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Börse Sainte Marie - Kurzbericht - Was gabs Neues ?
minfoss:
Glück auf!
die Hitzeschlacht in Ste.Marie-aux-Mines haben hoffentlich alle gut überstanden.
Da die Anzahl der Aussteller von Jahr zu Jahr steigt, ist es fast unmöglich alles gesehen zu haben. Neben den schon beschriebenen waren noch recht schöne kleinere und preiswerte!! Prehnite auf Epidot (Kayes/Mali) zu bekommen. Auch die chinesischen Händler hatten stark schwankende Preise für gleichwertiges Material. Für die "ausgesäuerten" Fluoritoktaeder musste für gute Handstufen (12 x 8 cm) keine 100,- € hingelegt werden. Ansonsten viel Masse statt Klasse.
Hallo mb, ein wenig mehr als collector geschrieben gab es schon aus Namibia. Nur war es nichts Neues - Aquamarin, Schörl, Fluorit ... aus dem Erongo. Stufen waren nicht schlecht, die Preise steigen in den letzen Jahren aber stetig. Wenn Du jetzt nicht zugreifst, wird es immer teurer, da auch "unten" die Preise im letzten Jahr sich fast verdoppelt haben. Für Namibiasammler gab es noch einen hightlight - Cupriteinzelkristalle mit Malachitüberzug bis 5 cm Durchmesser von der Onganja-Mine - Preise zwischen 250,- und 800,- Eus - musste bei diesen Preisen mächtig schlucken.
Weiterhin sehr auffällig, dass nun auch seriöse Händler rumänischer Minerale die bestrahlten Quarze als Morione/Rauchquarze en masse anbieten. Die Rumänen waren noch viel dreister - grüne Calcitkugeln auf Quarz entpuppten sich als Prehnite (wahrscheinlich aus Mali), Manganocalcit als Calcite, die in rosa Papier eingewickelt und nass gehalten werden, so dass auf der Oberfläche ein rosa "Anflug" entsteht und noch vieles mehr.
Ansonsten gab es bei den Tophändlern viele ausgezeichnete Turmaline aus Brasilien, Rhodochrosite von der Sweet-Home-Mine und auch eine ganze Menge Klassiker. Dabei muss man sagen, dass zu den Tophändlern auch Toppreise gehören.
Glück auf!
minfoss
Philip Blümner:
Hallo!
@der Sauerländer: Ich habe gehört, dass die nächstes Jahr Straßenarbeiten zu der Zeit machen müssen...oder sind es Kanalarbeiten? Irgendwie sowas auf jeden Fall.
Was gabs denn so an Erzen neben Stibnit?
Gruß
slugslayer
der Sauerländer:
Hi Sluggy
Da ich bekennender Erz-Mineralien-Sammler bin, schaue ich natürlich ziemlich genau hin.
Dieses Jahr habe ich auf Russland, bzw. GUS-Staaten gehofft. Nix war. Ein tschechischer Händler sagte mir, dass er mehrmals im Jahr hinfährt und kauft, aber Alles für den USA-Markt bunkert. Den einzigen Pyrhotin habe ich mitgenommen. Für meine Verhältnisse klein. Aber schön.
Ein bulgarischer Händler hatte gute Stufen, aber halt das Übliche. Habe trotzdem nicht widerstehen können und ein Stück erhandelt. Ein zerflossener Galenit mit Ätzstrukturen. Das ganze von schönen Quarzen garniert.
Wenn ich nicht schon einen richtig guten Kassiterit hätte, hätte ich zugeschlagen. 5 oder 6 gute habe ich gesehen. Und eines kannste mir glauben....wenn ich handele, dann ist ein marokkanischer Kamelhändler ein Waisenknabe. Meine Frau läuft dann schon weg :D :D :D ;D Der Ralf scheint das ebenfalls gut zu beherrschen. Bei den Poker-Faces aus China haste die Schmerzgrenze ganz schnell raus. Dann lobe ich ihn und gehe weiter. Freuen wir uns halt beide :D Mein Budget hat halt auch eine Schmerzgrenze :-\
Blei aus dem Tri-State-District war in wirklich guten Stufen zu haben. XX bis 15cm. Teuer.
Elmwood haben die Amis lange Jahre vollkommen unterschätzt. Jetzt nehmen deutsche Händler ihre guten Stücke wieder mit nach drüben. Die Amis sind sehr nationalbewusst und zahlen für Elmwood den 3-fachen Preis. Irgendwann werde ich da schon mein Schnäppchen finden.
Die Rumänen......tja, diese Rumänen. Achtlos liegen gute Bleistufen mit Zinkblende unter den Tischen und vorne liegt der geklebte und gefärbte Mist. Schwarzen Calcit gab es vor 2 Jahren kaum. Dafür dieses Jahr Bergeweise. Bournonit im normalen Rahmen. Nix tolles.
Panasqueira war wirklich gut vertreten. Das hat mich überrascht. Gute Stücke. An einer ca. 30cm- Stufe habe ich mir die Finger verbrannt. Die Wolframite glühten fast bei der Hitze. Das die nicht zersprungen sind, hat mich auch überrascht.
Spahlerit vom Picos de Europa konnte man Kiloweise kaufen. Leider nicht in guter Qualität. Der fehlt mir noch :-[
Rhodos von der Home-Sweet-Home-Mine scheinen mir billiger geworden. Dafür die aus Peru teurer. Und die aus der N`Chwaning- Mine waren durchweg schlecht. Egal. Eh zu teuer.
Ach ja....Silber aus Pöhla und Umgegend gab es reichlich und erstaunlich preiswert. Angebot und Nachfrage?
So, ich bin müde und mir fällt spontan nix mehr ein.
Gute Nacht 8)
McSchuerf:
--- Zitat ---Dieses Jahr habe ich auf Russland, bzw. GUS-Staaten gehofft. Nix war.
--- Ende Zitat ---
Kein Wunder, lieber Wilhelm..
...die russischen Erz-und anderen russischen Spezialitäten bunkere i c h ja schon seit Jahren.. :o 8)
..deswegen ist jetzt nichts mehr da.. ;) ;D
Gruß Peter
inschala:
So, nun will ich auch mal meinen Senf zu Ste. Marie abgeben, wobei mein Standpunkt hinter dem Verkaufstisch ist und nicht davor.
Bestätigung zu meinen Vorschreibern:
- wenig Neues ( Die Argentite aus Marokko sind zwar ein dreiviertel Jahr alt, aber ich glaube, bisher noch nicht so häufig auf dem europäischen Markt aufgetaucht. Gleiches gilt für Granat, Calcitperimorphosen und Lockensilber )
Ob die Chinesen was Neues hatten, weiß ich nicht, habe mangels Zeit und Interesse nicht darauf geachtet.
Silberminerale gabs -außer denen von Marokko- gegen Null. Ein paar Stücke aus Mexiko gesehen und das wars dann.
- Qualität oftmals so gut wie nicht vorhanden. ( Zumindest was auf den Tischen lag, wie es darunter ausgesehen hat .... ??? )
ABER: Es gab auch gute Mineralien und Stände, nur fallen die immer weniger auf und werden erdrückt durch die Massen von schrotteligen Chinesen, Rumänen etc.. Wenn man bei der Hitze den fünfzigsten Stand mit öligen Fluoriten gesehen hat, läßt natürlich Lust und Aufmerksamkeit nach, um noch schöne Sachen zu entdecken.
- Heiß war es auch... SEHR !
- Thema Fakes: Tja - im Forum schimpfen hilft nicht viel. Wenn man was tun will, und das gerade als Besucher dieser Messe, sollte man zum Veranstalter gehen und sich beschweren, dass Fakes und gezüchteter Kram nicht als solcher ausgezeichnet wird. Je mehr das tun, desto eher besteht die Chance, dass was passiert (und sei es nur deshalb, weil es der Veranstaltungsleitung auf die Nerven geht, wenn laufend jemand kommt :'().
- Was mich nun doch stark wundert, ist die Flohmarktmentalität, die hier im Forum auftaucht. Ich habe den Eindruck, ein Mineral, das man erworben hat, ist nur dann ein gutes Stück, wenn es billig war. Nicht das Mineral an sich wird gelobt - weil es selten oder optisch attraktiv ist, sondern "es hat nur 15 € gekostet" scheint wichtig zu sein. Klar stellt der eigene Geldbeutel die Grenze dessen dar, was jeder bereit ist auszugeben - nur eine Mineraliensammlung lebt von attraktiven, kuriosen Stufen oder von Stücken, die einem wichtig sind - und nicht von den Preisschildern, die hinten dran kleben. Wir haben auch einen Stein für unsere Sammlung gekauft. Obwohl wir sehr häufig in Marokko sind, haben wir in Ste. Marie bei einem deutschen Händler ein wunderschönes Lockensilber von Imiter gesehen und gekauft. Damit war zwar mit einem Stück unser Budget für die Sammlung aufgebraucht, aber dafür sind wir überzeugt, dass wir an Marokko-Silber selten etwas Schöneres gesehen haben und vermutlich so schnell auch nicht mehr sehen werden. Also werden wir an diesem Stück sicher lange unsere Freude haben. Sammeln bedeutet für uns: Prioritäten setzten und nicht eine "Kompromiss-Sammlung" aufzubauen.
- Handeln bis zur "Schmerzgrenze" - auch dazu noch ein paar kurze Anmerkungen: Ein kleines Zelt in Ste. Marie kostet etwas über 800 €, ein großes 1800 €, egal ob mit dem Transporter von Marokko oder mit dem Flugzeug aus China, Mensch und Mineralien müssen nach Ste. Marie gebracht werden, das kostet Geld und nicht gerade wenig. Gut, die "Überlebenskosten" in Ste. Marie kann jeder so groß oder klein halten, wie er will, aber auch das nagt am Geldbeutel.
Bevor der erste Stein überhaupt verkauft ist, fallen Börsen- und Transportkosten von 1500 bis 2500 € an. Wers nicht glaubt, setze sich bitte ins Auto und fahre mal schnell nach Marokko und zurück ;). Sprit und Mautgebühren sind schon beträchtlich. Flug und Luftfracht von China kosten auch Geld.
Ich feilsche auch, wenn ich Mineralien kaufe, aber nicht bis zur Schmerzgrenze. Ich finde es nämlich toll, dass Stücke aus allen Ecken der Welt den Weg bis kurz vor meine Haustür gefunden haben. Einiges davon ist mir zu teuer, dann kaufe ich es halt nicht, einiges zu schrottelig, das lass ich auch gerne liegen, aber wenns was Schönes ist, kann ich auch verstehen, dass es Geld kostet und bin auch bereit, dafür einiges zu zahlen. Ich will ja das Stück besitzen - deswegen muß ich mir die Frage stellen: wieviel ist es mir wert ? Und DAS ist für mich dann der angemessene Preis und nicht der, den ich nach weiteren 2 Stunden Handeln erzielen könnte. Leben und leben lassen ... und hoffentlich verdient dieser Händler so viel, dass er auch im nächsten Jahr wieder den langen Weg, von wo auch immer, nach Ste. Marie findet.
Vielleicht denkt der eine oder andere mal darüber nach, dass es nicht selbstverständlich ist, in Ste. Marie über 800 Händler aus der ganzen Welt zu sehen. Und dass es eigentlich egal ist, ob der Stein 15 oder 50 € gekostet hat, wenn es genau das Stück ist, das man schon immer haben wollte ;D.
MfG Inschala & stonesister
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