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Parkinsonia mit ??? / Vermisphinctes, Jura

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Erik:
Hallo,

habe gestern diesen leider nicht gut erhaltenen und von Störungen durchzogenen Parkinsonia aus Sengenthal etwas präpariert, dabei kam dieser Lappen an der Mündung zum Vorschein. Was ist das und wofür war das gut?

Verzeiht meine Unwissenheit ;D, aber tote Tiere sind nun mal eigentlich nicht mein Sammelgebiet...

Gruß, Erik

amaltheus:
Erstmal ... Dein Ammonit aus Sengental ist super erhalten ... auch wenn eine kleine Calzitader durchgeht ...
und vorallem absolut vollständig. Also ... besser gehts kaum !!  :) :)

Ob es sich um eine Parkinsonia handelt ... daran zweifle ich etwas.
Ich denke mal dass es eher ein: Vermisphinctes ist !?
Aber die Ammos aus dem sog. Braunen Jura sind nicht mehr mein Ding ... das sollen sich die Sengental-Spezis drüber auslassen.

Sehr schöne Vergleichsexemplare seht Ihr unter:
http://www.walter-esberger.de/ (dort dann Sengental anklicken)

Vollständig ... das sieht man an den sog. Ohren die am Gehäuseende sitzen (die "Lappen").
Diese Lappen / Ohren bezeichnet man auch als Mündungsapophysen oder Endmundsaum.
Warum uns weshalb manche Ammoniten diese / diesen haben .... man weiß es nicht mit absoluter Sicherheit ...
und wird man vielleicht auch nicht mit Sicherheit rausfinden ... weil die Tiere nicht mehr leben und man diese damit
nicht mehr live beobachten kann.

Folgende Erklärung ist die momentan wohl immer noch gültige und auch die plausibelste:

"Der Endmundsaum ist eine geschwungene Linie oder ein Ohr (Apophyse) am Gehäuseende. Er ist, wie auch die Gehäusegrösse, ein Hinweis auf  Geschlechtsdimorphismus bei Ammoniten. Ammoniten die sich auf den inneren Windungen nicht unterscheiden, aber eine unterschiedliche Größe und eine unterschiedliche Skulptur der Endwohnkammer aufweisen werden trotzdem einer Art zugeordnet. Die Männchen sind kleiner (Mikrokonche) und besitzen Apophysen am Endmundsaum, die Weibchen (Makrokonche) sind hingegen größer und haben diese nicht. Der eindeutige Beweis der Zweigeschlechtlichkeit ist aber noch nicht erbracht. Jugendformen weisen keine Apophysen auf."
Quelle: http://cekay.i-networx.de/Ammonitenbestimmung.htm

- Thomas -

Coen:
Da war Thomas mal wieder schneller  :-\ :'(
Lustig ist, dass ich genau das gleiche Zitat anbringen wollte ;D

Also dem ist nichts hnzuzufügen. Der Ammo ist wirklich gut erhalten! Mit welchen Mitteln hast du den präpariert?
Sieht so aus, als ob du keinen Sandstrahler verwendest. Da ich auch keinen habe und bald in Sengenthal sein werde, wäre das sehr interessant da alternative erfolgsversprechende Präparationsmethoden zu erfahren.

Erik:
Hallo,

naja, ganz vollständig ist der leider nicht, unten und rechts fehlt ein Stück (bißchen schwer zu erkennen), aber egal. Wenn ich das richtig verstehe war das ein adultes Tier und konnte - wegen den Ohren - auch nicht mehr weiterwachsen oder?

Die Werkzeuge mit denen ich präpariert habe? ;D Nein, kein Sandstrahler...angeschliffene Stricknadeln und ein Skalpell  ::)
Wie gesagt, ich sammel eigentlich keine Fossilien, daher fehlt mir auch das passende Werkzeug. Aber das Gestein ist relativ weich und geht gut zu bearbeiten. Das Einlegen in Wasser hilft auch etwas.

Gruß, Erik

Erik:

Okay, Thomas hat Recht, ein Parkinsonia ist das nicht. Da müßten die Rippen wohl kräftiger und außerdem am "Rücken" unterbrochen sein, was hier nicht der Fall ist.
Vermisphinctes erscheint mir auch wahrscheinlicher.

Danke & Gruß, Erik

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