Hallo Erik, Hallo Peter,
nochmal etwas zu Waschen von Schwermineralen:
Das Gewässer sollte einem Grundgebirge entspringen oder in prähistorischer Zeit dort entsprungen sein. Granit und Granulit sind immer gut. Es gibt natürlich auch direkte Edelsteinseifgebiete in Deutschland, diese sind aber, wie zum Beispiel das Seuferzergründel im Osterzgebirge, eifersüchtigerweise zum Schutzgebiet erklärt worden und werden meist von hysterischen Forstbeamten bewacht.
In den freien Fließgewässern finden sich Schwerminerale nicht auf den Sandbänken, die der ruhig fließende Fluß ablagert. Interessant ist es dort, wo das Gewässer nach Hochwassern die Fließgeschwindigkeit abrupt verringert, also nach Flußengen, nach Biegungen an der Innenseite usw. Dort findet sich das beste Material zwischen den groben Flußschotter oder auch, falls das Gewässer direkt über gewachsene Felsen fließ, in den Felsritzen.
Zuerst muß man mal einige Kübel dieser Ablagerungen gewinnen. 10 Kübel pro Tag und Mann sollten genügen. Das muß man dann Schritt für Schritt durch Siebe verschiedener Maschengrößen geben. Das Ergebnis wäscht man dann entweder in einer Waschpfanne oder läßt es durch eine Waschrinne laufen.
Als Endergebnis erhält man dann den Schlich, aus dem man letztendlich unter dem Mikroskop die Schwermetalle aussortiert. Magnetit kann man ja auch mit dem Magnet aussortieren.
Alles in allem eine sehr schweißtreibende und zeitintensive Arbeit - wie mir meine Gewährsleute sehr glaubhaft versichert haben- , die auch einen Kofferraum voll Ausrüstung erforderlich macht.
Das sind auch die Gründe, warum ich persönlich noch nicht gewaschen habe und das vermutlich auch nicht tun werde.
Immerhin, wer's mal versucht sollte nicht überrascht sein, wenn er auch Goldflitter im Schlich findet.
Ich werde mal einige Bilder der notwendigen Ausrüstung beschaffen und diese zur "Abschreckung" veröffentlichen.
Glück Auf
Uwe