird weiter konsumieren und Wenige werden die Arbeit für Alle übernehmen, so war es immer und so wird es immer sein  ;D
Mehr User bedeutet m.M.n. nicht automatisch mehr Mithilfe.  ;)

Also:
Anderen ruhig mal Arbeit gönnen und dann aber auch die Geduld und das Vertrauen aufbringen, dass die entsprechenden Themen bearbeitet werden.
Ruhig auch zu einzelnen Themenblöcken nochmals zur Mitarbeit aufrufen, nicht jeder sieht auf Anhieb was getan werden muss (ist wie in der realen Arbeitswelt  :P).

Vl. könnte man so ne Art Arbeitsgruppen bilden, nach Themen (Fundorte/Mineralien etc.) und so die Stärken der einzelnen Mitglieder bündeln?

Ich werde gern weiterhin meinen bescheidenen Beitrag leisten, sei es durch Fundstelleninfos (natürlich zu 99,99 % Raum Wernigerode) oder durch das Aufrufen zu mehr Taktgefühl und Gesprächskultur oder was mir sonst so auffällt. Aber es braucht halt manchmal etwas Zeit, die muss man mir dann auch einräumen können  :D

Gruß
Silvio

Offline Kupperdroll

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #13 am: 25 Aug 19, 11:00 »
Einen wunderschönen Guten ... und Glück Auf !

Zu Erst eine Bitte : Lasst den MA nicht sterben !!

Ich bin zwar schon einige Zeit hier angemeldet und habe bisher eigentlich immer versucht , nach meinen bescheidenem Wissen und Können , hier mit zuarbeiten . Es haben mir auch schon andere Mitglieder geholfen , einige Sachen zu ordnen oder neue Gedanken und neues Wissen zu generieren . Es gibt in diesem Thread schon gute Denkansätze . Die Bewertung von Bildern und Beiträgen ist ja sowieso immer nur subjektiv . Wenn aber jemandem ein Beitrag bei seiner Arbeit oder Hobby weitergeholfen hat , sollte dieser das doch , bei betreffender Seite , öffentlich machen .

Wir sollten aber eines nicht vergessen : Hier treffen sich Profis und Laien !! Ich halte nichts davon , das zu trennen !! Hier kann doch jeder von jedem lernen ? Oder ???     --  Und das macht für mich persönlich den Reiz und den Charme und die Einmaligkeit des MA aus .  --

Natürlich können wissenschaftliche Problematiken auch nur von den hiesigen Experten richtig be- und abgehandelt werden . Aber auch wir Laien könnten konstruktiv mit arbeiten . Wie ? Na so :
  1. Bilder von Fundorten geben doch auch einen Eindruck wieder , wie dieser sich auch verändert ( hier und da sicher auch zum Schlechten für uns alle )
  2. Muss es immer nur der perfekte Kristall sein sein , der ins Lexikon kommt ? Wie viele Stufen wurden gefunden , bis deeer Kristall gefunden wurde ? Der ist dann aber nicht vorherrschend .

Die Idee der ArbeitsGruppen ( AG ) finde ich nicht schlecht . Ich versuche meine Heimat , das Mansfelder Land , ein wenig zuordnen und zu vervollständigen . - Dazu nachher ein neuer Thread  - Aber das sind dann auch , z. T. längere Rechergen , die viel Zeit in Anspruch nehmen . Da ist dann auch noch Familie ( für mich Vorrang ) und ein Arbeitgeber , der sich nicht zwischen 4-Schichtsystem mit BIO-Rythmus und 3-Schichtsystem mit Mehrarbeit entscheiden kann , und das seit Jahren .

                                                               Und so geht das sicherlich auch vielen anderen !


Zum Abschluss wohl die entscheidende Frage : MA für Profis oder Laien oder für Alle ?


Danke für Eure Aufmerksamkeit und ein schönes Wochenende !

Offline Pcheloyad

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie es weiter geht
« Antwort #14 am: 25 Aug 19, 20:21 »
Guten Abend Stefan,

An erster Stelle stehst Du und Deine Familie, dann der MA !

Nach sovielen Jahren kannst Du Stolz und zufrieden sein, mit dem was Du und Deine Kollegen erschaffen habt.

Wie die weitere Entwicklung des MA verläuft, kann niemand garantieren bzw. vorhersehen, aber was gewesen ist und welches fachliche Wissen zusammengetragen wurde, ist offensichtlich und wird wohl für sehr lange Zeit nicht nur in unseren Köpfen, sondern hoffentlich auch als "Backup" sicher gespeichert sein.

Es ist eine Fundgrube der Mineralogie.


Dein Beispiel mit dem "Wasserreichen" an einen arbeitenden Menschen finde ich sehr treffend !

Silvios Vorschlag von Arbeitsgruppen trifft meine volle Zustimmung, gleichfalls seine Worte :

"Also:
Anderen ruhig mal Arbeit gönnen und dann aber auch die Geduld und das Vertrauen aufbringen, dass die entsprechenden Themen bearbeitet werden.
Ruhig auch zu einzelnen Themenblöcken nochmals zur Mitarbeit aufrufen, nicht jeder sieht auf Anhieb was getan werden muss (ist wie in der realen Arbeitswelt  "

Genau so ist es........Du brennst sonst aus und das wäre das "Letzte" was der Atlas gebrauchen kann.

Mit der Genossenschaft finde ich ne gute Idee.

Vllt. können die Kollegen etwas mit der BA Freiberg in die Wege leiten ?


Jetzt lehn Dich einfach zurück und mach Dir einen ruhigen Sonntagabend.

Beste Grüße vom Balkan

Marcus

P.S. Admins,Mods......behaltet mich bitte "im Auge". Werde in nächster Zeit bevorzugt das Revier Bulgarien bearbeiten. Seit Euch gewiss, da gibt es keine "?" oder ähnliches. Entweder ich gebe etwas heraus, was stimmt oder ich halte meinen Rand. Da bin ich ein sturer, aber nicht heemdiggscher ( heimtückisch ) Sachse.

 

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