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Siliziumkristall Schädlichkeit

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felsenmammut:
Glück Auf!

Silikose als Krankheitsbild bezieht sich traditionell auf Quarzstaub als Ursache und ist vor allem im Bergbau und bergbaunahen Berufen verbreitet, wenn entsprechende präventive und schützende Maßnahmen unterbleiben. Es können aber auch andere Silikate sein. Durch die Asbestindustrie hat die Asbestose ihren eigenen Namen bekommen. Die schädigende Wirkung ist letztlich ähnlich. Hauptursache für das Krankheitsbild ist eine zu große Menge feinster Staub, den der Körper nicht ausreichend schnell abbauen kann und der die Lunge schädigt und letztlich ihre Funktionsfähigkeit beeinträchtigt. Normalerweise reinigt das Staubfilterorgan Nase die eingeatmete Luft soweit, dass die Lunge gut arbeiten kann. Unterhalb von etwa 10 Mikrometer ist aber eine Grenze dieses Filterorgans erreicht und die Staubpartikel sind fein genug, um bis in die Lungenbläschen vorzudringen und ihre Funktionsfähigkeit zu stören. Da diese Partikelgrößen auch ohne menschengeschaffene Industrie in der Natur existieren, in die Lunge gelangen, sich dort festsetzen und akkumulieren würden, hat die Lunge bzw. der gesamte Organismus Mensch Strategien entwickelt, um sich dieser wieder zu entledigen. Die Regenerationsfähigkeit hat natürlich Grenzen.

Silizium wäre wohl sogar noch schädlicher als Quarz, da die Abbauraten in der Lunge noch geringer sind. Aber dazu muss man es erst einmal in ausreichender Menge auf eine lungengängige Partikelgröße und diese dann auch noch in die Lunge bringen. Das ist mit Zerbröseln zwischen den Fingern oder mit Werkzeug nicht zu schaffen.

Letztlich sind die Sorgen über Lungenschäden von dem wie hier beschriebenen zerbröselten Siliziumbrocken widerlegbar. Aber gerade als Anfägner ist nachfragen besser, als sich in falscher Sicherheit zu glauben.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Fabian99:

--- Zitat von: felsenmammut am 04 Jan 21, 01:02 ---Silizium wäre wohl sogar noch schädlicher als Quarz, da die Abbauraten in der Lunge noch geringer sind. Aber dazu muss man es erst einmal in ausreichender Menge auf eine lungengängige Partikelgröße und diese dann auch noch in die Lunge bringen.

--- Ende Zitat ---

Hallo,

nur an diesem Punkt möchte ich dir widersprechen. Nicht nur die Abbaurate in der Lunge spielt eine Rolle, sondern auch Biokompatibilität. Un die ist bei kristallinem SiO2 schlecht. Nicht nur die Elemente an sich spielen eine Rolle. So wird bei der Bewertung von Asbest neben der Faserlänge zu Durchmesser auch die Chemie in der Bewertungsformel verrechnet. So entsteht der Gefahrenindex. 

Richtig ist: Keine Panik. Diese Partikel im Bereich um 2-5µm erreicht du nciht über zerbröseln und Si ist so nicht als Gefahrstoff gelistet.

LG

pseudonym:
Das beste wird sein wir hören alle auf zu existieren denn existieren verursacht Unmengen an gefährlichen Stoffen die uns dann alle sowieso umbringen ....

Lynx:
Nix für ungut, Robert, aber als jemand der mit manchen dieser Stoffe beruflich umgeht, um die Qualität von Dingen zu erhöhen, die jeder täglich bis wöchentlich in die Hand nimmt, habe ich durchaus ein Interesse daran, dass für meinen Arbeitgeber (!) festgehalten ist, was diese Stoffe potentiell tun und auf welchen Sicherheitsmaßnahmen ich bestehen kann.


--- Zitat von: pseudonym am 04 Jan 21, 17:40 ---Das beste wird sein wir hören alle auf zu existieren denn existieren verursacht Unmengen an gefährlichen Stoffen die uns dann alle sowieso umbringen ....

--- Ende Zitat ---

Was ist Gustav mit dieser Aussage geholfen? Was hilft sie mir bei meinem Arbeitgeber? Was möchtest Du damit aussagen? Was möchtest du damit erreichen?

Vielleicht präzisierst Du, was Deine Aussage sein soll.

Beste Grüße,
Martin

SaschaN:
Hi,

nix für ungut aber ist die Frage von Gustav nicht schon längst ausführlich beantwortet worden?

Gruß Sascha

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