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beim Säubern verfärbt!
loismin:
Hallo Lia.
Ich nehme meine optische Bestimmung zurück.
Es ist Baryt von Steinbruch Winterberg.
Habe jetzt einige Bilder von anderen Stücken von dort gesehen und auch die Erklärung
für das Ritzen des Glases gekriegt.
Also die anderen Bilder zeigen eindeutig Baryt xx mit Endflächen , aber genauso in der Farbe wie in der
Ausbildung deiner Stufe .
Die Baryte von dort sollen manchmal einen Überzug aus Quarz haben der dann natürlich auch wesentlich härter ist wie der Baryt .
Loismin
oliverOliver:
--- Zitat ---einige Bilder von anderen Stücken von dort gesehen
--- Ende Zitat ---
Im Lexikon haben wir Fotos von zumindest 2 bis 3 Stufen, die dem Stück von Lia recht nahe kommen.
(Bild-Nr. 1424704782 und v.a. 1404070051, auch 1342128950)
M. Stark:
Hallo Mineralienfreunde!
Grundsätzlich lese ich solche Diskussionen immer gern. Auch deshalb weil ich schon in vielen Fällen meine anfängliche Meinung danach revidieren mußte. Dies ist auch der Grund, warum ich mich an solchen Diskussionen sehr selten beteilige. Nur manchmal sind Paragenese und Matrix so charakteristisch, daß eine Zuordnung anhand eines Fotos (,die ich sowieso nur selten als geeignet betrachte) oder des Stückes als solches diese unzweifelhaft zulassen, oder sagen wir besser zu 99%.
Und jetzt komme ich zum eigentlichen Punkt:
Solche Bestimmungen, wie in diesem Falle ("stammt aus Winterberg") ohne überhaupt sicher zu sein, ob es Baryt ist (was meine erste Vermutung anhand des Fotos auch war, ich diese aber aufgrund der Datenlage und der Unkenntnis des Fundortes nicht in die Diskussion werfen würde), landen dann in der Sammlung als "Baryt, Fundort Winterberg" und verbleiben dort als solche. In früheren Threads war es offensichtlich, daß einige der Bestimmungsanfragen mit dem Zweck erfolgten, diese Stücke später zu verkaufen. Ob Hinweise wie "bitte den Fundort mit ? versehen" oder "visuelle Bestimmung" dann auch tatsächlich umgesetzt werden, halte ich für unwahrscheinlich und dürfte von "Anfängern" (nicht das ich jemandem etwas unterstellen möchte) selten berherzigt werden und schon garnicht von denjenigen, die die Sammlung eines verstorbenen Angehörigen verkaufen möchten (meine Vermutung). Das Problem, das ich hier sehe ist, daß solche Stücke dann verkauft werden und in Sammlungen landen und die Historie zwangsläufig geglaubt wird. Das heißt, daß Fehlbestimmungen zunehmen.....
Zum vorliegenden Fall noch einige Anmerkungen:
1. Sollte es sich um Baryt, in diese Größe (!) und mit wenig oder keiner Matrix handeln, dann müßte jedem, Anfänger oder Experten, die enorme Masse auffallen.
2. Ich stimme weitestgehnd Helmut (Heli) zu, wenngleich ich es etwas anders ausgedrückt hätte.
3. Ohne Alois angreifen zu wollen, halte ich seine sehr sichere Aussage für gewagt, weil dies zu den obenbeschriebenen Problemen führt.
4. Ein Mitglied hatte gesagt, daß das Stück aus Winterberg und den 80gern stammt. In dem Falle wäre es zumindest für mich wichtig zu wissen, und ich vermute das es so ist, ob er ein Kenner des Fundortes ist. Eine Anmerkung wäre sicherlich für alle Beteiligten interessant.
5. Zum Thema Mineralien und Toxizität: Grundsätzlich sollte man 1. immer Vorsicht walten lassen, wenn man etwas nicht kennt und 2. keine Mineralien sammeln, wenn man ständig Angst hat, sich zu vergiften. Dies gilt für mich beim Thema Pilzesammeln: würde ich gerne machen, tue ich aber nicht, weil ich zuwenig Ahnung habe und niemanden kenne, dem ich bei der Bestimmung traue. Zur Beratungsstelle zu gehen, ist mir zu aufwendig.
Und noch etwas allgemeines:
Ich finde es schade, wie in letzter Zeit einige Diskussionen ausarten. Als erschreckenstes Beispiel möchte ich hier den Thread nennen, den Kluftknacker anfing und der in einigen üblen Beleidungen mündete (insbesondere von einer Person deren Beiträge ich lange Zeit bezüglich des fachlichen Wissens und der besonnenen Sprache sehr geschätzt habe). Dieses Verhalten empfinde ich als wenig freundlich gegenüber Stefan Schorn und seinen maßgeblichen aktiven Unterstützern, die viel Zeit und ich denke auch Geld investieren, um uns allen diese deutschsprachige Plattform zu bieten. Das sich jemand im Ton vergreift, kann im Eifer des Gefechte immer mal passieren. Dies sollte aber nicht dazu führen, daß andere den Stil dankbar aufgreifen und weitertragen. Etwas mehr Besonnenheit kann allen nur dienlich sein.
Beste Grüße und schöne Funde nach der Scneeschmelze,
Markus
M. Stark:
Nachtrag zu Bestimmungen:
Einer der Gründe, warum ich bis auf 2 Fundstellen mit dem Fossiliensammeln aufgehört habe, war, das ich davor kapituliert habe, diese zu bestimmen (siehe Ammoniten, Schnecken, etc.). Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, daß dies selbst Experten schwerfällt, ob die Lobenlinie nun so oder so aussieht oder die Mundöffnung hier noch ein Charakteristikum aufweist oder nicht. Insbesondere dann, wenn die Fossilüberlieferung nicht perfekt sondern mäßig oder schlecht ist. Zudem kommt immer noch der Ehrgeiz dazu, etwas neu benennen zu können oder im Falle des Sammlers etwas scheinbar seltenes gefunden. Und das ist auch ein treibender Gedanke bei Mineralien. Deshalb sind so viele Analysen für den Finder auch so ernüchternd. Es ist eben doch nur etwas gewöhnliches für den Fundort und eben nicht die hineininterpretierte Imagination.
Hier braucht man sich nur die häufigen Anfragen zu Meteoriten, Dinosauriereier oder anderen Unwahrscheinlichkeiten anzusehen (erinnern möchte ich hier, und Lia möge es mir verzeihen, die Frage nach versteinertem Blut, da ja auch Dinohaut die Zeiten überdauert. Nur leider sind da die Bedingungen der Fossilation komplett andere.
Um Kritik vorzukommen: Keine Frage kann so abwegig sein, daß man sich nicht damit befaßt. Denn jede Antwort dazu, hilft etwas zu lernen. Ebenso kann jedem diese Frage vielleicht einen Denkanstoß geben. Nur die Existenz eines Forums wie diesem, gibt allen, erstmal die einfache Möglichkeit zu fragen, ohne sich selbst mit dem Thema vorher beschäftigt zu haben. Der Effekt davon ist (so sehe ich das): man lernt nichts dazu außer, die Meinung eines anderen, im besten Falle eines Fachmannes, zu übernehmen.
Mineralien sind hier scheinbar etwas übersichtlicher, aber im Zweifel hat man immer noch die Analyse, so sie denn eindeutig genug ist.
Markus
helgesteen:
Hallo Markus,
--- Zitat von: M. Stark am 11 Feb 21, 12:09 ---4. Ein Mitglied hatte gesagt, daß das Stück aus Winterberg und den 80gern stammt. In dem Falle wäre es zumindest für mich wichtig zu wissen, und ich vermute das es so ist, ob er ein Kenner des Fundortes ist. Eine Anmerkung wäre sicherlich für alle Beteiligten interessant.
--- Ende Zitat ---
er hat ausdrücklich geschrieben, dass er seit 40 Jahren Winterberg sammelt.
Viele Grüße,
Helge
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